Alle gutherzigen Wesen gehen voll aufmerksamer Neugierde aufeinander zu. In ihre sich Füßchen vor Füßchen voranwagende Annäherung mischt sich zuerst nur ganz zaghaft eine erwachende, wachsende Begeisterung über die Wahrnehmung eines des andern. Ihr Unternehmungsgeist ‚beginnt zu blinzeln‘, sie kräuseln ihre Nasen und prusten versuchsweise ein wenig durch sie. Die Augen weiten sich – Münder öffnen sich zum Lächeln - - zum noch erst zaudernd hervorquietschenden Jauchzen – – … erste Hüpfbewegungen machen sich vernehmlich: das Schlagen der Herzen will die Verhaltenheit der Äußerungen schon überspringen. Schließlich laufen sie aufeinander zu: stoppen kaum eine Naslang voreinander – tun 1 weiteren Satz nach vorn: stupsen einander mit ihren Näschen sanft an … erneut … und noch einmal - - ein Quieken erfüllt die Luft!, ihre klingelnden Ohren rauschen von der Fülle des Glücks, ein Springen und Singen erfaßt sie, ohne daß eins noch des andern Stimme als einzelne heraushörte, sie tollen durcheinander, übereinander, lachen aus vollem Herzen, indem sie einander umstoßen, zusammen ausgleiten, Rücken an Rücken oder Bauch an Bauch über den Boden schlittern … Quer und schräg über- und untereinander liegen sie glucksend, grünzelnd, willkürliche Töne ausstoßend, teils haltend, teils höher, teils tiefer führend, hier schwingend, dort Einfachstes zu einer möglichen einstigen Lei verbindend, andernteils abbrechend, neu anhebend, Schrittmaße auslotend – Sprudelndes, Drängendes, sich Überstürzendes: Polterndes, Stolperndes in aller Lauschraum hineinlegend wie eine weitere Schicht zarten Gewebes, ihnen allen zu schmeicheln, sie zu stützen, zu wärmen, zu liebkosen und zu berühren … Sie beginnen einander zu erzählen: anfangs ohne einander zu verstehen, doch sie sind ‚sie‘: von ihnen her ein „Wir“, kein ‚es nebst ihm nebst ihm und ihm …‘, also ver-setzen sie sich ineinander, fühlen die Schwingung, die Stimmung, das Gemüt und die Empfindungen ein jedes mit allen andern, dadurch erleben selbst wieder, wie es das tut, das berichtet, was es berichtet, und versinken insoviel in eins des andern Vergangenheiten, Erinnerungen, Eindrücken, Wehmut, Sehnsüchten und Hoffnung.