Wortpressers Notizblock

Schnell aufschreiben. Oder vergessen.

el batiscafo | der Batiskaph

Ach so? Die Übersetzung hilft auch nicht weiter? – Ein Batiskaph ist ein Tiefseetauchboot, mit dem bis zu 10.000 Meter unter der Normalnullinie erreicht werden können. Ich habe das Wort in einem Artikel der heutigen Ausgabe der LA VANGUARDIA entdeckt, einem Bericht über Loch Ness, wo sich derzeit Wissenschaftler in einem Batiskaphen auf Nessies Spuren geheftet haben.

Mit einem Batiskaphen? Die größte Tiefe von Loch Ness beträgt 230 Meter. Der Weltrekord der Gerätetaucher beträgt seit 2014 332,35 Meter. Normale U-Boote erreichen problemlos Wassertiefen von 500 Metern.

#EsDe #Spanisch #Sprachen


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la oenegé | die Nichtregierungsorganisation la ONG | die NGO

Einige romanische Sprachen, so auch das Spanische, folgen bei international bekannten Abkürzungen nicht der üblichen angelsächsischen Reihenfolge der Buchstaben. Zum Beispiel:

  • ONG (organisación no gubernamental) | ONG
  • ONU (Organisación de las Naciones Unidas) | UNO
  • OTAN (Organización del Tratado Atlántico Norte) | NATO
  • OMS (Organización Mundial de la Salud) | WHO
  • EE.UU. (Estados Unidos) | USA

Absolut irre ist aber dann die Umschreibung einer Abkürzung in eine gesprochene Langform: oenegé (gefunden auf der Titelseite der heutigen Ausgabe der LA VANGUARDIA)

#EsDe #Spanisch #Sprachen


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Damals im internetten Eozän, als ich meine ersten Schritte im WWW tat, war auf meinem PC der #NetscapeNavigator installiert. Ein paar Jahre später kamen dann #Opera und der legendäre #InternetExplorer von Microsoft. (“Legendär” vor allem deshalb, weil er unter Auskennern als der schlechteste aller Browser galt, der als unsicher galt und in der Darstellung stets ein Extrawürstchen briet. Im #IE sah nichts so aus wie in den anderen Browsern. Davon können Webdesigner auch heute noch ein Lied singen: Im CSS-Code von responsiven Webseiten muss noch heute eine Extraweiche für den #IE vorgesehen werden.)

Seit 2005 habe ich nun fast schon zwei Jahrzehnte auf den Open-Source-Browser #Firefox gesetzt, auch dann noch als der #GoogleChrome zum Maß aller Dinge aufstieg. Den IE-Nachfolger #Edge hasse ich geradezu. Wie er sich stets in den Vordergrund zu drängeln versucht, nach jedem zweiten oder dritten Windows-Update, mit ständigen Fragen, ob man nicht vielleicht doch …

Allerdings frage ich mich, ob für den #Firefox nicht inzwischen auch das letzte Stündchen geschlagen hat. Wenn ich eigene Webseiten gestalte, sehe ich sie mir natürlich auf all diesen Browsern und auf unterschiedlicher Hardware an. Und was soll ich sagen? Selbst relativ exotischen CSS-Code – z. B. mit der filter-Eigenschaft, hue-rotate, brightness und saturate – stellen alle Browser inzwischen gleich dar. Alle bis auf den #Firefox. Der scheitert mittlerweile sowohl in der Windows- als auch in der Android-Version.

Es beginnt, mich mehr und mehr zu nerven, und ich überlege, ob und wann ich wohl den Aufwand in Kauf nehmen und mit all meinen Lesezeichen, Browserhistory und Synchronisierung zwischen Desktop- und Smartphone-Versionen umziehen werde. Dann wahrscheinlich zu #Opera.

#NerdRaunen


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Ich war ein paar Wochen im Urlaub: in Georgien, einem Land an der Grenze zwischen Europa und Asien. Georgien liegt am Ostufer des Schwarzen Meeres. Zwischen der ukrainischen Krim und Batumi, dem größten (und einzigen) Badeort Georgiens, liegen gerade einmal 570 Kilometer Luftlinie. Vor einigen Tagen soll in Küstennähe vor Batumi eine russische Seemine in die Luft gegangen sein. Baden im Schwarzmeer vor Georgien ist ungesund, heißt es. (Und zwar nicht nur wegen der Einleitung von Abwässern!)

Georgien ist ungefähr so groß wie Bayern oder Irland und liegt zwischen dem Großen Kaukasus im Norden, mit einigen Fünftausendern, sowie dem Kleinen Kaukasus im Süden. Nördlicher Nachbar ist Russland, im Süden hat Georgien drei Nachbarn: die Türkei, Armenien und Aserbaidschan.

Außer der Anliegerschaft am Schwarzen Meer gibt es eine weitere, nicht so erfreuliche Parallele zur Ukraine: Im Jahr 1992 erklärte die georgische Provinz Abchasien ihre Unabhängigkeit, seit 1994 ist Abchasien von russischen Truppen besetzt. Bereits 1989 hatte sich die Provinz Südossetien unabhängig von Georgien erklärt. Seit 1992 ist Südossetien ebenfalls von russischen Soldaten besetzt. Nach Putins Machtübernahme verteilte Russland seit 2002 russische Pässe an die Einwohner der besetzten georgischen Gebiete. 2008 kam es zur militärischen Konfrontation zwischen Russland und Georgien. Nur durch massive diplomatische Interventionen von NATO-Staaten konnte verhindert werden, dass Putin weitere georgische Gebiete besetzen ließ, unter anderem auch die nur mehr 40 Kilometer entfernte Hauptstadt Tbilisi. Der damalige US-Präsident George W. Bush soll Putin angerufen haben: “Keinen Schritt weiter!”

Die Unabhängigkeit Abchasiens und Ossetiens wird außer von Russland weltweit nur von einigen wenigen Staaten anerkannt.

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Enguri-Staumauer

Es gibt übrigens ein Wasserkraftwerk, das Georgien und das abtrünnige Abchasien seit der Trennung im gemeinsamen Grenzgebiet in Swanetien gemeinsam betreiben. (Merke: Geld stinkt nicht!) Die Enguri-Staumauer ist die höchste Bogenstaumauer der Erde und liefert 40 % der georgischen Stromproduktion, obwohl das Bauwerk in schlechtem Zustand ist und weniger als die Hälfte der möglichen Kapazität abgibt. (Quelle)

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Georgier und Russen verbindet eine für Westeuropäer schwer verständliche Hassliebe. Zum einen ist da die gemeinsame Vergangenheit in der Sowjetunion. Und Hand aufs Herz: Wer weiß schon, dass Josef Stalin eigentlich Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili hieß und aus dem georgischen Gori stammte, wo noch heute seine Büste und ein Stalinmuseum stehen? Außerdem kommen die meisten Touristen aus Russland nach Georgien und bringen demnach auch das meiste Geld mit. Das merkt man auch als Ausländer überall, nicht nur in den Großstädten. Auf den Straßen und an allen touristisch interessanten Orten des Landes hört man neben dem Georgischen sehr dominant die russische Sprache. (Auf unserer Reise sind mir in Tourismuszentren außerdem eine ganze Menge arabische und einige israelische Besucher aufgefallen. Westeuropäer sind hingegen deutlich in der Minderzahl.) ((Wer als Deutscher nach Georgien reist, braucht übrigens seine Herkunft nicht verschämt zu verschweigen. Georgier mögen die Deutschen! – “Where do you come from?” – “გერმანია | Germania.”))

Tatsächlich aber haben die Russen in Georgien nicht allzu viel zu lachen. Auf einer Stadtrundfahrt durch Tbilisi ließ die Fremdenführerin russische Teilnehmer unbeachtet links liegen und wandte sich direkt und nur auf Englisch an uns Westeuropäer. Natürlich sprechen fast alle Georgier auch Russisch. Aber viele vermeiden es, wo sie nur können.

In der Subkultur wird Russland als Feind wahrgenommen. Überall im Land findet man Graffitos, die das unmissverständlich klar machen. Vom einfachen aufgesprühten “FUCK RUZZIA” bis zur allgegenwärtigen Solidaritätserklärung mit der Ukraine.

An so manchem Geschäft, zumindest in Tbilisi, finden sich deutliche Hinweise an russische Gäste: Slava Ukraini! | Ruhm und Ehre der Ukraine!

Unterstützer von Putins Regime sind in diesem Laden nicht willkommen.

Es gibt sogar Restaurants, die russische Gäste nur bedienen, wenn diese zuvor eine Erklärung unterschrieben haben, dass sie die russische Expansionspolitik ablehnen. Und so mancher Fahrer eines der allgegenwärtigen Automobile mit russischen Kennzeichen schützt seinen Wagen vor Vandalismus mit zusätzlichen Aufklebern der ukrainischen und georgischen Flaggen.

Russisches Kfz mit ukrainischer und georgischer Flagge

Überhaupt findet sich die ukrainische Flagge an allen Ecken und Enden: Kraftfahrzeuge zeigen Aufkleber, Bedienungen in Restaurants und Läden tragen demonstrativ Buttons an der Kleidung, der eine oder die andere haben sich blau-gelbe Striche ins Gesicht geschminkt, von Balkonen und aus Fenstern hängen blau-gelbe Flaggen.

Ukrainische Flagge in Tbilisi

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Als Besucher Georgiens beschleicht einen manchmal ein beklemmendes Gefühl. Seine militärische Annexionspolitik gegenüber der Ukraine hatte Putin bereits an Georgien ausprobiert. Was wohl passieren mag, wenn der russische Diktator in der Ukraine scheitert und sich ein Ersatzopfer suchen muss, um nicht mit Schimpf und Schande davongejagt zu werden?

#Privates #Reisen #Politik

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© Die Rechte an allen Fotos dieses Eintrags liegen bei mir, sie dürfen jedoch für nicht-kom­mer­ziel­le Zwecke verwendet werden. Über Quellenhinweise würde ich mich freuen.


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Gläznbene | seltsamer Mensch, mit dem man nichts Rechtes anzufangen weiß

(Nicht zu verwechseln mit dem Kletzenbrot | bayrischem oder österreichischen Früchtebrot, ursprünglich auf Basis von getrockneten Birnen | Kletzen.)

#ByDe #Sprachen


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la maratón | der Marathon el maratoniano | der Marathonläufer la maratoniana | die Marathonläuferin la sesión maratoniana | die Marathonsitzung

#EsDe #Spanisch #Sprachen


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Ein PDF-Generator von Lena Weber, der Bilder nach Farben analysiert und neu arrangiert:

http://www.aspektedesrasters.de/

#Kunst #LinksUndRechts #NoMobile


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Die Frau mit dem Arm, Buchcover

Herr Lehmann Sven Regener, Chef-Element of Crime, hat es wieder getan. Er schreibt über Andreas Dorau und dessen Freund, den Fred vom Jupiter (1981). Der Roman mit dem bizarren Titel (Frau mit Arm?) geht heute in den Verkauf.

#Literatur #Musik #ElementOfCrime


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Wäre JPEG XL das bessere WEBP? Golem erklärt das Bildformat, und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.

https://www.golem.de/news/jpeg-xl-die-browserhersteller-sagen-nein-zum-bildformat-2302-171653.html

#NerdRaunen #LinksUndRechts


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Nanas & more in der Schirn, Frankfurt, 3. Februar bis 21. Mai 2023

https://www.schirn.de/magazin/kontext/2023/niki_de_saint_phalle/die_vielen_facetten_der_niki_de_saint_phalle/

Digitorial: http://schirn.de/digitorial/niki/

#Kunst #Museum #NikiDeSaintPhalle


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