KubikPixel ✍️

I'm a ☕ loving Web & App developer with 3D experience and a FLOSS Geek with a Punk attitude.

Da der vorgängige Beitrag so vielen gefallen hat und Anklang fand, dachte ich mir ich schreibe einen Nachfolger dazu, damit ihr noch mehr Videos konsumieren könnt. Doch bevor du diesen Artikel weiter liest, lese doch bitte zuerst den Artikel »Mein YouTube Terminal Workflow« durch, da dieser Beitrag auf den vorhin erwähnten aufbaut.

YouTube Playlists

YouTube Playlist

Im vorherigen Artikel haben wir gelernt wie wir mittels Newsboat YouTube Channels abonnieren. Doch man kann auch Playlists abonnieren und das ist z.B. nützlich wenn man einen Kurs oder Serie von Videos ansehen möchte aber nicht den ganzen Kanal abonnieren. Füge in der Datei ~/.newsboat/youtube folgende Zeile ein:

https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?playlist_id=<playlist-id> <kategorie-tag>

Auch hier ersetzten wir <playlist-id> mit der wirklichen ID der Playlist, das geht so: Du wählst die von dir gewünschte Playlist in YouTube an und entnimmst der URL deren ID, die ist wiederum das Segment nach dem letztem / und eine Zahlen-, Zeichen- und Buchstabenfolge. So wie wir es auch mit den Channels-Abos getan hatten. Zu den Kategorien und Tags in Newsboat komme ich noch weiter unten in diesem Artikel zu sprechen.

Mediatheken

MediaThekViewWeb

Wir können auch Mediatheken anzapfen sofern diese einen Feed anbieten. Gebündelt und übersichtlich erzeugt für uns MediathekViewWeb für alle Rechtlich-Öffentlichen Sendern aus dem Deutschsprachigen Raum. Auch lässt sich über diesen Service auch nach Stichworten sortieren, dies erfolgt Analog zu den YouTube Abonnenten:

https://mediathekviewweb.de/feed?query=<suchbegriff> <kategorie-tag>

Auch hier ersetzten wir den Ausdruck in den spitzen Klammern <suchbegriff> durch den Begriff den wir wirklich suchen, z.B. Doku beachte aber, dass du Sonderzeichen und Leerzeichen in URL Encoding angeben musst. Das Leerzeichen z.B. als %20 u.s.w. Was du da als Suchbegriff eingibst wird im Newsboat auch als Feed-Titel angezeigt. Du kannst auch spezialfisch nach Sendungen suchen wie z.B. Tagesschau. Spezifischer kannst du per !ARD%20Tagesschau suchen und dir Sendungen nur von einzelnen Sendern anzeigen lassen, z.B.:

https://mediathekviewweb.de/feed?query=!ARD%20Tagesschau News

Genauere Suche im Detail findest du auf GitHub der Seite von dem MediathekViewWeb Projekt. Die Mediatheken von Privatsendern sind da schwieriger bis fast nicht über Feeds zu erreichen. Da suche ich noch einen einfachen Weg, doch vielleicht lasse ich es auch. Das Programm der Privatsender interessiert mich schlich und einfach wenig bis gar nicht.

Agrartoren

Es gibt im Netz einige Seiten mit sogenannten Kuratierten Best-Off Listen für Mediatheken so wie Streaming-Dienste. Diese bieten meistens versteckt einen Feed an, doch dieser lässt sich nicht als direkt Link zum Streamen auf der Konsole verwenden. Zu mindestens habe ich dies bis jetzt noch nicht herausgefunden wie dies mit wenig Aufwand geht. Dies ist meiner Meinung nach auch nicht so schlimm, da wir mit der bisherigen Methoden eigentlich diese schon abdecken und wir auch so unsere eigene kurierte Listen zusammenstellen.

PeerTube

PeerTube

PeerTube ist da sehr dankbar und jeder Kanal so wie User lasen sich direkt über den Sharebutton vom Kanal oder Profil, rechts oben, als Feed abonnieren. Diesen URL kopierst du dann einfach wieder in die ~/.newsboat/youtube Datei und kannst diesen Feed wie die anderen zusätzlich mit Tags versehen. Zu denen kommen wir gleich. Interessante Videos, Creater & Feeds findest du am leichtesten über die Website der Sepia Search Suchmaschine, diese sucht über die PeerTube Instanzen hinweg und du musst dich darüber keinen Kopf machen.

Kategorien & Tags

Das was wir in diesem Abschnitt besprechen gilt allgemein für Newsboat. Wie schon erwähnt setzten wir hinter jedem Feed URL noch eins oder mehrere Stichworte passend zum Kanal, sogenannte Tags. Du kannst gezielt nach ihnen suchen indem du in Newsboat die t Taste drückst, dir wird dann eine Aufzählung aller Tags und deren Anzahl von Feeds angezeigt. Wie schon gewohnt wählst du mit den Pfeiltasten, Enter und o dann dein gewünschtes Video aus. Das hilft einem beim Sortieren & Finden der Videos (Feeds) und man behält den Überblick.

IPTV

Ich schaue so gut wie kein TV mehr außer vielleicht News aber diese auch meistens über Stream, doch man kann auch in der Konsole auch IPTV live ansehen. Da mpv ebenfalls m3u Playlist tauglich ist lässt sich darüber dies ohne Aufwand realisieren. Das finden der Sender ist nicht immer so leicht und nicht jeder Sender bietet einem einen freien IPTV Stream an.

Listen finden & nutzen

Auf GitHub gibt es einige mal besser und mal schlechtere kurierte Listen von IPTV Stationen. Eine gute internationale Liste, die ihre Playlists in Länder, Sprachen oder Kategorie unterteilt und diese fort zu aktuell halten ist iptv-org. Die Auswahl ist sehr groß aber meiner Meinung nach sinnvoll gebündelt und dadurch die Gewünschte Kategorien auffindbar (auf Expand klicken). Ich habe dies als Alias tv in meinem .bashrc respektive .zshrc eingebunden.

alias tv="mpv --fs https://iptv-org.github.io/iptv/languages/deu.m3u"

Wenn wir nach dem neustart vom Terminal nun tv eingeben startet mpv im Vollbildmodus und spielt die Playlist der deutschsprachigen IPTV Sendern ab, das Initialisiere kann ein wenig Zeit benötigen. Unten links kann man anhand der Pfeile durch die Playlist durch skipen.

termv

termv

Das Shell Tool termv vereint das ansehen von IPTV über mpv mit der fzf Suche. Die Liste von termv ist international und dementsprechend lang. Suchen tut man über das eingeben vom Namen des gewünschten Senders, manche gehen & manche nicht.

Schlusswort

Es lohnt sich sicherlich die Konfigurationen der einzelne Tools auf seine Bedürfnisse anzupassen, doch das ist jeweils wieder eine eigene Welt. Ich hoffe das Fenster zur Welt der Videos über das Terminal weiter für euch geöffnet zu haben. Wie schaut ihr eure Videos an und möchtet ihr mehr solche ausführliche Anleitungen und auch mit dem Fokus Konsole & Terminal? Lasst es mich wissen und schreibt es mir doch auf Mastadon.

Hach Mastodon, wie sehr ich dich mag aber je größer du wirst um so mehr Idiotinnen ziehst du an. Das ist überall so, je mehr Menschen um so mehr Idiotinnen tummeln sich darunter.

Shitstorm

Letzthin machte ich einer Person darauf aufmerksam, dass das verwenden vom Diminutiv keinesfalls Geschlechter neutral ist, da das Diminutiv meistens sächlich verwendet wird und dies bewusst um meist weibliche und jüngere Mitmenschen klein zu reden. Das ist eine Sprachtaktik um jemand absichtlich unten zu halten. Das hatte ich auch so erklärt und auch dargelegt. Deswegen ist die meiner Meinung nach keinesfalls Emanzipatorisch und grenzt eher schon an Kindergarten wo mensch sich die Welt schön redet möchte.

Auf die Antwort musste ich nicht lange warten, da die Person wohl ihr benehmen aus dem Vogelkäfig (Twitter) mit rüber nahm. Da wurde ich rüde angegangen, dass ich den Dialekt der Person nicht verstehen würde und dies deswegen respektlos sei. Echt jetzt, Dialekt nicht verstehen ist respektlos?! Es wäre wohl respektvoller in der Öffentlichkeit, wie eben Mastodon, den Dialekt hinten anzustellen, damit alle es verstehen. Es ist Arrogant, bewusst oder auch nicht, Sprachbariren aufzubauen und dann darauf zu beharren. Das ist eine Bildungsbürgerliche Arroganz wie das verwenden von Diminutiven.

Das erinnert mich an die Millennials, die mir erklären wollen, dass rein durch den Veganismus die Welt gerettet würde. Schön wäre es, doch leider ist dies alles nicht so einfach und nicht Schwarz oder Weiß. Du darfst auch nicht wütend werden nur weil jemensch nicht gerade eben dein Weltbild 101% teilt. Das ist eine sehr seltsame Art der Identitätsfindung, Inklusion fordern aber gleichzeitig alles ausschließen was mensch nicht innerhalb von zwei Sätzen kapiert. Mir wurde es zu blöde einen Fame- oder Flamewar weiter zu befeuern, ich habe besseres zu tun und Energien kreativer so wie produktiver zu nutzen, z.B. einen Blogartikel wie dieser um solche Diskussionen zu Versachlichen und nicht in einer kindischen Streiterei auf einen Kurznachrichtendienst, zur Belustigung anderer verkommen lassen. Shitstorms zeugen nicht gerade von geistiger Größe, sondern eher von einer Bürgerlichen vom Boulevard getriebenen Empörungskultur.

Zurück zum Diminutiv: Darauf später wurde mir erklärt, dass dieser Dialekt eben aus dem Deutschsprachigen »Queer-Anarchisti« Zusammenhängen käme und auch so gesprochen werde. Das mag stimmen aber wirf mir dabei nicht Arroganz vor! Wie gesagt ein Dialekt ist eine Regionale Sprachprägung mit eigenen Worten, was diese Person meinte ist ein Soziolekt. Aber auch da, zu erwarten, dass die breite Öffentlichkeit versteht ist sehr arrogant. Da wird ungefragt von was ausgegangen und dann noch als Vorwurf anderen unterstellt, die sich eben nicht in diesem Umfeld bewegen. Das ist absoluter rechthaberischer Kindergarten, den ich eigentlich nur von abgeschotteten Glaubensgemeinschaften kenne.

Merkt ihr eigentlich noch was oder ist eures soziales Umfeld nur eine riesige oder kleine Blase, so wohl on- und offline? Kommt mal raus in die Welt, auch wenn diese Ungerecht ist und zeigt nicht auf andere Menschen mit dem Finger, wie ihr es eben den anderen Menschen vorwerft. Das noch kombiniert mit einem rechthaberischen Ton ist dann wirklich eklig. Dann seid ihr nicht besser als eure Schwurbel-Eltern die nicht mehr als ihren Namen tanzen können aber über die ganze Welt Bescheid wissen.

Bevor jetzt jemand kommt und mit dem Zeigefinger wieder welche Wortklaubereien macht, gewisse Worte beschreiben eben genau das was für was sie stehen.

P.S. In den tiefen des Internets schlummert ein Artikel, dass anscheinen der Dunning-Kruger-Effekt nicht existiere. Anderseits wie fest soll mensch dem Internet Glauben schenken?

Terminal Hack Meme

In diesem Artikel soll es darum gehen, wie ich YoutTube so Daten sparsam wie möglich konsumiere und dies noch in der Konsole. Warum YouTube und kein anderer Video Dienst? Nun ja, es werden immer noch sehr viel interessante Videos täglich auf dieser Plattform von Google veröffentlicht. PeerTube ist Großartig aber bietet bei weitem (noch) nicht den Content und die Vielfalt von YoutTube. Da werden die einen oder anderen LBRY und Odysse als Alternativen einwerfen doch die sind genau so mit Trackern durchsetzt wie der Platzhirsch selber. Des weiteren ist meiner Meinung nach deren Krypto-Ansatz so wie Geschäftsmodell (noch) für mich undurchsichtig.

Motivation

Soweit erst zu den Gründen nun zur meiner Motivation. Ich bin außerdem mit der Motivation an dieses Projekt herangegangen, dass ich meinen Medienkonsum auf der Konsole ausüben möchte und dem Tracking so wie dem Bombardement von Werbung ausweichen wollte. Und siehe da, ich war anscheinend nicht der Einzige mit dieser Idee und andere haben dafür schon nützliche Tools geschrieben. Warum also diese nicht verwenden und verketten um damit einen Workflow im Terminal abzubilden. Des weiteren sehe ich durch die minimale Einschränkungen die dieser konzentrierter Workflow ergibt auch weniger Ablenkung. Das heißt in meinem Fall, dass man sich nicht im Strudel verliert, der einem vorgesetzt wird. Auch ist dies z.B. für Recherchen nützlich, da man nicht im Rabbit-Hole vom Algorithmus gefangen wird/ist.

Tools

Damit wir möglichst komfortabel unsere Videos ansehen können benötigen wir ein paar Tools die unser Leben auf der Konsole erleichtern. Am besten installierst du diese über dein Repo von deiner Linux Distribution. Da dies je nach Distro unterschiedlich ist, gehe ich nicht weiter darauf ein. Ich gehe sogar so weit, dass ich dir das zutraue wie das geht wenn du diesen Artikel liest. Ansonsten frage einfach und dir wird bestimmt jemand freundliche Unterstützung bieten.

Das scheinen nun schon einige Tools zu sein aber dies entspricht der Unix Philosophie, für jede Aufgabe ein Tool das genau eine Aufgabe erledigt und verkette diese.

Umsetzung

Eines mal vorweg, wenn es dir bis dahin Kompliziert erscheint: Ich muss einwenden, dass richten wir einmal gemeinsam ein und ab dann kannst du es komfortabel nutzen und wenn nötig nur noch ergänzen. Mit anderen Worten, der Initialaufwand ist vielleicht etwas aufwändig aber auch nur ein mal und nachher nicht mehr.

Als erstes installieren wir die oben erwähnten Tools und wie du dies am besten machst ist auf deren Webseiten gut beschrieben. Wie gesagt am besten über das Repo von deiner Linux Distribution aber ich werde dies doch noch Schritt für Schritt durchgehen.

Media Player

mpv - Media Player

Als erstes installieren wir mpv, ein schlanker und für die Konsole optimierter Media-Player. Unter Ubuntu z.B. sieht dies in der Konsole dann so aus.

sudo apt-get install mpv -y

Auf Apple macOS mit Homebrew so:

brew install mpv

Jetzt ergänzen wir mpv um weitere Funktionen um den Komfor und den Zugriff auf YouTube zu ermöglichen. Wieder stelle ich nur die Ubuntu & macOS Variante vor aber in anderen Distros funktioniert dies simular und ich traue dir das zu.

sudo apt-get install youtube-dl

Apple macOS mit Homebrew:

brew install youtube-dl

Nun haben wir den youtoube-dl installiert und dieser ermöglicht uns YouTube Videos zu downloaden oder zu streamen. mpv unterstützt das Nutzen von youtube-dl und ist dadurch Streaming fähig. Anders als es der Name suggerieren mag, ist das Streaming von sehr unterschiedlichen Quellen möglich, auch unter anderem von den Mediatheken der Rechtlich-Öffentlichen. Machen wir doch gleich mal den Test und geben in der Konsole folgendes ein:

mpv https://www.ardmediathek.de/video/die-sendung-mit-der-maus/zeitreisen-mit-der-maus-xxl-die-10er-jahre/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTQ1MTEyMzNkLTY5YTItNDc0OC05ZWM0LTE0ODk5MzNkYjRjYg/

Du siehst, der Befehl ist sehr simpel: Erst den Befehl mpv für den Player und dann die URL zum Video (deren Länge ist dem Anbieter ARD geschuldet). Mit der taste f kannst du zum Vollbild (fullscreen) wechseln. Mit der Taste q (quit) beendest du mpv vorzeitig.

Werbung & Sponsoren

Wir können nun zwar YouTube und andere Videos streamen und durch das umgehen der Weboberfläche wird auch nicht die Werbung von YouTube vor, nach und während den Videos hineingeschoben, doch das geht noch besser. Viele Creater lassen sich mittlerweile Sponsern und diese Werbung kann auch unnötig nerven und unnötig Zeit in Anspruch nehmen, gut dass es dafür auch eine Lösung gibt und die heißt SponsorBlock. Das ist eigentlich eine Browsererweiterung, die es aber auch als mpv Plugin gibt. Die wollen wir nun installieren doch dazu müssen wir Python 3 sowie Git auf unserem System haben. Wenn du das noch nicht hast so installiere dies jetzt und komme dann wieder hierher zurück.

Das SponsorBlock Script müssen wir in das script Verzeichnis von unserem mpv Konfiguration einfügen. Auf meinem Manjaro Linux sieht dies folgendermaßen aus:

git clone https://github.com/po5/mpv_sponsorblock.git ~/.config/mpv/scripts/

Um dieses Script aktuell zu halten benötigen wir nur den Befehl git pull und die markierten Blöcke werden immer automatisch aktuell aus dem Internet gezogen.

Abos per RSS/Atom Feed

newsboat - RSS/Atom reader

Jetzt haben wir zwar keine nervende Werbung mehr aber immer noch keine Abos oder Suche im Terminal. Um ein Video mittels mpv ansehen zu können benötigen wir immer noch seine URL und diese wollen wir ja eben nicht auf YouTube suchen.

Gehen wir erst die Channel Abos an und werden die mittels Newsboat über den RSS Feed auflisten und anzeigen lassen. Dazu müssen wir Newsboat ein wenig umkonfigurieren doch das ist kein Hexenwerk. Auch diesmal zeige ich wie ich es auf meinem Manjaro Linus gelöst habe und auf deinem wird es sehr ähnlich sein und auch da installieren wir erst Newsboat über das Repository (Ubuntu z.B.):

sudo apt-get install newsboat

...und macOS:

brew install newsboat

Nun nehmen wir die Konfiguration in Angriff und erstellen erst einmal die Abos. Dazu erstellen wir erst mal ein neues File nachdem wir in das Verzeichnis wechseln cd ~/.newsboat und nennen es schlicht youtube. Nun öffnen wir es in einem beliebigen Texteditor wie nano, vim oder emacs. Wir fügen in diese neue lehre Datei folgendes ein:

https://www.youtube.com/feeds/videos.xml?channel_id=<channel-id> "<kategorie>" downloaded

Dies machen wir für jeden zu abonierenden Channel und ersetzten <channel-id> mit der ID (kryptische Zeichenfolge) und das findest du, wenn du auf YouTube auf die Kanalseite des gewünschten Kanals gehst und in der URL https://www.youtube.com/channel/UCPiI104i7lyG--fkr3LZTtA den letzten Abschnitt nach dem letzten / kopierst, in diesem Fall UCPiI104i7lyG--fkr3LZTtA. Das ist auch das einzige mal, dass du auf YouTube musst und nachher nicht mehr.

Die Kategorie kannst du frei wählen, wie es dir beliebt, hier können wir z.B. <kategorie> durch Kino ersetzen, wichtig ist dass es in doppelten Anführungszeichen steht und ist eigentlich nur für den Export nötig. Am Schluss der Zeile steht noch downloadet und markiert den Feed dazu bei Programmstart diesen zu aktualisieren.

Nun müssen wir nur noch die Konfiguration für die Videowiedergabe ändern und auch nur das werde ich hier beleuchten, Newsboat ist hoch konfigurierbar aber das ist nicht das Thema in diesem Artikel. Gut gehen wir es an und erstellen wieder eine lehre Textdatei im Verzeichnis ~/newsboat und diese nennen wir nun avconfig für Audio-Video-Konfiguration doch eigentlich kannst du einen beliebigen Namen außer config wählen, da dieser als Standard schon vorgegeben ist. Nun editieren wir diese neue Datei wie folgt:

auto-reload yes
browser     mpv

Wir haben den Browser auf den mpv Player gesetzt und das die Feeds sich selber wieder neu laden und wir so immer auf den neusten Stand sind.

Nun können wir Newsboat in der Konsole aufrufen mittels newsboat -u youtube -C avconfig oder wir schreiben gleich ein Alias im .bashrc oder .zshrc oder wo du es benötigst.

alias avnews="newsboat -u ~/.newsboat/youtube -C ~/.newsboat/avconfig"

Sobald du das Terminal neu startest kannst du mit dem Befehl avnews deine Abos durchsehen. Mit den Pfeiltasten navigierst du durch die Feeds und mit Enter siehst du sie dir an. Videos kannst du mit den Pfeiltasten auswählen und mit Enter deren Beschreibung ansehen und dann durch die Taste o öffnest du du mpv und spielst das Video ab. Mit q gehst du immer einen Schritt zurück bis du Newsboat verlässt.

Videos suchen & finden

ytfzf - find YouTube Videos

Bis jetzt sind wir relativ weit gekommen doch Videos auf YouTube suchen, ohne dass wir YouTube selber besuchen und so wieder getrackt werden (auch ohne Anmeldung) geht immer noch nicht. Doch auch dafür gibt es ein Lösung und das ist ytfzf. Wie soll es anders sein auch den müssen wir erst installieren, doch die wichtigsten Abhängigkeiten haben wir schon über die andern Pakete installiert, außer fzf, jq und Überzug. Installiere diese vorher und dann machen wir hier weiter. ytfzf ist vielleicht noch nicht in deinem Software Repo, deswegen nutzen wir hierzu Git.

git clone https://github.com/pystardust/ytfzf
cd ytfzf
sudo make install

Auf dem macOS übrigens ebenfalls wie oben mittels Git.

Nun kannst du direkt aus der Konsole heraus auf YouTube suchen und die Videos direkt über mpv ansehen, dazu genügt nur einen einfachen Befehl in der Konsole ytfzf -t best new video. Die Option -t weißt an die Thumbnails der Videos über Überzug anzuzeigen und alles dahinter ist der Suchbegriff. Klar kannst du ytfzf noch nach deinem Geschmack konfigurieren, lese dazu einfach mehr auf deren Website.

Tracking & IP

Somit hätten wir eigentlich meinen Workflow für YouTube Videos auf dem Terminal durch. Wahrscheinlich hast du noch die Frage was denn mit dem Tracking und dem Suchalgorithmus auf sich hat? Da kann ich so weit beruhigen, dass YouTube in dieser Form nur deine IP & Suchanfrage sieht, zusätzlich umgehen wir dadurch fast jede Werbung. Die IP kannst du z.B. über einen VPN oder dem Tor-Netzwerk verschleiern. Der Client wird beim ytfzf cURL angezeigt & genutzt. Die Suchanfragen sieht YouTube ganz klar, wie soll es da auch dein gewünschtes Video finden. Du fällst aber nicht in das Rabbit-Hole da die Suchanfrage nicht mit dem Verlauf in Verbindung gebracht wird. Du kommst nicht in einer Spirale der immer gleichen Thematik.

Tipps & Tricks

Ein paar Tricks sind sicherlich nicht schlecht um noch mehr aus dieser Konfiguration raus zu holen. Da wäre sicherlich einmal in jedem Programm die Konfiguration so anzupassen, dass diese deine eigenen Bedürfnisse entsprechen. Ich habe dies z.B. für mpv folgendermaßen gemacht.

Mein Bildschirm am Laptop hat eine Auflösung von 1920x1080 und Videos die größer sind machen in meinem Fall keinen Sinn. Also weise ich mpv an über youtube-dl keine Videos zu laden, die eine höhere Auflösung als 1080 Pixel in der Höhe haben, doch ich will die beste zur Verfügung gestellten Audio Qualität.

Auf meinem Manjaro Linux finde ich die Konfigurationsdatei für mpv unter ~/.config/mpv/mpv.conf und in der schreibe ich:

ytdl-format=bestvideo[height<=?1080]+bestaudio/best

So vermeide ich auch, dass mir zu große Videos downloade, die der Bildschirmgröße überhängen und ich außerdem zu viel Datentransfer verbrauch ohne wirklich die Daten zu benötigen.

Des weiteren kann man mit youtoube-dl auch Videos für den offline Betrieb runter laden, indem man einfach ytfzf -td deine suchbegriffe für video eingibt.

Über MediathekViewWeb kann man auch ohne Tracker nach Videos aus der Mediatheken der deutschsprachigen Rechtlich-Öffentlichen Sendeanstalten suchen und dann lokal über mpv streamen, teilweise umgeht dies sogar das Geofencing.

Alternativen

Jetzt wird sicher die eine oder andere einwerfen, das es einfachere Lösungen für mehr Datenschutz & Privatsphäre gibt doch ich wollte mit Absicht eine Lösung auf der Konsole. Ich Arbeite gerne auf der Konsole und empfinde das Zirkeln & Klicken eher mühsam. Wie schon oben erwähnt ist das einmalige Einrichten evt. etwas mühsamer aber danach läuft es ohne weiteres.

Ich Zähle diese mal kurz hier auf welche Alternativen es sonst noch gibt, damit ihr einen kleinen Überblick habt:

Schlusswort

Ich hoffe einigen von euch da was gezeigt zu haben oder habt ihr noch Verbesserungsvorschläge? Wie schaut ihr eure Videos an und möchtet ihr mehr solche ausführliche Anleitungen und auch mit dem Fokus Konsole & Terminal? Lasst es mich wissen und schreibt es mir in die Kommentare oder auf Mastadon.

[UPDATE]

Weiter Einstelllungen, YouTube Playlists, PeerTube so wie TV im Terminal findest du in diesem nachfolge Artikel: »Mediatheken und TV im Terminal«

This text was originally published in German on Feb. 9, 2021 and translated into English by CvG. The original links to the German articles have been kept.

I have mentioned and introduced federated services in previous articles (1, 2), but I did not go into the benefits of using them for their users.

Some of you may have heard the term Fedivers or federated services before, but what is meant by it? Here I will explain why there is a hype about it for a while now and what advantages it brings to the user. I will not go into technical details, because that is worth a separate article.

Image: “THINK Together” by waynewhuang is licensed with CC BY-NC 2.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Separate is worse

You are probably or have been on Facebook (FB), Twitter, YouTube (YT) or Instagram and on these services you can log in and post your photos, messages and status, comment and find and favorite and comment on your friends'. On some other services on the Internet you can log in with FB, Twitter or Google account but not subscribe, comment or favorite (like) across the different services.

This is annoying and you need an account for each service and a password and an app. Something like that should be easier and work with only one account, right? That's what a few programmers thought and have partly independently thought about it. And in fact there has been something like this for a long time, namely the classic email. I can send and receive emails, no matter which provider I use. You can send to emails from Yahoo, Microsoft, GMX or from your school, university or employer and answer received emails. This is possible because there is also an agreed protocol that everyone understands. Email is a standard way of sending and receiving messages over the Internet. Imagine if you could only send your emails within Gmail and had to sign up with another provider just because your girlfriend uses Yahoo, that's insane. Now imagine it in this way for FB, Twitter, Insta and YT!

Federated means together

Now imagine the scenario from the emails I mentioned earlier on social media. You post a YT video and someone gives a like on Twitter without having a YT account. You can also see the comments from FB as well as reply. In addition, you choose which YT server you want to join, because you find Google, for example, stupid and prefer to upload your videos on the server of a friend. Nevertheless, the users on the other servers can see, like and comment on your content.

This already exists and is called Fediverse and the term is a combination of Federation and Universe. This refers to a network of social media that are operated independently of each other, but which federate (work together) with each other. That is, they can see each other's published data, such as comments and likes. It doesn't matter technically which server with which service you use you can interact with your friends [1]. You have the absolute freedom to choose which type of service you want to use and on which server.

Trust

Let's assume you want to use a Fediverse service, but which ones are there and which servers (called instance) are operated by whom and why? Because as with everything you use on the Internet, the first currency is trust. That's why most instance operators have a Code of Conduct (CoC) and this describes which topics are undesirable and/or desirable on their instance and which rules of conduct are expected. This is already a very good indication of which server you would like to use. As said, because the instances are federated you can communicate with the other connected servers as if they were on the same instance. The only restriction is that if I want to publish something on another instance, I need a separate account on it.

Now we come to the agony of choice and I present you the most popular services based on their popular equivalents.

Personally, I like to use Mastodon [2] very often and find it very pleasant to use. As already mentioned, with Mastodon I can follow PeerTube, Friendica etc. accounts just as well. accounts, comment and like.

Conclusion

Which service or even services you want to use and which instances you choose you have to decide for yourself, I can not take that from you. With some services you can also move later relatively problem-free, because this function is built in. Personally, I am very satisfied in the Fediverse and this not only because of the selection but also because of the suitable selected environment. Just because of that the tone among each other is very respectful and not as poisoned as in the usual social media.

Then I wish you a lot of fun while diving into the federated net and maybe we will see each other there, you can find me under KubikPixel on Mastodon.


Footnotes

1: There are different protocols for this and they are not all compatible with each other, the most used one at the moment is the ActivityPub protocol.

2: How to get started with Mastodon is described in detail here. It is worth to read this text although it is very detailed. Also, Mastodon is considered one of the most mature social media platforms in the Fediverse.

Ich hatte in früheren Artikeln (1, 2) föderierte Dienste zwar schon erwähnt und vorgestellt doch bin ich nicht weiter darauf eingegangen was deren Nutzung für Vorteile für deren AnwenderInnen ergeben.

Einige von euch werden den Begriff Fedivers oder föderierte Dienste schon mal gehört haben, doch was ist damit gemeint? Warum momentan seit einem Weilchen ein Hype darum besteht und welche Vorteile dies als Nutzer bringt, werde ich hier erläutern. Auf technische Details werde ich absichtlich nicht eingehen, denn das ist ein eigener Artikel wert.

THINK Together

Bild: “THINK Together” by waynewhuang is licensed with CC BY-NC 2.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Getrennt geht schlechter

Du bist wahrscheinlich oder warst schon auf Facebook (FB), Twitter, YouTube (YT) oder Instagram und auf diesen Dienste kannst du dich anmelden und deine Fotos, Nachrichten und Status zu posten, Kommentieren und das deiner FreundInnen finden und favorisieren und kommentieren. Bei einigen anderen Diensten im Internet kannst du dich mit dem FB, Twitter oder Google Konto anmelden aber nicht über die unterschiedliche Dienste hinweg abonnieren, kommentieren oder favorisieren (liken).

Das stört und mensch braucht für jeden Dienst ein Konto und dafür ein Passwort und ein App. So was soll doch einfacher gehen und mit nur einem Konto? das haben sich auch ein paar Programmierer gedacht und haben teils unabhängig voneinander Gedanken darüber gemacht. Und tatsächlich gibt es da schon länger was in dieser Art, nämlich die klassische Email. Ich kann Emails senden und Empfangen, egal welchen Anbieter ich nutze. Du kannst auf Emails von Yahoo, Microsoft, GMX oder von deiner Schule, Uni oder Arbeitgeber senden und empfangene Emails beantworten. Das ist möglich, da man sich auch ein Protokoll geeinigt hat, das alle verstehen. Email ist ein Standard wie Nachrichten über das Internet versendet und empfangen werden. Stell vor deine Emails könntest du nur innerhalb von Gmail senden und müsstest einen anderen Anbieter anmelden nur weil deine Freundin Yahoo nutzt, das ist doch irrsinnig. Jetzt stell dir das in dieser Art für FB, Twitter, Insta und YT vor!

Föderiert heißt zusammen

Jetzt stell dir das Szenario von den Emails, das ich vorhin erwähnte, auf Social-Media vor. Du postest ein YT Video und jemand gibt einen Like über Twitter ohne ein YT Konto zu haben. Du kannst dabei auch die Kommentare von FB sehen so wie beantworten. Dazu kommt noch, du wählst aus welchen YT Server du beitreten möchtest, da du Google z.B. doof findest und lieber deine Videos auf dem Server von einem Freund hochlädst. Trotzdem können dich die Nutzerinnen auf den anderen Servern deine Inhalte sehen, liken so wie kommentieren.

Das gibt es bereits und nennt sich Fediverse und der Begriff ist ein Kofferwort aus Federation und Universe. Das bezeichnet ein Netzwerk von Sozialen-Medien die unabhängig voneinander betrieben werden, die aber untereinander föderieren (zusammen Arbeiten). Das heißt, sie können gegenseitig ihre veröffentlichten Daten sehen, so wie Kommentare und Likes. Es spielt technisch keine Rolle welchen Server mit welchen Dienst du nutzt du kannst mit deinen FreundInnen interagieren [1]. Du hast somit die absolute Freiheit welchen Typ von Dienst du nutzen möchtest und das noch auf welchem Server.

Vertrauen schenken

Gehen wir mal davon aus du möchtest nun ein Fediverse Dienst nutzen doch welche gibt es und welche Server (Instanz genannt) werden von wem betrieben und wieso? Denn wie bei allem was mensch im Internet nutzt muss als erste Währung sein Vertrauen entgegen gebracht (geschenkt) werden. Deswegen haben die meisten Instanz-BetreiberInnen auch einen Code of Conduct (CoC) aufgeführt und dieser beschreibt welche Themen auf ihrer Instanz un- und/oder erwünscht sind und welche Verhaltensregel erwartet werden. Das ist schon mal einen sehr guter Anhaltspunkt welchen Server mensch für sich nutzen möchte. Wie gesagt, da die Instanzen föderiert sind kannst du mit den anderen verbundenen Servern kommunizieren als wären sie auf der selben Instanz. Einziger Einschränkung ist, dass wenn ich was auf einer anderen Instanz veröffentlichen möchte, dafür darauf einen eigenen Account benötige.

Kommen wir nun zur Qual der Wahl und ich stelle euch die bekanntesten Dienste anhand ihrer populären Äquivalente vor.

Ich persönlich nutze Mastodon [2] sehr gerne und häufig und empfinde den Umgang darauf auch als sehr angenehm. Wie schon erwähnt kann ich mit Mastodon genau so PeerTube, Friendica etc. Accounts folgen, kommentieren und liken.

Fazit

Welchen Dienst oder gar Dienste du nutzen möchtest und welche Instanzen du wählst musst du für dich selber entscheiden, das kann ich dir nicht abnehmen. Bei einigen Diensten kannst du auch später rel. problemlos umziehen, da diese Funktion mit eingebaut ist. Ich persönlich bin im Fediverse sehr zufrieden und dies nicht nur wegen der Auswahl sondern auch wegen der zu einem passenden ausgesuchtem Umfeld. Gerade deswegen ist der Ton untereinander sehr respektvoll und nicht so vergiftet wie in den üblichen Social-Medias.

Dann wünsch ich dir viel Spaß beim abtauchen in das föderierte Netz und vielleicht sehen wir uns dort, mich findest du unter KubikPixel auf Mastodon.


Fußnoten

1: Es gibt unterschiedliche Protokolle dafür und die sind nicht alle zueinander Kompatibel, das momentan am meisten genutzte ist das ActivityPub Protokoll.

2: Wie du am besten die ersten Schritte in Mastodon machts wurde sehr ausführlich hier beschrieben. Es lohnt sich diesen Text zu lesen obwohl dieser sehr ausführlich ist. Außerdem gilt Mastodon als eines der ausgereiftesten Social-Media Plattformen im Fediverse.

Warum der »Data Privacy Day« so wie der »Change Your Password Day« humbug ist.

In diesem Artikel möchte ich erläutern warum die anscheinend gut gemeinten Pseudo-Feiertage für Datenschutz und Sicherheit bloß Humbug sind und keinen Mehrwert haben oder gar was verändern.

Data Privacy Day

Wie jedes Jahr seit 2007 wird am 28. Jan. der Europäische Datenschutztag ausgerufen und von vielen Tech.-Firmen inklusive den obligaten Gossen aus dem Sillicon Velley. Da wird dann groß beschworen, dass der Datenschutz der User einem besonders am Herzen liege und was da nicht alles getan würde. Doch genau die selben Firmen saugen jegliche Informationen die sie vom User erhalten können gern ab und speichern diese nicht nur sondern werten diese gezielt aus. Das wird wiederum gerne mit der Analyse vom Geschäftsmodell so wie dem Kunden eine besseres Produkt bieten zu können begründet. Doch dem ist gar nicht der Fall, denn diese ausgewerteten und aufbereiteten Daten kann man weiter monetär ausschlachten und sie dabei einer Zweit- oder gar Drittverwertung verwenden.

Nichts zu verbergen

Jetzt werden die obligaten, einige wenige Personen reflexartig einwenden, dass sie nichts zu verbergen hätten. Gut warum habe ich ihre PIN Codes zu ihre Bankkarten noch nicht um mir den Gehalt für diesen Artikel selber zu nehmen? Dann kommt meistens der Gegeneinwand, es seine ja nur Metadaten. Nun aus diesen lässt sich der Tages und Lebensablauf einer Person gut lesen und sogar voraussagen. Die USA haben anhand der Metadaten den anscheinend gut versteckten Osama Bin-Laden aufgespürt. Mit der Hilfe von der Künstlichen Intelligenz (KI) lassen sich sehr viel versprechende Modelle auf ganze Bevölkerungsgruppen schließen. Dadurch kann man diese wieder manipulieren da man von ihnen digitale Zwillinge hat, an denen man ihr verhalten simuliert.

Von diesen Datenmodellen und Voraussagen ist nicht bloß die Werbewirtschaft interessiert sondern auch die Politik und Behörden. Wie weit die dazu berechtigt sind ist fast noch nicht geregelt und welche evtl. falsche Schlüsse mit weitreichenden Folgen das haben kann wurde schon des öfteren in Sciencefiction beschrieben, nur das es im jetzt ist.

Es ist also scheinheilig von der Digitalwirtschaft den Datenschutz hoch leben zu lassen wenn man ihn selber ignoriert oder mit lösungsorientiertem Fingerpointing auf die Konkurrenz sich selber abfeiert.

Change Your Password Day

Ach in diesem Jahr am 1. Feb. wird aus allen Ecken hervor beschworen, dass man sein Passwort ändern solle. Doch was nützt das wirklich wenn man das Passwort zwar ändert aber in ein weitere Schwaches. Bestimmt hast du schon davon gehört, dass ein Passwort aus mindestens acht (8) Zeichen bestehen soll und davon noch Groß- so wie Kleinbuchstaben und Zahlen garniert mit Sonderzeichen. OK so weit die Theorie doch dann nutzt man das selbe Passwort für alles mögliche weil man sich nur das merken kann. Da muss nur einmal das Passwort geknackt werden und wenn man noch zum Email Zugang hat, hat man Zugang auf dein ganzes digitales Leben.

Passwörter können z.B. durch Bruteforce Attacken geknackt werden und dabei lässt man Maschinell durch mehrfaches ausprobieren ganze geleakte Listen von Diensten durchlaufen. Wie lange oder besser gesagt schnell das geht zeigt die folgende gezeigte Grafik. Es lässt sich generell sagen, je länger und komplexer ein Passwort um so schwieriger für den Angreifer.

Passwort Sicherheit anhand ihrer Länge & Komplexität

Passwort Manager

Sichere Passwörter sind aber noch kein Schutz vor Phishing oder Keylogger Attacken. Trotzdem sollte man ein einzigartiges und langes zufälliges Passwort für jeden Dienst und App haben. Das kann man am besten mit einem Passwort-Manager generieren, verwalten, abrufen und verschlüsselt speichern. Dazu merkt man sich nur noch das Sichere Passwort vom Manager. Es gibt unzählige auf dem Markt aber für Einsteiger empfehle ich Bitwarden da diese einfach zu Bedienen ist und den nötigen Schutz bietet. Das generierte Passwort muss zufällig sein und min. 32 Zeichen lang und ja auch Klein- & Großbuchstaben, Zahlen so wie Sonderzeichen, das für jeden Dienst einzeln und neu.

Doch auch da macht es sich die Industrie zu einfach und spielt mit einem solchen “Gedenktag” auch nur den Ball zurück an deren Kunden. Wenn ich einen Dienst anbiete sollte ich, nein muss ich mich selber dazu verpflichten, die Passwörter sicher und nicht im Klartext zu speichern. Auch werden Mechanismen zur Erkennung von unerlaubten Zugriffen zu wenig verwendet. Dies lässt sich einfach über die Seite Have I Been Powned mit der eigenen Email oder Passwort (wird unkenntlich gehasht übertragen und nicht gespeichert) überprüfen.

Fazit

Solche Feiertage sind nichts weiter als Digitale Folklore und tragen nicht zu Lösung bei. Es sind hauptsächlich eine riesige Werbeveranstaltung in der sich die Tech.-Konzerne sich im besten Licht präsentieren wollen. Egal ob die ein Apfel als Logo oder Fenster im Betriebssystem haben. Am Ende des Tages ist man für seine Passwörter selber verantwortlich und man kann deren Schutz mit einem Passwortmanager und einer Zwei Faktor-Authentifizierung (2FA) erhöhen.

Gebt auf eures digitales Ich, euren Schutz dafür und euch selber acht! Denn gut Gemeint ist meistens das Gegenteil von gut gemacht.

Telegram ist keine Alternative

Seit einiger Zeit ploppen immer mehr Chatgruppen auf und dies nicht mehr ausschließlich in WhatsApp. Diese Gruppen sind bekanntlich thematisch und umfassen einen mehr oder weniger klar regionalen so wie inhaltlichen umgrenzenden Inhalt. Da werden öfters Mitfahrgelegenheiten oder Veranstaltungen auf in Telegram Gruppen oder Kanäle geteilt. Dies mag auf den ersten Blick sinnvoll und informativ sein, ist es aber nicht, sondern nur Bequem für die Veranstalterin aber unübersichtlich für alle anderen. Dafür gibt es Datenschutz freundlichere so wie auch sichere Methoden um dies zu kommunizieren.

Chat ist kein Kalender

Erstens eine Chat-App, egal ob WhatsApp oder Telegram oder was auch immer, ist auch wenn dies in Gruppen (Kanälen) geschieht sehr ungünstig für Termin gebundene Mitteilungen. Sprich Veranstaltungen, Mitfahrgelegenheiten oder der gleichen verschwinden in der chronologischen Order der Chats. Das liegt an der Natur dieser Apps und verhindert deren Übersicht so wie das nachträgliche Nachsehen, die Nachrichten gehen in der Zeitlinie unter. Die Apps sind auch für Kommunikation konzipiert, die der mündlichen Interaktion sehr nahe kommt und nicht einer Plakatwand oder Agenda. Da ist die Kommunikation von Sender zum Empfänger ein wenig anders.

Die Krux mit WhatsApp & Telegram

Da eine Konversation chronologisch erfolgt sind die Einträge in einer Chatgruppe ebenfalls als solches Aufgeführt. Wenn du eine Veranstaltung drei Wochen vor deren Durchführung in eine Chatgruppe postest ist diese innerhalb max. einen halben Tag für anderen nicht mehr sichtbar (klar kommt es auf die Gruppengröße und deren Aktivität an). Deine Ankündigung geht in der Masse unter und deswegen postest du regelmäßig deine Veranstaltung nochmals in die Gruppe, und zack giltst du als Spamer. Je nach Gruppe fliegst du gleich raus oder wirst verwarnt oder du bist bestenfalls unbeliebt. Alles Dinge die es zu vermeiden gilt aber die Natur von einem Gruppen-Chat mit sich bringt.

Daten-Monopolisten

Da WhatsApp so wie Telegram zentral verwaltet werden und die Anmeldung bei beiden an deine Smartphone Telefonnummer gebunden ist, ist ein wieder einstige in eine Gruppe so gut wie unmöglich wenn Mensch geblockt wurde. Des weiteren senden beide dein ganzes Telefonbuch von deinem Handy auf ihre Server, anderes ist deren Nutzung nicht möglich. Das sind persönliche Daten deiner Freunde und Genossen die niemanden etwas angehen und in diesem Sinne eigentlich einen Verrat an ihnen begangen wird. Möchtest du, dass deine Kontaktdaten so wie wie du zu ihnen im Verhältnis stehst, ungefragt weiter gegeben so wie detailliert ausgewertet werden? Wahrscheinlich nicht aber genau das tust du Tag für Tag wenn du diese beide Dienste nur schon auf deinem Smartphone hast. Denn diese Daten werden regelmäßig abgerufen, dafür hast du das Einverständnis gegeben, deine Kontakte aber nicht. Des weiteren fallen diese Daten bildlich gesprochen in einem Silo, aus dem die nicht wieder raus kommen. Du hast keine Daten-Souveränität und die Daten wieder endgültig da raus zu holen ist ein Ding (fast) der Unmöglichkeit.

Verschlüsselung

Jetzt werden aber einige bemerken, dass die Nachrichten doch Verschlüsselt seien. Das ist aus der Sicht der IT-Sicherheit ein Witz. Eine Verschlüsselung, die nur den Inhalt der Kommunikation verschlüsselt ist unzureichend und hat mit Sicherheit nichts zu tun. Denn die Metadaten, wer mit wem, in welcher Gruppe, zur welchem Zeitpunkt, von welchem Standort und wie häufig, werden sehr genau protokolliert. Diese Erkenntnisse lassen mehr Rückschlüsse auf eine Person zu als was diese z.B. schreibt oder sagt. Personen werden durch ihrem sozialem Umfeld definiert und kategorisiert. Deren Verwendung dieser Daten wird erst später definiert aber auch schon jetzt verwendet.

Kommt noch dazu, das WhatsApp zwar standardmäßig eine starke Verschlüsselung hat aber die Personenbezogenen Daten so wie deren Übertragung für den Betreiber Facebook klar ersichtlich ist. Bei Telegram ist die rel. unsichere Verschlüsselung nicht standardmäßig aktiviert und geht deswegen öfters unter. Auch da analysiert Telegram genau was seine Nutzer auf seine Plattform interagieren. Des weiteren wurden schon mehrfach Leaks (Veröffentlichungen) von Daten und Chatgruppen bekannt.

Sichere Übertragung und Nachrichten beinhaltet alle drei folgende Punkte:

  • Integrität: Kann ich sicher sein, dass dies mein Gegenüber auch so gesendet hat, wurde diese nicht verändert während der Übertragung?
  • Vertraulichkeit: Können nur die Personen die Nachricht sehen, hören, etc. für denen die auch bestimmt ist?
  • Verfügbarkeit: Kann ich zur gewünschten Zeit mit dem gewünschtem Gerät (Mobile, PC) die Nachrichten senden so wie empfangen und lesen, ansehen?

Daten sammeln

Des weiteren ist es für einen durchschnittlich talentierten Programmierer keine große Sache ein Programm zur Schnittstelle zum Interagieren und Daten auslesen mittels API zu schreiben. Ein API ist eine Schnittstelle zu den Diensten, die man in einem Programmen verwenden kann. Auch wenn die Telefonnummern nicht für alle Gruppenmitglieder sichtbar ist, kann dies das Programm sehr wohl über die API auslesen und das gibt es von Telegram und WhatsApp. Damit lassen sich praktische Bots schreiben oder auch die Daten der Gruppenteilnehmer auslesen und diese zu beliebige Zwecke weiter verwenden. Das kann unter Umständen auch zu einem viel späteren Zeitpunkt geschehen und unerwünschte Folgen haben.

XMPP/Jabber kann eine Lösung sein

Was und wie XMPP/Jabber (Jabber ist der nettere Name für XMPP) funktioniert würde einen eigenen Artikel füllen und wurde schon mehrfach im Internet beschrieben, mal mehr allgemein ein andermal mehr technisch, doch was ist XMPP?

XMPP ist ein Open-Source Chat Protokoll mit dem auch ohne großen Aufwand eine Ende zu Ende verschlüsselte Chat-Nachricht mittels OMEMO gesendet und empfangen werden kann. Des weiteren sind öffentliche und private Gruppenchats (auch moderiert) so wie das versenden von Bildern, Videos, Standorte und Links möglich. Die weiter oben aufgezählten Sicherheitsaspekte erfüllt ein richtig aufgesetzter XMPP Server mit einem OMEMO tauglichen Client (App). Dies geschieht im Gegensatz zu WhatsApp oder Telegram nicht über einen Zentralen Server, du hast die Auswahl welcher Server von welchem Betreiberin dir am besten zusagt. Theoretisch kannst du sogar einen eigenen Server betreiben. Es wird für die Registrierung eines Kontos keine Telefonnummer benötigt und in den seltensten fällen eine Email.

Auch die Software mit der du auf den/die Server zugreifst ist die Auswahl auch fast unendlich. Wichtig dabei ist, dass der Client die OMEMO Verschlüsselung zu 100% unterstützt. Für das Smartphone ist z.B. der Client (App) blabber.im für Android oder Monal für iOS (iPhone & iPad) m.M.n. zu empfehlen.

Vertrauen

Abgesehen das deine Software oder App, die zu 100% OMEMO unterstützen soll (siehe oben), ist aber auch dem Server Vertrauen zu schenken doch wie, wenn fast jede einen Server betreiben kann? Der Vertrauensvorschuss ist das wichtigste was die oder der Betreiberin als Währung hat. Unter anderem sollten so wenig Metadaten wie nur nötig für den Betrieb gespeichert werden aber auch seine eigenen Bedürfnisse gerecht werden was Datenschutz und Dienstumfang angeht. Diese sind je nach Person unterschiedlich und das muss jede für sich selber entscheiden, da kann und will ich dir nichts vorschreiben. Hier mal eine kleine Auswahl von XMPP Dienste denen m.M.n. vertrauen kann, sucht euch eine oder mehrere aus. Einige von ihnen sind auch per Onion hidden Services (Tor) zu erreichen. Eine Liste aller öffentliche Jabber Server findest du hier...

Doch kein Kalender

XMPP ist aber immer noch kein Kalender App oder der gleichen obwohl Standorte in einigen Clients geteilt werden können. Hier stehen wir wieder vor dem selben Dilemma wie weiter oben besprochen. Da wir uns einig sind, dass wir Facebook, LinkedIn Events oder Google Kalender meiden, da diese rein gar nichts mit emanzipatorisches/progressives an sich haben und bloß den Überwachungskapitalismus fördern, suchen wir nach handhabbaren Kalendern deren Einträge auch unter anderem mittels XMPP geteilt werden können.

Im Fediverse liegt die Antwort

Warum das Fediverse den anderen gängigen Diensten zu bevorzugen ist, hatte ich schon in einem ausführlichen Artikel erwähnt und werde deswegen hier nicht weiter darauf eingehen. Nur so viel dazu, in der Fediverse kannst du deinen gewünschten Dienst so wie Server (Instanz genannt) nach deinen Bedürfnissen aussuchen oder gar betreiben und du kannst, egal von welchem Dienst auch immer im Fediverse, den Menschen folgen und/oder ihre Posts kommentieren und/oder Liken und dies über Instanzen und Dienste hinweg. Das ergibt ein großes Netzwerk über mehrere Server und dies möchten wir auch für unsere Kalender haben. Alle diese Kalender lassen deren Events auch auf deinem elektronischen Kalender übertragen, da die gängigen Standards unterstützt werden.

Video [ENG]: Fediverse anhand von Mastodon erklärt.

Video [ENG]: Fediverse anhand von PeerTube erklärt.

Mobilizone

Mobilizone ist das jüngste Kind was die Fediverse Kalender angeht und dadurch sind noch nicht so viele Instanzen (Server) im deutschsprachigen Raum vorhanden. Dies kann noch werden, da so gut wie alle eine Instanz aufziehen können. Eine Liste mit vorhandenen Instanzen findest du hier.

Gancio

Gancio kommt aus dem Italienischen Raum und hat dadurch auch dort die meisten Instanzen. Der Schwerpunkt liegt klar bei der Mobilisierung von emanzipatorischen Ideen. Eine deutschsprachige Instanz ist z.B. 161.social, die zusätzlich per Lemmy eine Links-Sammlung anbietet.

Gathio

Gathio ist besonders auf Datenschutz und einfache Handhabung getrimmt, denn nach einer Woche nach Veranstaltungsende verschwindet der Eintrag auf dem Server für immer. Zum eintragen von Events wird kein zusätzliches Konto benötigt. Die angegebene Email wird nicht veröffentlicht und dient lediglich der Authentifizierung, damit der Event im Nachhinein noch geändert werden kann.

Friendica

Friendica ist eigentlich von seinem Umfang her salopp gesagt, das Facebook im Fediverse und hat deswegen auch eine Kalender Funktion. In meinen Augen ist der Nachteil dabei, dass der Überblick durch die Funktionsvielfalt für einige verloren gehen kann. Wer allerdings schon bei einer Friendica Instanz ein Konto besitzt kann durchaus auch hier seine Veranstaltungen veröffentlichen.

Fazit

Lasst bitte die Finger von WhatsApp und Telegram, auch wenn dies offenbar schwer fällt. Nutzt für Chats, nur solche Messenger denen ihr auch wirklich vertrauen könnt und keine Daten weiter geben. Das löst XMPP gut und es wird dafür auch keine Telefonnummer benötigt. Erstellt Veranstaltungen in Kalender der Fediverse und sagt diese z.B. mittels XMPP weiter und das Fediverse tragt durch seine Vernetzung ebenfalls seinen Beitrag dazu. Sagt all das euren Freundinnen weiter und teilt mit ihnen diesen Artikel! Wissen muss geteilt werden damit es sich vermehrt, denn nur so sind wir gemeinsam stark.

Danke dass du bis hierhin durchgehalten und alles gelesen hast. Ist dir noch was unklar oder hast du Ergänzungen dazu, die ich vergessen habe? Schreibe diese doch bitte in die Kommentare.

Die Emanzipation von Online-Konzernen

Das muss ich nun einfach mal (kurz) los werden, weil ich dies immer wieder beobachte und dann noch teilweise mehr schlecht als recht umgesetzt wird.

Immer wieder gibt es Veranstaltungen zu emanzipatorischen Themen und da wird teilweise auch unter anderem ein Video-Stream über Facebook oder YouTube angeboten. Oder für einen Workshop benötigt man aus irgendwelchen Gründen auch immer Photoshop von Adobe, dabei handelt es sich wohlgemerkt um einen emanzipatorischen Workshop. Öfters wird der Download von Unterlagen einer Veranstaltung auch über Dropbox, Google Drive oder ähnlichem Angeboten von Microsoft oder Apple angeboten. Was ich damit sagen will, ist dass die scheinbar offensichtlichste und die einfachste Lösung zur Hand genommen wird aber ihre Herkunft nicht hinterfragt wird. Öfters wird dies auch begründet, dass man das nutzt was die Menschen so oder so schon kennen und sie dabei abholen möchte. Der Nachteil bei dem Ganze ist leider, genau diese Art von Nutzung von Technik nichts Emanzipatorisches hat. “Was sollten wir denn sonst machen oder hast du einen besseren Vorschlag?” Hallt es dann meistens bei solchen Wiederworten entgegen und dies nicht zu Unrecht. Nur dagegen sein ohne Gegenvorschlag geht so nicht, wir wollen ja zusammen weiter kommen.

Die Antwort wird euch nun wahrscheinlich wenig überraschen aber sie heißt schlicht und einfach Open-Source Software anwenden und ja ich weiß, nicht alle diese Lösungen sind ausgereift. Bevor ihr was anbietet fragt mal in der Community rum, was es für alternativen Lösungen gibt. Dies bezieht auch Online-Dienste wie Facebook, Twitter oder Streaming wie Twitch oder YouTube mit ein. Warum diesen Vorschlag obwohl deren Usus doch Standard ist? Erstmal es ist nicht Standard nur (zu) häufig genutzt. Zweitens spielt man durch deren Nutzung den Tech.-Giganten nur weiter in ihre Händen und deren Profit. “Wer nicht zahlt ist das Produkt!” Ist eine gängige Weisheit in der Branche. Möchtest du deine Teilnehmer von der Veranstaltung, Workshop, Onlinekurs etc. zu einem Produkt degradieren? Doch genau dies machst du indem du deine TeilnehmerInnen zwingst die Dienste und Software zu nutzen die du ihnen auferlegst. Die Tech.-Giganten verdienen an diese gewonnenen Daten die dadurch generiert werden und dies Tag für Tag. Doch eine Frage bleibt im Raum: Wenn man Alternativen anwendet, wie holt man denn die User ab? Dazu möchte ich folgend eingehen bevor ich dann zu den einzelnen Alternativen komme und diese auch noch aufzähle.

Wenn ihr Open-Source Software Alternativen anwendet, dann kommuniziert dies schon früh genug und offen. Ihr könnt in der Beschreibung, z.B. eures Workshops, schon hinein schreiben welche Software ihr lehren wollt. Schaut dabei, dass die Software für Mac, Windows sowie Linux oder Android und iOS zur Verfügung steht, damit niemand ausgegrenzt wird und alle die freie Wahl haben. Bei den üblichen verdächtigen Online-Diensten solltet ihr besonders aufpassen und dafür habe ich mir selber folgende Regeln aufgestellt:

  1. Keine Anmeldung und/oder App erforderlich um den Inhalt anzusehen
  2. Um den Dienst passiv zu nutzen ist keine App und/oder Registration nötig
  3. Alle benötigten Informationen sind direkt ersichtlich, nicht verschachtelt
  4. Die Nutzerbedingungen sind klar und verständlich so wie sofort aufrufbar
  5. Der Dienst lässt die benötigte Daten für Teilnehmer einfach extrahieren
  6. Der Dienst ist am Handy und Desktop einfach zu bedienen, genau so für beeinträchtigte Personen

Jetzt werden einige von euch sagen, genau dies trifft auch auf die großen Tech.-Anbieter (teilweise) zu. Nun ja bedenkt aber, dass die deren Daten eurer Teilnehmer & Mitstreiter als Zahlung nehmen und damit ihren Profit generieren ohne das wir genau wissen welche Daten sie sammeln. Da sind dezentrale und föderierte Dienste klar im Vorteil. Ich möchte euch nun ein paar dieser aufzählen und näher bringen aber vorher noch ein Wort zum schließen der Lücke zu den bekannten Diensten, bei denen ihr wahrscheinlich schon ein Konto habt. Wenn ihr was auf den unten aufgezählten Diensten was postet, dann postet einen Link dazu auf den eurigen bisherigen Kanälen. Das macht ihr, wenn ihr regelmäßig kommuniziert, ca. drei bis sechs Monate um eure AbonnementInnen daran zu gewöhnen. Wenn ihr umschaltet löscht nicht einfach den alten (kommerziellen) Account, kommuniziert warum und wieso ihr umzieht und nun die neue Dienste ausschließlich nutzt und pint diesen Post an euren Account an. Gebt euren MitstreiterInnen Zeit mit zu ziehen, erfahrungsgemäß werden dies nicht alle euch gleich machen. Nur so am Rande, WhatsApp oder Telegram Gruppen sind kein ad­äquater Kommunikationersatz. Genau diese zwei Messenger verdienen ihr Geld mit euren Daten egal wie bequem diese auch sein mögen.

Da dies föderierte Netzwerke sind ist die Freiheit euch gegeben den für sich passenden Server auszusuchen. Aber dadurch habt ihr auch die evtl. Qual der Wahl um eine für euch geeignete Instanz (Server) zu finden. Natürlich sind diese Alternativangaben nur als Orientierung zu verstehen, da sie ja keine Kopien sind.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig aufklären und ihr seid nun nicht all zu verwirrt nach diesem Artikel. Danke auch, dass ihr soweit und bis am Ende durchgehalten habt. Weitere Infos findet ihr aufbereitet in diesem Beitrag von FM4. Gerne können wir auch weiterhin darüber Diskutieren, schreibe dazu einfach einen Kommentar.

Ich wurde von euch auf älteren Beiträgen immer wieder angesprochen warum ich für mein dApp denn auf Ethereum setzte, es gebe ja noch andere Technologien die sogar noch mehr Vorteile mit sich bringen würden. Dies möchte ich gerne in diesem Artikel näher beleuchten.

Blockchain Ethereum DevelopmentBlockchain Ethereum Development

Kriterien

Als erstes möchte ich euch gerne hier aufführen, nach welchen Kriterien ich den die Technologie für ein neues Projekt auswähle. Es ist nicht immer sinnvoll auf das neuste und gehypteste aufzuspringen, da kann man schnell dem Marketing auf dem Leim gehen und auf das falsche Pferd setzten. Dazu sind maßgeblich die folgenden zehn Punkte kurz zusammengefasst.

  • Für was ist die Technologie gedacht und wo wird diese eingesetzt?
  • Ist die Technologie gut dokumentiert und dies frei zugänglich?
  • Kann ich die Technologie leicht erlernen?
  • Kann ich die Technologie in bereits andere bestehende einbinden?
  • Wie lange gibt es diese Technologie und wie ausgereift ist diese?
  • Wird die Technologie aktiv weiter entwickelt und wie stark?
  • Wer steht hinter der Technologie und wie ist deren Representation?
  • Finde ich ähnliche Anwendungsfälle wie mein Projekt, die bereits umgesetzt wurden mit dieser Technologie?
  • Wie ist und welche grösse hat die Community rund um die Technologie?
  • Ist die Technologie einfach und günstig für Entwickler und User zugänglich?

Entscheidung

Wenn ich so gut wie alle diese zehn Fragen positiv beantworten kann, dann ist diese Technologie die richtige mit der ich auch ein Projekt starten kann. Das hat bei mir ergeben, dass ich auf Ethereum oder besser gesagt auf Solidity mit Web3 setze. Da ich schon Erfahrung habe mit der Webentwicklung (JavaScript) ist da der logische Schritt auf Ethereum mit einer Web basierten dApp zu setzten.

Da wird sicher der eine oder anderer zu recht einwerfen, was denn mit der Skalierung der Blockchain sei und deren Geschwindigkeit? CryptoKitties hatte die Grenzen von Ethereum aufgezeigt doch diese werden sich verschieben. Mit Ethereum 2.0 und die Umstellung auf PoS (Proof of Stake) wird das ganze wieder anders aussehen und ich bin dem positiv eingestellt. Dies ist unter anderem auch ein Grund warum ich momentan auf Ethereum setzte.

Fazit

Es gibt noch andere Blockchain Projekte, die auf Solidity aufbauen doch die sind nach meiner Recherche nicht zu empfehlen wie Ethereum und darum habe ich mich dafür entschieden. Die große und hilfsbereite Community war ein weiterer Ausschlag gebender Punkt dafür. Wie seht ihr das oder hättet ihr anders entschieden oder gar anders vorgegangen?

(Dieser Artikel erschien zuerst auf Steemit)

Ich bin ein begeisterter GNU/Linux Nutzer und man könnte fast schon sagen ein Fanboy. Am Anfang fand ich es faszinierend was es für eine Fülle an freien und Open-Source Software gab und was man alles mit ihr anstellen konnte. Dann hörte und las ich von Linux doch ich hatte keine Ahnung wie ich da ran kam. Eines Tages sah ich am Bahnhofskiosk, beim warten auf den Zug, ein Heft mit einer SuSE Linux DVD drin. Die musste natürlich sofort gekauft werden!

Wie alles begann…

Tux das Maskotchen von LinuxTux das Maskotchen von Linux

Wie oben erwähnt fing alles mit einem Sonderheft zu SuSE Linux mit beiliegender DVD für dessen Installation an. Zuhause angekommen DVD in den Rechner und den Reboot ausgelöst. Nach der Anleitung im beiliegendem Heft die Installation durchgeführt. Ich war erstaunt wie einfach das von statten ging. Sofort wurde fasziniert mal die ganze Programmvielfalt bestaunt. Mich haute es um, wie viel an Programmen für die tägliche Arbeit selbstverständlich schon installiert war. Von üblichen Office Anwendungen über Bildbearbeitung bis zur spezialisierte Anwendungen und Programmier-Sprachen und -Tools. Am faszinierendsten fand ich aber die Tatsache, dass Linux parallel zu Windows installiert werden konnte. Das nennt sich Dualboot und beim starten des Rechners wird gefragt, ob man mit Windows oder Linux arbeiten möchte.

…es begann eigentlich früher!

Langsam ging mir dann ein Licht auf, so neu war die Linux Welt für mich gar nicht. Linux ist ein *nix System, das heißt ein Unix ähnliches Betriebssystem. Mit solchen Systemen hatte ich doch schon zu meiner Lehrzeit gearbeitet, genauer mit HP-UX und IRIX auf SGI Maschinen. Das Déjà-vu auf der Konsole (zu der kommen wir später noch) war extrem. Ich konnte es fast nicht glauben, dass ich mit dieser Software schon mal gearbeitet hatte ohne es zu wissen und zu bemerken. Neu dazu kam eigentlich nur die grafische Verpackung in Form eines Windows-Managers (auch dazu später mehr), die mir auch noch sehr gut gefiel.

Weiter geht’s

Manjaro Linux mit KDE 5Manjaro Linux mit KDE 5

Ich wollte mehr wissen und mich mit der Materie Linux weiter auseinandersetzten, so Kaufte ich mir ein ausführliches Buch zum Thema Linux, das sich auch an Anfänger richtete. Und ich bemerkte schnell, dass es mehr als nur SuSE Linux gibt, SuSE ist nur eine von unzähligen Distributionen. Eine Distribution ist ein maßgeschneidertes, zusammengeschnürtes Paket an Software mit Linux, das zusammengestellt wurde um es einfach(er) zu installieren. Schnell kann man sich in der Vielfalt der Distributionen verlieren, auch wenn man sich auf Distrowatch.com mal umschaut. Mein Werdegang in den letzten 15 Jahren mit den Linux Distributionen sah bisher folgendermaßen aus.

Ich hielt mich ziemlich konservativ an die Trends und großen Distributionen und ging keine größeren Experimente ein. Ich wollte und will Arbeiten und kein Betriebssystem-Tester sein.

Welche Programme

Mit den Jahren hatte sich natürlich auch die Anforderung an eine Distribution geändert. Gossen Wert auf Spiele hatte ich nie gelegt aber es gibt unterdessen eine große Vielzahl an Spielen auf Steam, GOG, itch.io und Game Jolt für Linux. Ich lege mehr wert auf Programmier-Tools und Office Anwendungen für den täglichen Gebrauch. Natürlich ist das Internet auch was wichtiges. Das ist mit allen gängigen Distributionen gegeben, da bei ihnen meistens die gängige Software mit enthalten sind und meistens auch schon installiert werden.

Programm und PaketverwaltungProgramm und Paketverwaltung

Eine Linux Distribution beinhaltet auch einen Paketmanager, über diesen installiert man seine benötigten Programme. Der Vorteil daran ist, dass man geprüfte und für sein Betriebssystem getestete Applikationen hat. Diese können sehr einfach und schnell installiert, deinstalliert oder aktualisiert werden. Entweder über die Kommandozeile oder eines grafischen Programms. Es mag evt. einem am Anfang erschrecken, dass es kein bekanntes Kommerzielles Programm aufgelistet wird aber die Alternativen können es allemal mit ihnen aufnehmen und sogar deren Datei-Formate lesen. Ansonsten kann man mittels Wine immer noch Windows Programme auf Linux ausführen, wenn es unbedingt sein muss.

Früher achtete ich vor allem auf eine schöne Desktop Umgebung und verwendete dafür KDE oder Gnome, später dann noch Cinnamon. Mittlerweile mag ich es gerne minimal um damit effizienter zu Arbeiten, darum bevorzuge ich momentan den i3 Fenster Manager. Ich achte mittlerweile vor allem auf eine unkomplizierte Bedienung und Ressourcen sparenden Programmen und nicht mehr wie früher hauptsächlich auf cooles Aussehen von der Desktop Umgebung. Das kann aber jeder für sich selbst entscheiden wie sein Linux aussehen soll.

Die Konsole

Arch Linux mit i3 und vier offenen KonsolenArch Linux mit i3 und vier offenen Konsolen

Die Konsole wird auch Kommandozeile oder Shell genannt und ist nichts weiteres als eine Möglichkeit um Befehle per Tastatur abzusenden. Das mag für den Anfänger erstmals als kompliziert und umständlich vorkommen ist aber eine sehr effiziente Art um mit dem PC zu arbeiten. Es werden genügend Hilfen für die Konsole angeboten, von der Autovervollständigung der Befehle bis zur Hilfe über die sogenannte Manpage. Man wird nicht im Regen stehen gelassen und sonst bietet das Internet unendlich viel Hilfe an. Mit der Konsole ist ein effizientes Arbeiten möglich ohne große Ablenkung, dass bedeutet das man schneller an sein Ziel kommt. Ich lernte in den Jahren die Konsole sehr zu schätzen und benutze sie vor allem beim hantieren mit den Dateien. Der Vorteil ist auch, dass diese programmierbar ist und so einige Arbeiten automatisiert werden können. Man kann auch ohne sie Leben aber dann…

Wie geht es weiter?

Ich werde weiterhin Linux nutzen, denn es hat mittlerweile einen festen Platz nach fast 15 Jahren in meinem IT-Herz hat. Nicht nur, dass man immer wieder was neues dazulernen kann, wenn man will, sondern es sich so einrichten kann, wie man es genau benötigt. Das kann man meiner Meinung nach bei Windows von Microsoft oder macOS von Apple nur eingeschränkt bis gar nicht. Einen angenehmen Nebeneffekt von Linux ist seine praktische Virenfreiheit (Ja ich weiß, es gibt Linux Viren aber diese sah man noch nie in freier Wildbahn.) Ich werde GNU/Linux garantiert weiterhin Beruflich so wie Privat nutzen. In Zukunft werde ich noch einige Arbeitsabläufe durch Automation optimieren, das ist durch den mitgelieferten Programmiermöglichkeiten kein Problem. Ich werde weiterhin ein Linux Fanboy bleiben!

Benutzt ihr selber Linux und wenn ja welche Distribution? Wollt ihr auf Linux wechseln und wisst nicht wie oder traut ihr euch nicht? Evt. mache ich aus diesem Thema eine Reihe wenn ihr wollt. In diesem Sinne: ❤️🐧💻


Orginal veröffentlicht auf steemit.com am21. November 2017.