Andriǎs

Єine Uͤbeꝛ⸗Veꝛnunft wir∂ bal∂ uns mel∂en, wie ſie Єiɡenſucht, Wi∂eꝛſin̄ vn∂ Unfuɡ aufɡeſpuͤꝛt, einɡeheɡt, ausɡehebelt, aufɡeloͤſt vn∂ ∂eren Beſtan∂teile, Antriebe vn∂ Beteiliɡte Gutem ʒuɡefuͤhꝛt haben wir∂.

Das Wichtigſte iſt, aus einem umfaſſen∂en Behexungsʒuſtan∂ herausʒugelangen.

Wen̄ ein Napf Schoko-Pu∂∂inɡ ſo anɡeloͤffelt iſt, ∂aſs ∂as Veꝛbleiben∂e ɡera∂e eben eine beſon∂eꝛs ſchoͤne Wellen‚lan∂ſchaft‘ ʒu bil∂en ɡekom̅en iſt, ſtelle ich ihn wie∂eꝛ in ∂en Kuͤhlſchrank – ſoɡaꝛ von einem Telleꝛ wie∂eꝛ ʒuɡe∂eckt.

Waꝛum haben ∂ie heutigen Herren ſo ſchlechte Voͤlkeꝛ – ∂ie nichts mehꝛ heꝛvoꝛbringen?! Teilen ∂och mehꝛ ‚Haben‘ aus als fruͤhere Fuͤꝛſten … — (Aw.:) Sie ſin∂ mit ∂en falſchen Schutȥgeiſteꝛn im Bun∂e.

Der Weltweise, der Künder, muß anziehend erscheinen, gewinnend, Liebens wert, überzeugend auch; sein Wort muß verständlich, schön und weitersagbar sein; des Sinn neu, heilend, voll Kraft, einprägsam, unvergeßlich – díe Antwort unendlichen Fragens; seine Wirkung Alles umschöpfend, schlichtend, berichtigend, läuternd, ereigentlichend, erschütternd, entbindend, aufwühlend und beruhigend, umstürzend und befriedigend, erfüllend und weiterweisend, erhebend, ebenbürtig machend, vervollständigend in Überunendlichkeit einmaliger Selbstbestimmter.

Alle gutherzigen Wesen gehen voll aufmerksamer Neugierde aufeinander zu. In ihre sich Füßchen vor Füßchen voranwagende Annäherung mischt sich zuerst nur ganz zaghaft eine erwachende, wachsende Begeisterung über die Wahrnehmung eines des andern. Ihr Unternehmungsgeist ‚beginnt zu blinzeln‘, sie kräuseln ihre Nasen und prusten versuchsweise ein wenig durch sie. Die Augen weiten sich – Münder öffnen sich zum Lächeln - - zum noch erst zaudernd hervorquietschenden Jauchzen – – … erste Hüpfbewegungen machen sich vernehmlich: das Schlagen der Herzen will die Verhaltenheit der Äußerungen schon überspringen. Schließlich laufen sie aufeinander zu: stoppen kaum eine Naslang voreinander – tun 1 weiteren Satz nach vorn: stupsen einander mit ihren Näschen sanft an … erneut … und noch einmal - - ein Quieken erfüllt die Luft!, ihre klingelnden Ohren rauschen von der Fülle des Glücks, ein Springen und Singen erfaßt sie, ohne daß eins noch des andern Stimme als einzelne heraushörte, sie tollen durcheinander, übereinander, lachen aus vollem Herzen, indem sie einander umstoßen, zusammen ausgleiten, Rücken an Rücken oder Bauch an Bauch über den Boden schlittern … Quer und schräg über- und untereinander liegen sie glucksend, grünzelnd, willkürliche Töne ausstoßend, teils haltend, teils höher, teils tiefer führend, hier schwingend, dort Einfachstes zu einer möglichen einstigen Lei verbindend, andernteils abbrechend, neu anhebend, Schrittmaße auslotend – Sprudelndes, Drängendes, sich Überstürzendes: Polterndes, Stolperndes in aller Lauschraum hineinlegend wie eine weitere Schicht zarten Gewebes, ihnen allen zu schmeicheln, sie zu stützen, zu wärmen, zu liebkosen und zu berühren … Sie beginnen einander zu erzählen: anfangs ohne einander zu verstehen, doch sie sind ‚sie‘: von ihnen her ein „Wir“, kein ‚es nebst ihm nebst ihm und ihm …‘, also ver-setzen sie sich ineinander, fühlen die Schwingung, die Stimmung, das Gemüt und die Empfindungen ein jedes mit allen andern, dadurch erleben selbst wieder, wie es das tut, das berichtet, was es berichtet, und versinken insoviel in eins des andern Vergangenheiten, Erinnerungen, Eindrücken, Wehmut, Sehnsüchten und Hoffnung.

Nichts Aͤuſȝeres iſt eines jeglichen Jch Mitte; ſelbſt es ſelbſt, wie es ſich ſelbſt betrachtet, iſt ſich Mitte als Betrachter nur, nie als Betrachteter.

Nur mit dir bin ich mir „ich“.

Nur ein Du im Ich, das nicht ich bin, sondern Ich ist – du bist!, dem ich Du bin, lehrt mich Du sein mir: mich selbst erkennen.

Mir kommt nur vor, was mir erſcheint

Alles, auf das ich mich beziehen kann, erſcheint in meinem Bewußtſeinsſtrom – auch jedwedes andere Bewußtſein, das nicht ich iſt. Das Ich-Sein eines anderen kann ich nicht unmittelbar so wie das meinige erleben: ſonſt wäre ich jener andere. Dennoch iſt er Ich wie ich