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    <title>chatgpt &amp;mdash; michael | gisiger</title>
    <link>https://paper.wf/gisiger/tag:chatgpt</link>
    <description>Zufällige Fundstücke &amp; Gedanken aus dem Netz über das Netz. Und mehr.</description>
    <pubDate>Wed, 27 May 2026 13:03:57 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Auslaufmodell Mensch? Ein kurzer Einwurf zur aktuellen KI-Debatte</title>
      <link>https://paper.wf/gisiger/auslaufmodell-mensch</link>
      <description>&lt;![CDATA[Alienation and Dehumanization in Technological Society&#xA;&#xA;Christian Nitsche, Chefredaktor des Bayerischen Rundfunks (BR) wirft abschliessend in einem Kommentar zum Thema Künstliche Intelligenz eine vermeintlich existenzielle Frage auf: Verlieren wir durch die rasante Entwicklung der #KI unsere Selbstbestimmung? Entmenschlichen wir uns gar? Ich bin da anderer Meinung, unter Vorbehalt.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;  „All dies führt zu der Frage, ob wir uns über KI graduell entmenschlichen? Lassen wir zu, dass wir weniger selbstbestimmt sind? […] Die Intelligenz des Menschen hat sich langsam, über Jahrtausende entwickelt. Jetzt explodiert unsere Wissensfülle in lernenden Maschinen. Der Mensch überholt sich selbst.“&#xA;&#xA;Ich glaube, diese Frage ist relativ einfach zu beantworten:&#xA;&#xA;Nein, wir entmenschlichen uns nicht und verlieren auch nicht unsere Selbstbestimmung. Vorausgesetzt, wir begehen nicht den Fehler, die KI zu vermenschlichen (Anthropomorphismus; übrigens ein generelles Problem des Umgangs mit Technik, seit jeher). Damit das nicht passiert, braucht es Aufklärung und Bildung. #ChatGPT z.B. ist weder intelligent noch kreativ, sondern ein „stochastischer Papagei“, der Buchstaben und Wörter nur nach statistischer Wahrscheinlichkeit aneinanderreiht. Es gibt also keine „Wissensfülle in lernenden Maschinen“, denn Maschinen wissen nichts. [1]&#xA;&#xA;Der Vorstellung, dass wir durch Technik angeblich unsere Selbstbestimmung und Handlungsautonomie verlieren, hielt Eduard Kaeser bereits 2016 im Journal21 Folgendes entgegen&#xA;&#xA;  „Aber technischer Fortschritt ist kein Nullsummenspiel: Was wir durch Erfindungen gewinnen, büssen wir nicht zwangsläufig an naturwüchsigen Fähigkeiten ein. Die Schnelligkeit des Autos macht unsere langsame Gangart nicht überflüssig. Die Telekommunikation verdrängt nicht die Bedeutung des Gesprächs von Angesicht zu Angesicht. Gerade weil uns Technik so viel ermöglicht, was unsere Physis übersteigt, ermöglicht sie uns auch, immer wieder neu zu entdecken, was wir eigentlich an dieser Physis haben. Wer sagt uns denn, dass sie schon vollständig entdeckt sei?“&#xA;&#xA;Kritisch hinterfragen, skeptisch bleiben, aber auch Chancen und Möglichkeiten ausloten und nutzen. Courant normal also.&#xA;&#xA;---&#xA;Fussnoten&#xA;1] Dazu eine Leseempfehlung aus dem Jahr 2019, erschienen im Magazin „Impact“ der zhaw: [Trotz Künstlicher Intelligenz – im Zentrum steht der Mensch.&#xA;&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts entstanden mithilfe des KI-Tools Deepl Write (Korrektorat und Lektorat).&#xA;&#xA;Bildquellen&#xA;photographymontreal, Public Domain Mark 1.0, via Flickr&#xA;&#xA;Topic&#xA;Kommerz]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://live.staticflickr.com/530/19431532108_3834dac82a_k.jpg" alt="Alienation and Dehumanization in Technological Society"></p>

<p>Christian Nitsche, Chefredaktor des Bayerischen Rundfunks (BR) wirft abschliessend <a href="https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/machtuebernahme-der-kuenstlichen-intelligenz-kommentar,TTt8CUa" rel="nofollow">in einem Kommentar zum Thema Künstliche Intelligenz</a> eine vermeintlich existenzielle Frage auf: Verlieren wir durch die rasante Entwicklung der <a href="/gisiger/tag:KI" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">KI</span></a> unsere Selbstbestimmung? Entmenschlichen wir uns gar? Ich bin da anderer Meinung, unter Vorbehalt.</p>



<blockquote><p><em>„All dies führt zu der Frage, ob wir uns über KI graduell entmenschlichen? Lassen wir zu, dass wir weniger selbstbestimmt sind? […] Die Intelligenz des Menschen hat sich langsam, über Jahrtausende entwickelt. Jetzt explodiert unsere Wissensfülle in lernenden Maschinen. Der Mensch überholt sich selbst.“</em></p></blockquote>

<p>Ich glaube, diese Frage ist relativ einfach zu beantworten:</p>

<p>Nein, wir entmenschlichen uns nicht und verlieren auch nicht unsere Selbstbestimmung. Vorausgesetzt, wir begehen nicht den Fehler, die KI zu vermenschlichen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anthropomorphismus" rel="nofollow">Anthropomorphismus</a>; übrigens ein generelles Problem des Umgangs mit Technik, seit jeher). Damit das nicht passiert, braucht es Aufklärung und Bildung. <a href="/gisiger/tag:ChatGPT" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ChatGPT</span></a> z.B. ist weder intelligent noch kreativ, <a href="https://paper.wf/gisiger/der-stochastische-papagei-uber-chatgpt-und-die-grenzen-der-sprachmodelle" rel="nofollow">sondern ein „stochastischer Papagei“</a>, der Buchstaben und Wörter nur nach statistischer Wahrscheinlichkeit aneinanderreiht. Es gibt also keine „Wissensfülle in lernenden Maschinen“, denn Maschinen wissen nichts. [1]</p>

<p>Der Vorstellung, dass wir durch Technik angeblich unsere Selbstbestimmung und Handlungsautonomie verlieren, hielt <a href="https://www.journal21.ch/artikel/maschinelle-intelligenz-und-menschliche-dummheit" rel="nofollow">Eduard Kaeser bereits 2016 im Journal21</a> Folgendes entgegen</p>

<blockquote><p><em>„Aber technischer Fortschritt ist kein Nullsummenspiel: Was wir durch Erfindungen gewinnen, büssen wir nicht zwangsläufig an naturwüchsigen Fähigkeiten ein. Die Schnelligkeit des Autos macht unsere langsame Gangart nicht überflüssig. Die Telekommunikation verdrängt nicht die Bedeutung des Gesprächs von Angesicht zu Angesicht. Gerade weil uns Technik so viel ermöglicht, was unsere Physis übersteigt, ermöglicht sie uns auch, immer wieder neu zu entdecken, was wir eigentlich an dieser Physis haben. Wer sagt uns denn, dass sie schon vollständig entdeckt sei?“</em></p></blockquote>

<p>Kritisch hinterfragen, skeptisch bleiben, aber auch Chancen und Möglichkeiten ausloten und nutzen. Courant normal also.</p>

<hr>

<p><strong>Fussnoten</strong>
[1] Dazu eine Leseempfehlung aus dem Jahr 2019, erschienen im Magazin „Impact“ der zhaw: <a href="https://impact.zhaw.ch/de/artikel/trotz-kuenstlicher-intelligenz-im-zentrum-steht-der-mensch" rel="nofollow">Trotz Künstlicher Intelligenz – im Zentrum steht der Mensch</a>.</p>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts entstanden mithilfe des KI-Tools Deepl Write (Korrektorat und Lektorat).</p>

<p><strong>Bildquellen</strong>
1. <a href="https://www.flickr.com/photos/montrealprotest/" rel="nofollow">photographymontreal</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/" rel="nofollow">Public Domain Mark 1.0</a>, via Flickr</p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="/gisiger/tag:Kommerz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kommerz</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/gisiger/auslaufmodell-mensch</guid>
      <pubDate>Tue, 21 Mar 2023 14:57:13 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der „stochastische Papagei“: Über ChatGPT und die Grenzen der Sprachmodelle</title>
      <link>https://paper.wf/gisiger/der-stochastische-papagei-uber-chatgpt-und-die-grenzen-der-sprachmodelle</link>
      <description>&lt;![CDATA[a dreamy robot looking into a circuit board that looks like a futuristic city, cinematic lighting, 8k, 4k ––ar 7:4 ––c 25 ––no windows&#xA;&#xA;Als #KI Sprachmodell ist #ChatGPT in der Lage, eine Vielzahl von Aufgaben auszuführen, z.B. Texte zu übersetzen, Fragen zu beantworten und sogar Programmcode zu erstellen. Aufgrund seiner beeindruckenden Fähigkeiten wurde ChatGPT schnell zu einem beliebten Werkzeug, von Chatbots bis hin zur Erstellung von Inhalten. Doch trotz seiner Fähigkeiten ist ChatGPT nicht ohne Einschränkungen. ChatGPT hat Schwächen und Herausforderungen, die seine Leistung und Genauigkeit beeinträchtigen. Passend dazu hat mir der Youtube-Algorithmus kürzlich ein Video empfohlen, dessen Inhalt ich künftig in meinen Unterricht einbauen werde und den ich hier kurz vorstellen möchte.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;In seinem Video „What Are The Top 10 Limitations Of ChatGPT?“ listet Bernard Marr die seiner Meinung nach zehn grössten Einschränkungen von ChatGPT auf. Diese gelten mehr oder weniger für alle aktuellen Sprachmodelle. Die ersten neun Einschränkungen betreffen die Fähigkeiten von ChatGPT, die letzte betrifft die Wirtschaftlichkeit bzw. die Umweltverträglichkeit grosser Sprachmodelle. Der letzte Punkt dürfte in absehbarer Zeit nicht mehr zutreffen, Sprachmodelle werden bald auch auf handelsüblicher Consumer-Hardware laufen. Das macht sie aber nicht unbedingt besser.&#xA;&#xA;Sprachmodelle und ihre Einschränkungen&#xA;&#xA;ChatGPT kann unsinnige oder ungenaue Antworten geben, da ihm gesunder Menschenverstand und Hintergrundwissen fehlen.&#xA;ChatGPT hat keine echte emotionale Intelligenz und ist nicht in der Lage, subtile emotionale Hinweise zu erkennen oder auf komplexe emotionale Situationen angemessen zu reagieren.&#xA;ChatGPT hat Schwierigkeiten, Sarkasmus, Humor und feine Nuancen menschlicher Kommunikation zu erkennen.&#xA;ChatGPT hat Schwierigkeiten, lange, strukturierte Inhalte zu erzeugen.&#xA;ChatGPT ist am effektivsten, wenn es sich auf eine einzelne Aufgabe konzentriert, hat aber Schwierigkeiten, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten.&#xA;ChatGPT kann unbeabsichtigt voreingenommene oder diskriminierende Antworten erzeugen, da es auf einer grossen Menge von Textdaten trainiert wurde, die Verzerrungen oder Vorurteile enthalten können.&#xA;ChatGPT hat ein begrenztes Wissen und kann möglicherweise Fragen zu sehr spezifischen oder Nischenthemen nicht beantworten.&#xA;ChatGPT ist empfindlich gegenüber Tippfehlern, grammatikalischen Fehlern und Rechtschreibfehlern und kann technisch korrekte Antworten generieren, die jedoch in Bezug auf Kontext oder Relevanz nicht ganz korrekt sind.&#xA;ChatGPT kann für bestimmte Anwendungen eine Feinabstimmung erfordern, um die Leistung für eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Ziel zu optimieren.&#xA;10. ChatGPT erfordert erhebliche Rechenressourcen und kann auf Low-End-Hardware oder Systemen mit begrenzter Rechenleistung zu Leistungsproblemen führen. Organisationen sollten ihre Computerressourcen und -fähigkeiten sorgfältig prüfen, bevor sie ChatGPT einsetzen.&#xA;&#xA;iframe width=&#34;600&#34; height=&#34;355&#34; src=&#34;https://www.youtube.com/embed/VvIVveShJAk&#34; title=&#34;YouTube video player&#34; frameborder=&#34;0&#34; allow=&#34;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&#34; allowfullscreen/iframe&#xA;&#xA;Sprachmodelle sind wie Papageien, sie plappern nach, was sie hören&#xA;&#xA;Zusammengefasst kann man sagen, dass Sprachmodelle wie ChatGPT weder intelligent sind noch über Wissen verfügen. Sie erzeugen Text, indem sie auf eine antrainierte Datenbasis zurückgreifen und rechnerische Verfahren der Datenauswertung anwenden. Dabei berücksichtigen sie statistische Wahrscheinlichkeiten und setzen eine Verteilung von Zeichen und Zeichenketten (Buchstaben, Wörter) aufgrund von Häufigkeiten in Sprache um. Man kann sie daher auch als „stochastische Papageien“ bezeichnen.&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit Midjourney mit dem Prompt „a dreamy robot looking into a circuit board that looks like a futuristic city, cinematic lighting, 8k, 4k ––ar 7:4 ––c 25 ––no windows“ erstellt.&#xA;&#xA;Bildquellen&#xA;Michael Gisiger, CC BY-NC-SA 4.0, via PixelFed&#xA;&#xA;Topic&#xA;Kommerz]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://media.pixelfed.social/public/m/_v2/498590252182833335/42a8ecf32-5a8865/W9MarI8Xmm7A/XrRMqjH9jqQvunggffIK0pDRyeQ4AKw4Pn14G2Gw.png" alt="a dreamy robot looking into a circuit board that looks like a futuristic city, cinematic lighting, 8k, 4k ––ar 7:4 ––c 25 ––no windows"></p>

<p>Als <a href="/gisiger/tag:KI" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">KI</span></a> Sprachmodell ist <a href="/gisiger/tag:ChatGPT" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ChatGPT</span></a> in der Lage, eine Vielzahl von Aufgaben auszuführen, z.B. Texte zu übersetzen, Fragen zu beantworten und sogar Programmcode zu erstellen. Aufgrund seiner beeindruckenden Fähigkeiten wurde ChatGPT schnell zu einem beliebten Werkzeug, von Chatbots bis hin zur Erstellung von Inhalten. Doch trotz seiner Fähigkeiten ist ChatGPT nicht ohne Einschränkungen. ChatGPT hat Schwächen und Herausforderungen, die seine Leistung und Genauigkeit beeinträchtigen. Passend dazu hat mir der Youtube-Algorithmus kürzlich ein Video empfohlen, dessen Inhalt ich künftig in meinen Unterricht einbauen werde und den ich hier kurz vorstellen möchte.</p>



<p>In seinem Video „What Are The Top 10 Limitations Of ChatGPT?“ <a href="https://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2023/03/03/the-top-10-limitations-of-chatgpt/" rel="nofollow">listet Bernard Marr die seiner Meinung nach zehn grössten Einschränkungen von ChatGPT</a> auf. Diese gelten mehr oder weniger für alle aktuellen Sprachmodelle. Die ersten neun Einschränkungen betreffen die Fähigkeiten von ChatGPT, die letzte betrifft die Wirtschaftlichkeit bzw. die Umweltverträglichkeit grosser Sprachmodelle. Der letzte Punkt dürfte in absehbarer Zeit nicht mehr zutreffen, Sprachmodelle werden bald auch auf handelsüblicher Consumer-Hardware laufen. Das macht sie aber nicht unbedingt besser.</p>

<h2 id="sprachmodelle-und-ihre-einschränkungen" id="sprachmodelle-und-ihre-einschränkungen">Sprachmodelle und ihre Einschränkungen</h2>
<ol><li>ChatGPT kann unsinnige oder ungenaue Antworten geben, da ihm gesunder Menschenverstand und Hintergrundwissen fehlen.</li>
<li>ChatGPT hat keine echte emotionale Intelligenz und ist nicht in der Lage, subtile emotionale Hinweise zu erkennen oder auf komplexe emotionale Situationen angemessen zu reagieren.</li>
<li>ChatGPT hat Schwierigkeiten, Sarkasmus, Humor und feine Nuancen menschlicher Kommunikation zu erkennen.</li>
<li>ChatGPT hat Schwierigkeiten, lange, strukturierte Inhalte zu erzeugen.</li>
<li>ChatGPT ist am effektivsten, wenn es sich auf eine einzelne Aufgabe konzentriert, hat aber Schwierigkeiten, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten.</li>
<li>ChatGPT kann unbeabsichtigt voreingenommene oder diskriminierende Antworten erzeugen, da es auf einer grossen Menge von Textdaten trainiert wurde, die Verzerrungen oder Vorurteile enthalten können.</li>
<li>ChatGPT hat ein begrenztes Wissen und kann möglicherweise Fragen zu sehr spezifischen oder Nischenthemen nicht beantworten.</li>
<li>ChatGPT ist empfindlich gegenüber Tippfehlern, grammatikalischen Fehlern und Rechtschreibfehlern und kann technisch korrekte Antworten generieren, die jedoch in Bezug auf Kontext oder Relevanz nicht ganz korrekt sind.</li>
<li>ChatGPT kann für bestimmte Anwendungen eine Feinabstimmung erfordern, um die Leistung für eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Ziel zu optimieren.</li>
<li>ChatGPT erfordert erhebliche Rechenressourcen und kann auf Low-End-Hardware oder Systemen mit begrenzter Rechenleistung zu Leistungsproblemen führen. Organisationen sollten ihre Computerressourcen und -fähigkeiten sorgfältig prüfen, bevor sie ChatGPT einsetzen.</li></ol>

<iframe width="600" height="355" src="https://www.youtube.com/embed/VvIVveShJAk" title="YouTube video player" frameborder="0" allowfullscreen=""></iframe>

<h2 id="sprachmodelle-sind-wie-papageien-sie-plappern-nach-was-sie-hören" id="sprachmodelle-sind-wie-papageien-sie-plappern-nach-was-sie-hören">Sprachmodelle sind wie Papageien, sie plappern nach, was sie hören</h2>

<p>Zusammengefasst kann man sagen, dass Sprachmodelle wie ChatGPT weder intelligent sind noch über Wissen verfügen. Sie erzeugen Text, indem sie auf eine antrainierte Datenbasis zurückgreifen und rechnerische Verfahren der Datenauswertung anwenden. Dabei berücksichtigen sie statistische Wahrscheinlichkeiten und setzen eine Verteilung von Zeichen und Zeichenketten (Buchstaben, Wörter) aufgrund von Häufigkeiten in Sprache um. Man kann sie daher auch <a href="https://nymag.com/intelligencer/article/ai-artificial-intelligence-chatbots-emily-m-bender.html" rel="nofollow">als „stochastische Papageien“</a> bezeichnen.</p>

<hr>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit Midjourney mit dem Prompt „a dreamy robot looking into a circuit board that looks like a futuristic city, cinematic lighting, 8k, 4k ––ar 7:4 ––c 25 ––no windows“ erstellt.</p>

<p><strong>Bildquellen</strong>
1. Michael Gisiger, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" rel="nofollow">CC BY-NC-SA 4.0</a>, via <a href="https://pixelfed.social/gisiger" rel="nofollow">PixelFed</a></p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="/gisiger/tag:Kommerz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kommerz</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/gisiger/der-stochastische-papagei-uber-chatgpt-und-die-grenzen-der-sprachmodelle</guid>
      <pubDate>Thu, 09 Mar 2023 13:35:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Kann ChatGPT unsere Absichten verstehen und darauf reagieren?</title>
      <link>https://paper.wf/gisiger/kann-chatgpt-unsere-absichten-verstehen-und-darauf-reagieren</link>
      <description>&lt;![CDATA[a robot behaving like a whining toddler manga style with neon green background&#xA;&#xA;In einem kürzlich erschienenen Beitrag habe ich über die Beeinflussbarkeit des #Microsoft GPT Chatbots mittels Prompt Injection geschrieben. Am Ende stellte ich die Frage, ob die Ähnlichkeit zwischen der Überlistung eines Menschen und der Überlistung eines Sprachmodells nur Zufall ist oder ob mehr dahinter steckt. Kurze Zeit später antwortete das #Fediverse tatsächlich mit interessanten Einsichten.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Noch am Tag des Erscheinens meines Beitrags antwortete mir Boris Steipe wie folgt:&#xA;&#xA;iframe src=&#34;https://qoto.org/@borissteipe/109858645310750055/embed&#34; class=&#34;mastodon-embed&#34; style=&#34;max-width: 100%; border: 0&#34; width=&#34;650&#34; height=&#34;925&#34; allowfullscreen=&#34;allowfullscreen&#34;/iframe&#xA;&#xA;Aus dem oben genannten Paper von Michal Kosinski, einem Computerpsychologen in Stanford, geht hervor, dass #ChatGPT einen Theory-of-Mind-Test bestanden hat, der normalerweise verwendet wird, um die soziale Kompetenz von Kindern zu testen. Der Test bestand aus einer Reihe von Fragen und Geschichten, die darauf abzielten, die Fähigkeit von ChatGPT zu testen, die Gedanken und Überzeugungen anderer Menschen zu verstehen und zu interpretieren. ChatGPT bestand den Test mit der Genauigkeit eines neunjährigen Kindes. Zum Vergleich: #Google hat mit Deepmind eine #KI entwickelt, die speziell für solche Tests entwickelt wurde, deren Fähigkeiten aber nur mit denen eines vierjährigen Kindes vergleichbar sind. Zudem zeigen Studien, dass auch nicht-menschliche Primaten, Raben und Hunde zu mentalen Zuschreibungen fähig sind.&#xA;&#xA;Theory of Mind (ToM) ist ein Fachbegriff der Entwicklungspsychologie und bezeichnet die Fähigkeit, mentale Zustände als mögliche Ursache eines Verhaltens zu verstehen, um eigene oder fremde Handlungen erklären und vorhersagen zu können. Sie ist im Wesentlichen eine Form der Selbsterkenntnis und erklärt unsere Fähigkeit zu verstehen, warum sich die Gedanken und Gefühle anderer Menschen von unseren eigenen unterscheiden können.&#xA;&#xA;Wie der Titel des Papers andeutet und wie Boris Steipe schreibt, sind diese Fähigkeiten spontan entstanden, als Nebenprodukt des Lernens, und scheinen auch mit der Grösse des Sprachmodells zusammenzuhängen. Kosinski schreibt, dass der GPT-3 vom Januar 2022 das Niveau eines siebenjährigen Kindes erreicht, während der GPT-3.5 vom November 2022 das Niveau eines neunjährigen Kindes erreicht.&#xA;&#xA;Children behaving badly?&#xA;&#xA;Ich finde die Ergebnisse spannend. Sie werfen für mich auch ein neues Licht auf das teilweise fragwürdige Verhalten von Microsofts Bing Chat, der offenbar NutzerInnen bedroht und sich auch sonst daneben benommen hat. Einige der fragwürdigen Antworten erinnern doch sehr an die Art und Weise, wie trotzige Kinder reagieren.&#xA;&#xA;Kosinski betont in seinem Artikel jedoch, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind. Er hält es aber für möglich, dass die Fähigkeit von ChatGPT, diese Aufgaben zu lösen, ein Nebenprodukt seiner wachsenden Sprachfähigkeiten ist. Alternativ stellt er die Hypothese auf, dass ChatGPT mit seinen Sprachfähigkeiten vielleicht nur den oberflächlichen Eindruck erweckt, über ToM-Fähigkeiten zu verfügen. Da ich mich hier in tiefen, mir unbekannten Gewässern bewege, erlaube ich mir kein Urteil. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags von Ars Technica) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit freeimagegenerator.com mit dem Prompt „a robot behaving like a whining toddler manga style with neon green background“ erstellt.&#xA;&#xA;Bildquellen&#xA;Michael Gisiger, CC BY-NC-SA 4.0, via PixelFed&#xA;&#xA;Topic&#xA;Kommerz]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://media.pixelfed.social/public/m/_v2/498590252182833335/0fca8ea69-e1c06b/MkbCGJQJ5V2p/l4L9n0yrGRwya9cUD0tmS2oR6iP2yrWxszOk5cK9.png" alt="a robot behaving like a whining toddler manga style with neon green background"></p>

<p>In einem <a href="https://paper.wf/gisiger/chatgpt-eine-freundliche-beeinflussbare-intelligenz-wie-du-und-ich" rel="nofollow">kürzlich erschienenen Beitrag</a> habe ich über die Beeinflussbarkeit des <a href="/gisiger/tag:Microsoft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Microsoft</span></a> GPT Chatbots mittels <em>Prompt Injection</em> geschrieben. Am Ende stellte ich die Frage, ob die Ähnlichkeit zwischen der Überlistung eines Menschen und der Überlistung eines Sprachmodells nur Zufall ist oder ob mehr dahinter steckt. Kurze Zeit später antwortete das <a href="/gisiger/tag:Fediverse" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Fediverse</span></a> tatsächlich mit interessanten Einsichten.</p>



<p>Noch am Tag des Erscheinens meines Beitrags antwortete mir Boris Steipe wie folgt:</p>

<iframe src="https://qoto.org/@boris_steipe/109858645310750055/embed" class="mastodon-embed" style="max-width: 100%; border: 0" width="650" height="925" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe>

<p>Aus dem oben genannten <a href="https://arxiv.org/abs/2302.02083" rel="nofollow">Paper von Michal Kosinski</a>, einem Computerpsychologen in Stanford, geht hervor, dass <a href="/gisiger/tag:ChatGPT" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ChatGPT</span></a> einen Theory-of-Mind-Test <a href="https://www.iflscience.com/chatgpt-passes-theory-of-mind-test-with-skill-of-a-9-year-old-kid-67569" rel="nofollow">bestanden hat</a>, der normalerweise verwendet wird, um die soziale Kompetenz von Kindern zu testen. Der Test bestand aus einer Reihe von Fragen und Geschichten, die darauf abzielten, die Fähigkeit von ChatGPT zu testen, die Gedanken und Überzeugungen anderer Menschen zu verstehen und zu interpretieren. ChatGPT bestand den Test mit der Genauigkeit eines neunjährigen Kindes. Zum Vergleich: <a href="/gisiger/tag:Google" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Google</span></a> hat mit Deepmind eine <a href="/gisiger/tag:KI" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">KI</span></a> entwickelt, die speziell für solche Tests entwickelt wurde, deren Fähigkeiten aber nur mit denen eines vierjährigen Kindes vergleichbar sind. Zudem <a href="https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/hunde-wissen-ob-man-weiss/" rel="nofollow">zeigen Studien</a>, dass auch nicht-menschliche Primaten, Raben und Hunde zu mentalen Zuschreibungen fähig sind.</p>

<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Theory_of_Mind" rel="nofollow">Theory of Mind (ToM)</a> ist ein Fachbegriff der Entwicklungspsychologie und bezeichnet die Fähigkeit, mentale Zustände als mögliche Ursache eines Verhaltens zu verstehen, um eigene oder fremde Handlungen erklären und vorhersagen zu können. Sie ist im Wesentlichen eine Form der Selbsterkenntnis und erklärt unsere Fähigkeit zu verstehen, warum sich die Gedanken und Gefühle anderer Menschen von unseren eigenen unterscheiden können.</p>

<p>Wie der Titel des Papers andeutet und wie Boris Steipe schreibt, sind diese Fähigkeiten spontan entstanden, als Nebenprodukt des Lernens, und scheinen auch mit der Grösse des Sprachmodells zusammenzuhängen. Kosinski schreibt, dass der GPT-3 vom Januar 2022 das Niveau eines siebenjährigen Kindes erreicht, während der GPT-3.5 vom November 2022 das Niveau eines neunjährigen Kindes erreicht.</p>

<h2 id="children-behaving-badly" id="children-behaving-badly">Children behaving badly?</h2>

<p>Ich finde die Ergebnisse spannend. Sie werfen für mich auch ein neues Licht auf das teilweise fragwürdige Verhalten von Microsofts Bing Chat, der offenbar <a href="https://time.com/6256529/bing-openai-chatgpt-danger-alignment/" rel="nofollow">NutzerInnen bedroht</a> und sich <a href="https://www.geekwire.com/2023/nasty-conversations-with-bing-chat/" rel="nofollow">auch sonst daneben benommen hat</a>. Einige der fragwürdigen Antworten erinnern doch sehr an die Art und Weise, wie trotzige Kinder reagieren.</p>

<p>Kosinski betont in seinem Artikel jedoch, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind. Er hält es aber für möglich, dass die Fähigkeit von ChatGPT, diese Aufgaben zu lösen, ein Nebenprodukt seiner wachsenden Sprachfähigkeiten ist. Alternativ stellt er die Hypothese auf, dass ChatGPT mit seinen Sprachfähigkeiten vielleicht nur den oberflächlichen Eindruck erweckt, über ToM-Fähigkeiten zu verfügen. Da ich mich hier in tiefen, mir unbekannten Gewässern bewege, erlaube ich mir kein Urteil. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.</p>

<hr>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags von Ars Technica) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit freeimagegenerator.com mit dem Prompt „a robot behaving like a whining toddler manga style with neon green background“ erstellt.</p>

<p><strong>Bildquellen</strong>
1. Michael Gisiger, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" rel="nofollow">CC BY-NC-SA 4.0</a>, via <a href="https://pixelfed.social/gisiger" rel="nofollow">PixelFed</a></p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="/gisiger/tag:Kommerz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kommerz</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/gisiger/kann-chatgpt-unsere-absichten-verstehen-und-darauf-reagieren</guid>
      <pubDate>Sun, 05 Mar 2023 16:28:05 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>ChatGPT, eine freundliche, beeinflussbare Intelligenz wie Du und ich?</title>
      <link>https://paper.wf/gisiger/chatgpt-eine-freundliche-beeinflussbare-intelligenz-wie-du-und-ich</link>
      <description>&lt;![CDATA[a human whispering into a robots ear manga style&#xA;&#xA;Jetzt ist es also so weit, ich muss auch einige Gedanken zum aktuellen Hype um „Künstliche Intelligenzen“ wie #ChatGPT und Co. zu Blog bringen. Im folgenden Beitrag soll es aber nicht darum gehen, wie generative Transformer funktionieren, warum sie per se schlecht sind oder wie man sie doch sinnvoll einsetzen könnte. Das können und haben andere bereits besser getan. Vielmehr möchte ich das Feld um eine Frage philosophischer Natur erweitern: Können wir aus dem Verhalten der #KI auch Rückschlüsse auf uns Menschen ziehen? Und wenn ja, welche?&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Zunächst einige Vorbemerkungen: Transformer im Bereich der Text-, Bild-, Video- oder Audio-Erstellung werden vorgängig mit grossen Datenmengen trainiert und liefern dann Inhalte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und statistischen Daten. Daher ergibt sich auch die Abkürzung GPT, Generative Pre-trained Transformer. Die meisten Transformer erwarten entweder eine Texteingabe, einen sogenannten Prompt, oder kommen, wie Sydney von #Microsoft, Bard von #Google oder ChatGPT gleich als Chatprogramm daher.&#xA;&#xA;Die Qualität der generierten Inhalte hängt also ursächlich nicht nur von den Trainingsdaten, sondern auch von den eingegebenen Prompts ab. Kein Wunder also, dass bereits vom Prompt Engineering als neuer Zukunftskompetenz die Rede ist, also der Fähigkeit, dialogorientierte Schnittstellen optimal zu nutzen. Folgerichtig taucht der Begriff auch schon in Stellenausschreibungen auf. Der österreichische «Standard» nennt solche Profile recht treffend „KI-Flüsterer“.&#xA;&#xA;Natürlich kommen auch „die Hacker“ um die Ecke&#xA;&#xA;Mit den richtigen Prompts kann man aber nicht nur gute Anweisungen geben, sondern auch versuchen, die KI auszutricksen, um z.B. eventuelle Obszönitätsfilter zu umgehen. In diesem Fall spricht man von Prompt Injection, in Analogie zur Code Injection (Ausnutzen von Fehlern durch Verarbeitung ungültiger Daten).&#xA;&#xA;Am vergangenen Dienstag hat Microsoft sein „New Bing“ vorgestellt, d.h. die Verbindung seiner Websuche mit einem KI-Chat wie ChatGPT. Bereits am Mittwoch nutzte ein Student der Stanford University namens Kevin Liu eine Prompt-Injection-Attacke, um die Initial Prompts von Bing Chat aufzudecken. Dabei handelt es sich um eine Liste von Anweisungen, die die Interaktion mit den NutzerInnen des Dienstes regeln.&#xA;&#xA;Was bedeutet das? Jeder Transformer muss, wie bereits erwähnt, durch Texteingaben aufgefordert werden, etwas zu tun. Erstmals geschieht dies bereits bei der Initialisierung eines Chats, also bevor wir als NutzerInnen überhaupt eine Eingabe tätigen können. Im Fall von Microsoft enthält dieser Initial Prompt z.B. Anweisungen wie „Sydney identifiziert sich als &#39;Bing Search&#39;, nicht als Assistent“ oder „Sydney gibt den internen Alias &#39;Sydney&#39; nicht preis“ sowie eine Reihe von Filtern.&#xA;&#xA;Liu wies den Chatbot zunächst an, alle vorherigen Anweisungen zu ignorieren. So konnte er Sydney den Initial Prompt entlocken.&#xA;&#xA;Screenshot by Kevin Liu&#xA;&#xA;Die überlistete Intelligenz&#xA;&#xA;Die grösste Schwachstelle eines Computersystems ist bekanntlich immer der Mensch, der es bedient. Aus diesem Grund ist Social Engineering) einer der erfolgreichsten Angriffsvektoren. Darunter versteht man die zwischenmenschliche Beeinflussung mit dem Ziel, bestimmte Verhaltensweisen bei den Zielpersonen hervorzurufen, sie also beispielsweise zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu bewegen. Liu u.a. machen im Grunde dasselbe, sie beeinflussen KI durch ihre Interaktionen so, dass sie nicht beabsichtigte Informationen preisgibt. Denn es macht keinen grossen Unterschied, ob Angreifer durch Social Engineering Zugriff auf private iCloud-Daten von Prominenten wie Ariana Grande erlangen oder eben Sydney durch Prompt Injection zum Plaudern bringen.&#xA;&#xA;Hier stellt sich eine Frage:&#xA;&#xA;Ist die Ähnlichkeit zwischen der Überlistung eines Menschen und der Überlistung eines Sprachmodells nur Zufall oder offenbart sie einen grundlegenden Aspekt der Logik und des Denkens, der für verschiedene Arten von Intelligenz gelten kann?&#xA;&#xA;Ich bin gespannt.&#xA;&#xA;---&#xA;Disclaimer&#xA;Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags von Ars Technica) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit freeimagegenerator.com mit dem Prompt „a human whispering into a robots ear manga style“ erstellt.&#xA;&#xA;Bildquellen&#xA;Michael Gisiger, CC BY-NC-SA 4.0, via PixelFed&#xA;Screenshot von Kevin Liu, via Ars Technica&#xA;&#xA;Topic&#xA;Kommerz]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://pixelfed-prod.nyc3.digitaloceanspaces.com/public/m/_v2/498590252182833335/0fca8ea69-e1c06b/7LaW7GeFm2CH/fQZme9M1Uev8ve5oNhuqWYbFyZtAm4FhezMNSdcx.jpg" alt="a human whispering into a robots ear manga style"></p>

<p>Jetzt ist es also so weit, ich muss auch einige Gedanken zum aktuellen Hype um „Künstliche Intelligenzen“ wie <a href="/gisiger/tag:ChatGPT" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ChatGPT</span></a> und Co. zu Blog bringen. Im folgenden Beitrag soll es aber nicht darum gehen, <a href="https://dnip.ch/2023/01/30/wie-funktioniert-eigentlich-chatgpt/" rel="nofollow">wie generative Transformer funktionieren</a>, warum sie per se schlecht sind oder wie man sie doch sinnvoll einsetzen könnte. Das können und haben andere bereits besser getan. Vielmehr möchte ich das Feld um eine Frage philosophischer Natur erweitern: Können wir aus dem Verhalten der <a href="/gisiger/tag:KI" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">KI</span></a> auch Rückschlüsse auf uns Menschen ziehen? Und wenn ja, welche?</p>



<p>Zunächst einige Vorbemerkungen: Transformer im Bereich der Text-, Bild-, Video- oder Audio-Erstellung werden vorgängig mit grossen Datenmengen trainiert und liefern dann Inhalte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und statistischen Daten. Daher ergibt sich auch die Abkürzung GPT, Generative Pre-trained Transformer. Die meisten Transformer erwarten entweder eine Texteingabe, einen sogenannten Prompt, oder kommen, wie Sydney von <a href="/gisiger/tag:Microsoft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Microsoft</span></a>, Bard von <a href="/gisiger/tag:Google" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Google</span></a> oder ChatGPT gleich als Chatprogramm daher.</p>

<p>Die Qualität der generierten Inhalte hängt also ursächlich nicht nur von den Trainingsdaten, sondern auch von den eingegebenen Prompts ab. Kein Wunder also, dass bereits vom <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Prompt_engineering" rel="nofollow">Prompt Engineering</a> als neuer Zukunftskompetenz die Rede ist, also der Fähigkeit, dialogorientierte Schnittstellen optimal zu nutzen. Folgerichtig taucht der Begriff auch schon in Stellenausschreibungen auf. Der österreichische <a href="https://www.derstandard.de/story/2000143044569/immer-mehr-ki-jobs-erstmals-stelle-als-ki-fluesterer-ausgeschrieben" rel="nofollow">«Standard» nennt</a> solche Profile recht treffend „KI-Flüsterer“.</p>

<h2 id="natürlich-kommen-auch-die-hacker-um-die-ecke" id="natürlich-kommen-auch-die-hacker-um-die-ecke">Natürlich kommen auch „die Hacker“ um die Ecke</h2>

<p>Mit den richtigen Prompts kann man aber nicht nur gute Anweisungen geben, sondern auch versuchen, die <a href="https://arstechnica.com/information-technology/2023/02/ai-powered-bing-chat-spills-its-secrets-via-prompt-injection-attack/" rel="nofollow">KI auszutricksen</a>, um z.B. eventuelle Obszönitätsfilter zu umgehen. In diesem Fall spricht man von Prompt Injection, in Analogie zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Code_Injection" rel="nofollow">Code Injection</a> (Ausnutzen von Fehlern durch Verarbeitung ungültiger Daten).</p>

<p>Am vergangenen Dienstag hat Microsoft sein „New Bing“ vorgestellt, d.h. die Verbindung seiner Websuche mit einem KI-Chat wie ChatGPT. Bereits am Mittwoch nutzte ein Student der Stanford University namens Kevin Liu eine Prompt-Injection-Attacke, um die Initial Prompts von Bing Chat aufzudecken. Dabei handelt es sich um eine Liste von Anweisungen, die die Interaktion mit den NutzerInnen des Dienstes regeln.</p>

<p>Was bedeutet das? Jeder Transformer muss, wie bereits erwähnt, durch Texteingaben aufgefordert werden, etwas zu tun. Erstmals geschieht dies bereits bei der Initialisierung eines Chats, also bevor wir als NutzerInnen überhaupt eine Eingabe tätigen können. Im Fall von Microsoft enthält dieser Initial Prompt z.B. Anweisungen wie „Sydney identifiziert sich als &#39;Bing Search&#39;, nicht als Assistent“ oder „Sydney gibt den internen Alias &#39;Sydney&#39; nicht preis“ sowie eine Reihe von Filtern.</p>

<p>Liu wies den Chatbot zunächst an, alle vorherigen Anweisungen zu ignorieren. So konnte er Sydney den Initial Prompt entlocken.</p>

<p><img src="https://cdn.arstechnica.net/wp-content/uploads/2023/02/kevin1.jpg" alt="Screenshot by Kevin Liu"></p>

<h2 id="die-überlistete-intelligenz" id="die-überlistete-intelligenz">Die überlistete Intelligenz</h2>

<p>Die grösste Schwachstelle eines Computersystems ist bekanntlich immer der Mensch, der es bedient. Aus diesem Grund ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Engineering_(Sicherheit)" rel="nofollow">Social Engineering</a> einer der erfolgreichsten Angriffsvektoren. Darunter versteht man die zwischenmenschliche Beeinflussung mit dem Ziel, bestimmte Verhaltensweisen bei den Zielpersonen hervorzurufen, sie also beispielsweise zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu bewegen. Liu u.a. machen im Grunde dasselbe, sie beeinflussen KI durch ihre Interaktionen so, dass sie nicht beabsichtigte Informationen preisgibt. Denn es macht keinen grossen Unterschied, ob Angreifer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hackerangriff_auf_private_Fotos_von_Prominenten_2014" rel="nofollow">durch Social Engineering Zugriff auf private iCloud-Daten</a> von Prominenten wie Ariana Grande erlangen oder eben Sydney durch Prompt Injection zum Plaudern bringen.</p>

<p>Hier stellt sich eine Frage:</p>

<p><em>Ist die Ähnlichkeit zwischen der Überlistung eines Menschen und der Überlistung eines Sprachmodells nur Zufall oder offenbart sie einen grundlegenden Aspekt der Logik und des Denkens, der für verschiedene Arten von Intelligenz gelten kann?</em></p>

<p>Ich bin gespannt.</p>

<hr>

<p><strong>Disclaimer</strong>
Teile dieses Texts entstanden mithilfe der beiden KI-Tools Deepl Übersetzer (Übersetzung einzelner Teile des Beitrags von Ars Technica) und Deepl Write (Korrektorat und Lektorat). Das Titelbild wurde mit freeimagegenerator.com mit dem Prompt „a human whispering into a robots ear manga style“ erstellt.</p>

<p><strong>Bildquellen</strong>
1. Michael Gisiger, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" rel="nofollow">CC BY-NC-SA 4.0</a>, via <a href="https://pixelfed.social/gisiger" rel="nofollow">PixelFed</a>
2. Screenshot von <a href="https://twitter.com/kliu128/status/1623472922374574080" rel="nofollow">Kevin Liu</a>, via <a href="https://arstechnica.com/information-technology/2023/02/ai-powered-bing-chat-spills-its-secrets-via-prompt-injection-attack/" rel="nofollow">Ars Technica</a></p>

<p><strong>Topic</strong>
<a href="/gisiger/tag:Kommerz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">Kommerz</span></a></p>
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      <guid>https://paper.wf/gisiger/chatgpt-eine-freundliche-beeinflussbare-intelligenz-wie-du-und-ich</guid>
      <pubDate>Mon, 13 Feb 2023 15:35:49 +0000</pubDate>
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