<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>feminismus &amp;mdash; Janus Newstrujew</title>
    <link>https://paper.wf/newstrujew/tag:feminismus</link>
    <description>Gedanken, die nicht in einen Mastodon-Tröt passen&lt;a href=&#34;https://autistics.life/@Newstrujew/&#34; rel=&#34;me&#34;&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:28:33 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Blockempfehlung für Phodopus Sungorus @fotobus und Gefolgschaft</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/blockempfehlung-fur-phodopus-sungorus-anfotobus-und-gefolgschaft</link>
      <description>&lt;![CDATA[#autismus #diagnostik #selfdx #transfeindlichkeit #feminismus&#xA;&#xA;Ich schreibe Blockempfehlungen sehr selten, schon gar nicht als ausführlichen Text. Aber dieser toxische Mobbing-Account schadet der Autismus-Community enorm.&#xA;&#xA;Sie behauptet, für ihr Mobbing gäbe es keine Belege. Doch. 🤷!--more--&#xA;&#xA;Zunächst einmal: sie sieht sich als Kämpferin für Rechte der Autisten, und es trifft nicht immer die Falschen. Das wiegt den Schaden aber nicht auf.&#xA;&#xA;Außerdem: hier alles mit Screenshots zu dokumentieren, ist sicherlich nicht die feine Art. Aber sie will ja Belege haben.&#xA;&#xA;Screenshot eines Posts von fotobus. Klasse ist auch, wie das Wehren gegen ungerechtfertigte Vorwürfe, gegen Lügen bis hin zur Verleumdung ins Gegenteil verkehrt wird. Ich tu keinem was. Aber werde immer mal wieder aus der Ecke SelfDX/Queer angegriffen und als Arschloch dargestellt. Das läuft seit Jahren so.&#xA;&#xA;Natürlich sieht sich fotobus als das eigentliche Opfer hier. Sie wird andauernd und ungerechtfertigt von folgenden Gruppen angegriffen:&#xA;&#xA;Queers&#xA;Gendersternchen-Fans&#xA;SelfDX-Bubble&#xA;&#xA;Ja warum eigentlich?&#xA;&#xA;Transfeindlichkeit&#xA;&#xA;Fangen wir an mit dem Vorwurf der Transfeindlichkeit. Laut fotobus völlig ungerechtfertigt, denn sie habe ja &#34;nichts gegen Transsexuelle&#34;.&#xA;&#xA;Hier sehen wir, wie sie reagiert, wenn sie auf Misgendering hingewiesen wird.&#xA;&#xA;Screenshot eines Posts von fotobus. Joa, und. Ich hab den Namen nicht gelesen. Er hat mich nicht interessiert. Sein, des Users, des Accounts, Geschlecht interessiert mich auch nicht. Meins hat hier auch keinen interessiert und ich jammer nicht darüber rum. Ich wollt hier schließlich mit niemandem ins Bett. Bye.&#xA;&#xA;Ja, überhaupt nicht transfeindlich.&#xA;&#xA;Sie legt später noch einmal nach.&#xA;&#xA;Screenshot eines Posts von fotobus. Übrigens, ich wurde in diesem Gespräch auch &#39;misgendert&#39;. Aber wichtig ist das immer nur bei denen selbst, nie bei anderen. (Mir ist es völlig egal, welches Geschlecht die Leute bei mir annehmen hier auf Twitter.) Es ist faszinierend. Faszinierend doppelmoralisch.&#xA;&#xA;Klar, wenn sie (männlicher Accountname, keine Pronomen, spricht von sich in der männlichen Form) misgendert wird, dann ist es dasselbe, wie wenn sie die Pronomen einer Person missachtet und nach einem Hinweis pöbelt.&#xA;&#xA;Das ist jetzt nur ein Beispiel von vielen, die sich über die Jahre ereignet haben. In der Gefolgschaft von fotobus gibt es auch extrem transfeindliche Personen, und das stört sie nicht. Sie kommentiert Transfeindlichkeit sogar wohlwollend.&#xA;&#xA;Umfrage von Mundpilz. Liebe Autisten wer soll einen Autismusvortrage bei entropiagpn halten. 1. eine Borderlinerin die vorgibt Autist zu sein. 2. ein Typ der sich für eine Frau hält und davon labert Frauen die das anders sehen zu vergewaltigen (und ja es ist nicht zu fassen) Hashtag GPN18.  fotobus antwortet, 3. mundpilz antwortet darauf, exakt blos keiner davon eh!&#xA;&#xA;Anti-Feminismus&#xA;&#xA;Außerdem wird fotobus von Leuten angefeindet, die das Gendersternchen gut finden. Und das angeblich bloß, weil sie darauf hinweist, dass sie davon sensorischen Overload bekommt.&#xA;&#xA;Ich kann nicht beurteilen, ob es stimmt. Aber es gibt sicherlich mehr Gründe für Anfeindungen.&#xA;&#xA;Denn fotobus erscheint an Kompromissen nicht interessiert und ist grundsätzlich gegen das Entgendern. Sie belehrt Menschen, das generische Maskulinum wäre völlig in Ordnung.&#xA;&#xA;![Screenshot einer Antwort von fotobus an EducationHumor. &#39;Liebe Schüler&#39;. Denn &#39;Schüler&#39; ist ein Wort ohne jede sexus-anzeigende Endung.&#xA;Als Lehrer solltest du das wissen.](https://pixelfed.de/storage/m/v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/e9lGci21FlaD/L1pwZjyQMyTpyZv5RY92gEfnZ9fQpUczCzlWdpPa.jpg)&#xA;&#xA;Da kommt irgendwie der Verdacht auf, sensorische Probleme wären bloß ein vorgeschobener Grund.&#xA;&#xA;Anti-SelfDX&#xA;&#xA;Schließlich ist da die SelfDX-Bubble, die &#34;richtigen&#34; Autisten scheinbar so viel Ärger bereitet. Und dabei geht es fotobus doch angeblich um eine Kleinigkeit: richtige Bezeichnungen.&#xA;&#xA;![Screenshot eines Posts von fotobus. Ich akzeptiere jeden Eigenverdacht.&#xA;Aber keine Selbst-&#39;DIAGNOSE&#39;. Echt nicht. Schon gar nicht nach den Bedrohungen damals. Und hier werde ich ja auch schon wieder beschimpft.](https://pixelfed.de/storage/m/v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/6MAhJDTcFw9L/v4zwqkzPicGv6PXHEnLWDUHSokG0HCJL9xEdmr3M.jpg)&#xA;&#xA;Nur am Rande: zu der Argumentation, die fotobus und ihr Gefolge gegen Autismus-Selbstdiagnosen benutzen, gibt es einen langen Text von mir. Diesen hat fotobus sicherlich gesehen, behauptet aber weiter, die &#34;SelfDX-Bubble&#34; hätte keine Argumente.&#xA;&#xA;Gestern hat fotobus also geschrieben, Eigenverdacht würde akzeptiert. Am selben Tag hat sich ein kleiner Twitter-Account über Schwierigkeiten beschwert, an eine Autismus-Diagnose zu kommen. fotobus war sofort zur Stelle mit ungebetenen und nutzlosen Ratschlägen.&#xA;&#xA;Dieser Account hat nie von etwas anderem als einem Verdacht gesprochen. Hat aber den &#34;Fehler&#34; gemacht, fotobus auf die Übergriffigkeit hinzuweisen, einfach so anzunehmen, man sei nicht informiert.&#xA;&#xA;![Screenshot eines Posts von fotobus. Heute drehen echt alle am Rad. Darunter der Screenshot einer Antwort an fotobus. Erst fett übergriffig sein und fragwürdige Infos splainen und bei Gegenwind blocken... Danke das du mein Erlebnis heute NOCH beschissener gemacht hast und einen Verdacht und Wissen mit Füßen getreten hast. Diese Antwort zitiert einen Tweet von fotobus. Vielleicht findest du mit dieser Liste Hilfe.&#xA;Autismus wird von spezialisierten Psychiatern/Neruologen diagnostiziert, nicht von Hausärzten. Ein Bluttest kann Autismus nicht zeigen und psychisch ist Autismus auch nicht.](https://pixelfed.de/storage/m/v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/aXbqOMmbfsfS/oOqJ9qlbrPnPWsYN71gtVmCFZVsmS2j3pHB0V8It.jpg)&#xA;&#xA;Und wurde der Gefolgschaft zum Fraß vorgeworfen (Schwärzung von mir).&#xA;&#xA;Später ordnet fotobus diesen Account willkürlich der &#34;SelfDX-Bubble&#34; zu und pöbelt weiter gegen ihn.&#xA;&#xA;![Screenshot eines Posts von fotobus. Nö, SIE hatte einen Screenshot MEINES Tweets getwittert, nachdem ich SIE blockiert hatte. Naja, zweierlei Maß und so. Nichts Neues aus dieser Ecke. Mich stört es nicht. Ich stehe zu meinen Tweets. Aber die, die es stört, sollten es ggf. nicht selbst tun. Darunter ein Screenshot meiner Tweets. Und dann tweetet er noch den Screenshot von diesem Tweet, vermutlich nachdem du ihn bereits blockiert hast. Ja, so einer ist es. Er überschreitet systematisch Grenzen und setzt sich über Blocks hinweg. Aber er meint es natürlich nur gut. &#xA;Es tut mir leid, dass du dich auch mit diesem Typen herumschlagen musst. Und ich hoffe, dass du echte Hilfe findest!](https://pixelfed.de/storage/m/v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/MDR3fGLVWnNO/hoczTaNajXwJSzR7rdAxBausnQUgNEbHMIm4Ak0n.jpg)&#xA;&#xA;Wenn sie einen 40 Follower Account ihren 1500 Followern vorführt, ist es angeblich dasselbe, wie wenn dieser Account unten in einem Thread einen Screenshot postet. 🤡&#xA;&#xA;Jedenfalls hat sie mit der Taktik Erfolg, und der Account verschwindet hinter einem Schloss.&#xA;&#xA;Mobbing&#xA;&#xA;Womit wir beim Thema Mobbing wären. Wie bereits oben sichtbar, arbeitet fotobus viel mit Feindbildern, von denen &#34;SelfDX-Bubble&#34; scheinbar die schlimmste ist.&#xA;&#xA;Sie schreibt munter weiter Antworten im Thread, die die Person nicht sehen kann. Wird sie selber blockiert, antwortet sie anderen Menschen, die an dem Thread beteiligt sind.&#xA;&#xA;Und sie teilt Screenshots, die ihre Gefolgschaft auf das Ziel ansetzen.&#xA;&#xA;Sie liest trotz Block noch eine ganze Weile mit. Alles, was ihr verwerflich erscheint, wird als Screenshot mit der Gefolgschaft geteilt. Also so Sachen, wie Menschen mit Autismus-Selbstdiagnosen auch Akzeptanz zeigen.&#xA;&#xA;![Screenshot eines Posts von fotobus. Jap, liebe Selbst-&#39;Diagnostizierer&#39;,&#xA;sucht euch doch ein Hobby, das Autisten nicht schadet. Fänd ich auch echt knorke von euch. Danke im Voraus. Darunter ein Screenshot des Tweets von anndarkest. imagine du bist so obsessed dass du mich blockierst und trotzdem screenshots von meinen tweets hochlädst um dich über mich zu echauffieren fotobus such dir doch ein hobby das andere autisten nicht verletzt wär voll lieb wenn du meine grenze akzeptieren würdest](https://pixelfed.de/storage/m/v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/1y6sV7SK91rM/jkSMiWLKcjc47QXEdWsPtgxvTnxHVHEdc2fBJrQP.jpg)&#xA;&#xA;Nein, sie mag damit nicht aufhören.&#xA;&#xA;Dabei kommt es mitunter zu Absurditäten, z.B. wenn sie Sarkasmus nicht erkennt und ihren &#34;Feinden&#34; die Verdrehung ihrer Worte vorwirft.&#xA;&#xA;Screenshot eines Posts von fotobus. Woran man Selbst-&#39;Diagnostizierer&#39; gut erkennt. Sie neigen zu totaler Absurdität, um jene zu diskreditieren, die Selbst-&#39;Diagnose&#39; reichlich dämlich und schädlich finden. Es war nie die Rede von Hautfarbe oder sexueller Orientierung des Arztes. Was für ein absurder Quatsch! Darunter ein abgeschnittener Screenshot eines Tweets von anndarkest.&#xA;&#xA;In ihrer Gefolgschaft finden sich aber so einige Leute, die auf jeden Zug aufspringen, sobald sie die Richtung aufzeigt.&#xA;&#xA;Und dann retweetet sie noch die Takes ihrer Gefolgschaft, um mehr Leute auf die &#34;Diskussion&#34; anzusetzen. So absurde Behauptungen wie die, dass Leute sich aufgrund von Tiktok-Videos Selbstdiagnosen stellen würden.&#xA;&#xA;Screenshot eines Posts von TageMofficial. Ich verweise nochmal auf Tiktok wo Selfdx in Bezug zu Autismus wirklich Trend ist. Da werden Vorurteile rangezogen um diese Selbstdiagnosen zu stellen. Vorurteile die den Alltag von Autisten erschweren, aber eben durch sowas verbreitet und verfestigt werden.&#xA;&#xA;Nein, diese Menschen hören nur sich selber.&#xA;&#xA;Man kennt die Taktiken sehr gut aus TERF-Kreisen. Noch eine Ähnlichkeit gibt es: reagieren die Betroffenen emotional, weil man ihre mühsam gewonnene Identität mit den Füßen tritt, betonen fotobus und Konsorten, wie objektiv sie selber doch seien.&#xA;&#xA;Die Problematik&#xA;&#xA;Ja, mir ist hier endgültig der Kragen geplatzt. Weil fotobus sehr viel Zeit darauf verwendet, Twitter nach relevanten Stichwörtern abzusuchen. Dadurch ist sie oft der erste Eindruck, den Menschen von der Autismus-Bubble bekommen. Und kein positiver.&#xA;&#xA;Ich kenne Leute, die sich deswegen angewidert von der Autismus-Community zurückgezogen haben. Viele andere würden gerne mehr über autistische Erfahrungen reden, fürchten aber Anfeindungen aus dieser Bubble. Der Schaden für die Community ist tatsächlich enorm.&#xA;&#xA;Die bekannten Accounts der Person sind @fotobus, @Ausweichbus, @fotoCount, @fotobus@mastodon.social.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:autismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">autismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:diagnostik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">diagnostik</span></a> <a href="/newstrujew/tag:selfdx" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">selfdx</span></a> <a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Ich schreibe Blockempfehlungen sehr selten, schon gar nicht als ausführlichen Text. Aber dieser toxische Mobbing-Account schadet der Autismus-Community enorm.</p>

<p>Sie behauptet, für ihr Mobbing gäbe es keine Belege. Doch. 🤷</p>

<p>Zunächst einmal: sie sieht sich als Kämpferin für Rechte der Autisten, und es trifft nicht immer die Falschen. Das wiegt den Schaden aber nicht auf.</p>

<p>Außerdem: hier alles mit Screenshots zu dokumentieren, ist sicherlich nicht die feine Art. Aber sie will ja Belege haben.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/epyYJ25puchq/UQpIPTm0PWojqsYE5sgsH41zj0VuXJKjpm7Y3aD3.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Klasse ist auch, wie das Wehren gegen ungerechtfertigte Vorwürfe, gegen Lügen bis hin zur Verleumdung ins Gegenteil verkehrt wird. Ich tu keinem was. Aber werde immer mal wieder aus der Ecke SelfDX/Queer angegriffen und als Arschloch dargestellt. Das läuft seit Jahren so."></p>

<p>Natürlich sieht sich fotobus als das eigentliche Opfer hier. Sie wird andauernd und ungerechtfertigt von folgenden Gruppen angegriffen:</p>
<ol><li>Queers</li>
<li>Gendersternchen-Fans</li>
<li>SelfDX-Bubble</li></ol>

<p>Ja warum eigentlich?</p>

<h2 id="transfeindlichkeit" id="transfeindlichkeit">Transfeindlichkeit</h2>

<p>Fangen wir an mit dem Vorwurf der Transfeindlichkeit. Laut fotobus völlig ungerechtfertigt, denn sie habe ja “nichts gegen Transsexuelle”.</p>

<p>Hier sehen wir, wie sie reagiert, wenn sie auf Misgendering hingewiesen wird.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/vDTM6sMRY1np/KGThdKqdu8Gh7gy18ZmMVkFlSoGmfuoCfQDtZpu0.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Joa, und. Ich hab den Namen nicht gelesen. Er hat mich nicht interessiert. Sein, des Users, des Accounts, Geschlecht interessiert mich auch nicht. Meins hat hier auch keinen interessiert und ich jammer nicht darüber rum. Ich wollt hier schließlich mit niemandem ins Bett. Bye."></p>

<p>Ja, überhaupt nicht transfeindlich.</p>

<p>Sie legt später noch einmal nach.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/vaO3Qtpu72C4/jRuDEENHLFlCuSBxScF7nMgFanQ0S8Nruqv0oGSF.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Übrigens, ich wurde in diesem Gespräch auch &#39;misgendert&#39;. Aber wichtig ist das immer nur bei denen selbst, nie bei anderen. (Mir ist es völlig egal, welches Geschlecht die Leute bei mir annehmen hier auf Twitter.) Es ist faszinierend. Faszinierend doppelmoralisch."></p>

<p>Klar, wenn sie (männlicher Accountname, keine Pronomen, spricht von sich in der männlichen Form) misgendert wird, dann ist es dasselbe, wie wenn sie die Pronomen einer Person missachtet und nach einem Hinweis pöbelt.</p>

<p>Das ist jetzt nur ein Beispiel von vielen, die sich über die Jahre ereignet haben. In der Gefolgschaft von fotobus gibt es auch extrem transfeindliche Personen, und das stört sie nicht. Sie kommentiert Transfeindlichkeit sogar wohlwollend.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/MtZhoRDnch2o/0TpN6PzV7HClATp7odMuBTwsHo6g4uN9Qpk9QCRz.jpg" alt="Umfrage von Mundpilz. Liebe Autisten wer soll einen Autismusvortrage bei entropiagpn halten. 1. eine Borderlinerin die vorgibt Autist zu sein. 2. ein Typ der sich für eine Frau hält und davon labert Frauen die das anders sehen zu vergewaltigen (und ja es ist nicht zu fassen) Hashtag GPN18.  fotobus antwortet, 3. mundpilz antwortet darauf, exakt blos keiner davon eh!"></p>

<h1 id="anti-feminismus" id="anti-feminismus">Anti-Feminismus</h1>

<p>Außerdem wird fotobus von Leuten angefeindet, die das Gendersternchen gut finden. Und das angeblich bloß, weil sie darauf hinweist, dass sie davon sensorischen Overload bekommt.</p>

<p>Ich kann nicht beurteilen, ob es stimmt. Aber es gibt sicherlich mehr Gründe für Anfeindungen.</p>

<p>Denn fotobus erscheint an Kompromissen nicht interessiert und ist grundsätzlich gegen das Entgendern. Sie belehrt Menschen, das generische Maskulinum wäre völlig in Ordnung.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/e9lGci21FlaD/L1pwZjyQMyTpyZv5RY92gEfnZ9fQpUczCzlWdpPa.jpg" alt="Screenshot einer Antwort von fotobus an EducationHumor. &#39;Liebe Schüler&#39;. Denn &#39;Schüler&#39; ist ein Wort ohne jede sexus-anzeigende Endung.
Als Lehrer solltest du das wissen."></p>

<p>Da kommt irgendwie der Verdacht auf, sensorische Probleme wären bloß ein vorgeschobener Grund.</p>

<h1 id="anti-selfdx" id="anti-selfdx">Anti-SelfDX</h1>

<p>Schließlich ist da die SelfDX-Bubble, die “richtigen” Autisten scheinbar so viel Ärger bereitet. Und dabei geht es fotobus doch angeblich um eine Kleinigkeit: richtige Bezeichnungen.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/6MAhJDTcFw9L/v4zwqkzPicGv6PXHEnLWDUHSokG0HCJL9xEdmr3M.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Ich akzeptiere jeden Eigenverdacht.
Aber keine Selbst-&#39;DIAGNOSE&#39;. Echt nicht. Schon gar nicht nach den Bedrohungen damals. Und hier werde ich ja auch schon wieder beschimpft."></p>

<p>Nur am Rande: zu der Argumentation, die fotobus und ihr Gefolge gegen Autismus-Selbstdiagnosen benutzen, gibt es <a href="https://paper.wf/newstrujew/validitaet-von-autismus-selbstdiagnosen" rel="nofollow">einen langen Text von mir</a>. Diesen hat fotobus sicherlich gesehen, behauptet aber weiter, die “SelfDX-Bubble” hätte keine Argumente.</p>

<p>Gestern hat fotobus also geschrieben, Eigenverdacht würde akzeptiert. Am selben Tag hat sich ein kleiner Twitter-Account über Schwierigkeiten beschwert, an eine Autismus-Diagnose zu kommen. fotobus war sofort zur Stelle mit ungebetenen und nutzlosen Ratschlägen.</p>

<p>Dieser Account hat nie von etwas anderem als einem Verdacht gesprochen. Hat aber den “Fehler” gemacht, fotobus auf die Übergriffigkeit hinzuweisen, einfach so anzunehmen, man sei nicht informiert.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/aXbqOMmbfsfS/oOqJ9qlbrPnPWsYN71gtVmCFZVsmS2j3pHB0V8It.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Heute drehen echt alle am Rad. Darunter der Screenshot einer Antwort an fotobus. Erst fett übergriffig sein und fragwürdige Infos splainen und bei Gegenwind blocken... Danke das du mein Erlebnis heute NOCH beschissener gemacht hast und einen Verdacht und Wissen mit Füßen getreten hast. Diese Antwort zitiert einen Tweet von fotobus. Vielleicht findest du mit dieser Liste Hilfe.
Autismus wird von spezialisierten Psychiatern/Neruologen diagnostiziert, nicht von Hausärzten. Ein Bluttest kann Autismus nicht zeigen und psychisch ist Autismus auch nicht."></p>

<p>Und wurde der Gefolgschaft zum Fraß vorgeworfen (Schwärzung von mir).</p>

<p>Später ordnet fotobus diesen Account willkürlich der “SelfDX-Bubble” zu und pöbelt weiter gegen ihn.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/MDR3fGLVWnNO/hoczTaNajXwJSzR7rdAxBausnQUgNEbHMIm4Ak0n.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Nö, SIE hatte einen Screenshot MEINES Tweets getwittert, nachdem ich SIE blockiert hatte. Naja, zweierlei Maß und so. Nichts Neues aus dieser Ecke. Mich stört es nicht. Ich stehe zu meinen Tweets. Aber die, die es stört, sollten es ggf. nicht selbst tun. Darunter ein Screenshot meiner Tweets. Und dann tweetet er noch den Screenshot von diesem Tweet, vermutlich nachdem du ihn bereits blockiert hast. Ja, so einer ist es. Er überschreitet systematisch Grenzen und setzt sich über Blocks hinweg. Aber er meint es natürlich nur gut. 
Es tut mir leid, dass du dich auch mit diesem Typen herumschlagen musst. Und ich hoffe, dass du echte Hilfe findest!"></p>

<p>Wenn sie einen 40 Follower Account ihren 1500 Followern vorführt, ist es angeblich dasselbe, wie wenn dieser Account unten in einem Thread einen Screenshot postet. 🤡</p>

<p>Jedenfalls hat sie mit der Taktik Erfolg, und der Account verschwindet hinter einem Schloss.</p>

<h2 id="mobbing" id="mobbing">Mobbing</h2>

<p>Womit wir beim Thema Mobbing wären. Wie bereits oben sichtbar, arbeitet fotobus viel mit Feindbildern, von denen “SelfDX-Bubble” scheinbar die schlimmste ist.</p>

<p>Sie schreibt munter weiter Antworten im Thread, die die Person nicht sehen kann. Wird sie selber blockiert, antwortet sie anderen Menschen, die an dem Thread beteiligt sind.</p>

<p>Und sie teilt Screenshots, die ihre Gefolgschaft auf das Ziel ansetzen.</p>

<p>Sie liest trotz Block noch eine ganze Weile mit. Alles, was ihr verwerflich erscheint, wird als Screenshot mit der Gefolgschaft geteilt. Also so Sachen, wie Menschen mit Autismus-Selbstdiagnosen auch Akzeptanz zeigen.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/1y6sV7SK91rM/jkSMiWLKcjc47QXEdWsPtgxvTnxHVHEdc2fBJrQP.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Jap, liebe Selbst-&#39;Diagnostizierer&#39;,
sucht euch doch ein Hobby, das Autisten nicht schadet. Fänd ich auch echt knorke von euch. Danke im Voraus. Darunter ein Screenshot des Tweets von anndarkest. imagine du bist so obsessed dass du mich blockierst und trotzdem screenshots von meinen tweets hochlädst um dich über mich zu echauffieren fotobus such dir doch ein hobby das andere autisten nicht verletzt wär voll lieb wenn du meine grenze akzeptieren würdest"></p>

<p>Nein, sie mag damit nicht aufhören.</p>

<p>Dabei kommt es mitunter zu Absurditäten, z.B. wenn sie Sarkasmus nicht erkennt und ihren “Feinden” die Verdrehung ihrer Worte vorwirft.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/zyvlWlkyIFuS/NSr7LrDwCmU9W0IdEKw98XwjaOkqCHMGyoqMrclL.jpg" alt="Screenshot eines Posts von fotobus. Woran man Selbst-&#39;Diagnostizierer&#39; gut erkennt. Sie neigen zu totaler Absurdität, um jene zu diskreditieren, die Selbst-&#39;Diagnose&#39; reichlich dämlich und schädlich finden. Es war nie die Rede von Hautfarbe oder sexueller Orientierung des Arztes. Was für ein absurder Quatsch! Darunter ein abgeschnittener Screenshot eines Tweets von anndarkest."></p>

<p>In ihrer Gefolgschaft finden sich aber so einige Leute, die auf jeden Zug aufspringen, sobald sie die Richtung aufzeigt.</p>

<p>Und dann retweetet sie noch die Takes ihrer Gefolgschaft, um mehr Leute auf die “Diskussion” anzusetzen. So absurde Behauptungen wie die, dass Leute sich aufgrund von Tiktok-Videos Selbstdiagnosen stellen würden.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/A81yPnCWIOFP/VRv3HF0HuL86Yu9t2tEjdn577ag3rwmH2o63cg2r.jpg" alt="Screenshot eines Posts von TageM_official. Ich verweise nochmal auf Tiktok wo Selfdx in Bezug zu Autismus wirklich Trend ist. Da werden Vorurteile rangezogen um diese Selbstdiagnosen zu stellen. Vorurteile die den Alltag von Autisten erschweren, aber eben durch sowas verbreitet und verfestigt werden."></p>

<p>Nein, diese Menschen hören nur sich selber.</p>

<p>Man kennt die Taktiken sehr gut aus TERF-Kreisen. Noch eine Ähnlichkeit gibt es: reagieren die Betroffenen emotional, weil man ihre mühsam gewonnene Identität mit den Füßen tritt, betonen fotobus und Konsorten, wie objektiv sie selber doch seien.</p>

<h2 id="die-problematik" id="die-problematik">Die Problematik</h2>

<p>Ja, mir ist hier endgültig der Kragen geplatzt. Weil fotobus sehr viel Zeit darauf verwendet, Twitter nach relevanten Stichwörtern abzusuchen. Dadurch ist sie oft der erste Eindruck, den Menschen von der Autismus-Bubble bekommen. Und kein positiver.</p>

<p>Ich kenne Leute, die sich deswegen angewidert von der Autismus-Community zurückgezogen haben. Viele andere würden gerne mehr über autistische Erfahrungen reden, fürchten aber Anfeindungen aus dieser Bubble. Der Schaden für die Community ist tatsächlich enorm.</p>

<p>Die bekannten Accounts der Person sind <a href="https://twitter.com/fotobus" rel="nofollow">@fotobus</a>, <a href="https://twitter.com/Ausweichbus" rel="nofollow">@Ausweichbus</a>, <a href="https://twitter.com/fotoCount" rel="nofollow">@fotoCount</a>, <a href="https://mastodon.social/@fotobus" rel="nofollow"><a href="https://paper.wf/@/fotobus@mastodon.social" class="u-url mention" rel="nofollow">@<span>fotobus@mastodon.social</span></a></a>.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/blockempfehlung-fur-phodopus-sungorus-anfotobus-und-gefolgschaft</guid>
      <pubDate>Tue, 01 Nov 2022 20:44:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wer sagte wirklich &#34;Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat&#34;?</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/wer-sagte-wirklich-zu-sagen-was-ist-bleibt-die-revolutionarste-tat</link>
      <description>&lt;![CDATA[#zitat #mythen #feminismus #transfeindlichkeit&#xA;&#xA;Ich bin ja bei Zitaten grundsätzlich immer skeptisch. Und dieses &#34;Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat&#34;, das einige sogenannte Feministinnen verwenden und Rosa Luxemburg zuschreiben, war etwas seltsam.&#xA;&#xA;TL;DR: Sie hat es wirklich gesagt, aber nicht als ihren Gedanken.&#xA;&#xA;!--more--Zunächst das Offensichtliche: die zusätzliche Aussage zur Zweigeschlechtlichkeit, die sich gerne dahinter findet, ist Rosa Luxemburg natürlich nicht anzulasten, auch wenn der Anschein erweckt wird, sie wäre Teil dieses Zitats.&#xA;&#xA;Während das angebliche Rosa Luxemburg Zitat sehr weit verbreitet ist, fällt es doch auf, dass nirgendwo eine Quelle genannt wird.&#xA;&#xA;Das hat den einfachen Grund, dass das Originalzitat gekürzt worden ist. Was Rosa Luxemburg tatsächlich geschrieben hat: &#34;Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer »das laut zu sagen, was ist«.&#34; Veröffentlicht 1906 in einer polnischen Broschüre.&#xA;&#xA;Die Kürzung ist nicht sinnentstellend. Jedoch wird unter den Tisch gekehrt, dass Rosa Luxemburg hier keinen originalen Gedanken äußert, sondern auf Ferdinand Lassalle Bezug nimmt. Der diesen Gedanken übrigens im Gegenzug Napoleon zuschreibt.&#xA;&#xA;Es muss für manche ziemlich unerträglich sein, dass sich eines der großen feministischen Vorbilder gedanklich bei Männern bediente. Rosa Luxemburg käme es aber vermutlich nie in den Sinn zu behaupten, die feministische Bewegung existiere in einem Vakuum ohne äußere Einflüsse.&#xA;&#xA;Nun gut, die eine suchte komplexe Lösungen für komplexe Probleme und bezahlte dafür mit ihrem Leben. Die anderen reduzieren die Komplexität der Welt um sie herum auf eine simple Dichotomie und fühlen sich damit als erhabene Kämpfer*innen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:zitat" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">zitat</span></a> <a href="/newstrujew/tag:mythen" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">mythen</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a></p>

<p>Ich bin ja bei Zitaten grundsätzlich immer skeptisch. Und dieses “Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat”, das einige sogenannte Feministinnen verwenden und Rosa Luxemburg zuschreiben, war etwas seltsam.</p>

<p>TL;DR: Sie hat es wirklich gesagt, aber nicht als ihren Gedanken.</p>

<p>Zunächst das Offensichtliche: die zusätzliche Aussage zur Zweigeschlechtlichkeit, die sich gerne dahinter findet, ist Rosa Luxemburg natürlich nicht anzulasten, auch wenn der Anschein erweckt wird, sie wäre Teil dieses Zitats.</p>

<p>Während das angebliche Rosa Luxemburg Zitat sehr weit verbreitet ist, fällt es doch auf, dass nirgendwo eine Quelle genannt wird.</p>

<p>Das hat den einfachen Grund, dass das Originalzitat gekürzt worden ist. Was Rosa Luxemburg tatsächlich geschrieben hat: “Wie Lassalle sagte, ist und bleibt die revolutionärste Tat, immer »das laut zu sagen, was ist«.” Veröffentlicht 1906 in einer polnischen Broschüre.</p>

<p>Die Kürzung ist nicht sinnentstellend. Jedoch wird unter den Tisch gekehrt, dass Rosa Luxemburg hier keinen originalen Gedanken äußert, sondern auf Ferdinand Lassalle Bezug nimmt. Der diesen Gedanken übrigens im Gegenzug Napoleon zuschreibt.</p>

<p>Es muss für manche ziemlich unerträglich sein, dass sich eines der großen feministischen Vorbilder gedanklich bei Männern bediente. Rosa Luxemburg käme es aber vermutlich nie in den Sinn zu behaupten, die feministische Bewegung existiere in einem Vakuum ohne äußere Einflüsse.</p>

<p>Nun gut, die eine suchte komplexe Lösungen für komplexe Probleme und bezahlte dafür mit ihrem Leben. Die anderen reduzieren die Komplexität der Welt um sie herum auf eine simple Dichotomie und fühlen sich damit als erhabene Kämpfer*innen.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/wer-sagte-wirklich-zu-sagen-was-ist-bleibt-die-revolutionarste-tat</guid>
      <pubDate>Wed, 03 Aug 2022 09:43:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vergewaltigung ist Machtausübung</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/vergewaltigung-ist-machtausubung</link>
      <description>&lt;![CDATA[#vergewaltigung #gewalt #macht #feminismus&#xA;&#xA;Mag sein, dass diese These nicht unmittelbar einleuchtet, aber bei der Vergewaltigung geht es primär um Macht.&#xA;&#xA;Nein, Vergewaltigungen werden in den seltensten Fällen von Menschen mit mangelnder Impulskontrolle begangen. In den meisten Fällen wissen die Täter genau, was sie da tun. Und sie tun es, weil die Gesellschaft sie lässt.&#xA;&#xA;!--more--Selbst wenn anschließend eine Anzeige erfolgt (selten). Selbst wenn es zu einem Verfahren kommt (noch seltener). Die Täter haben kaum Konsequenzen zu befürchten. Weil sie von allen Teilen der Gesellschaft geschützt werden. Ihre Kumpel, Polizei, Justiz, alle.&#xA;&#xA;Und das wissen sie natürlich. Unsere Gesellschaft zieht Jungen in dem Wissen auf, dass sie nicht für ihre Taten verantwortlich sind. Weil &#34;Jungs sind nun mal wild&#34; und &#34;sie können da nichts dafür&#34;. Das ist ihnen aber nicht angeboren. Das haben wir ihnen anerzogen.&#xA;&#xA;Und das tun wir auch weiter. Immer, wenn das Narrativ eines Triebtäters verbreitet wird. Immer, wenn die Opfer gefragt werden, was sie anhatten. Immer, wenn Leute sich hinter einen Täter stellen, weil der eigentlich ein ganz guter sei.&#xA;&#xA;Männer sind nicht gewalttätiger, weil es ihre Natur sei. Eine solche Behauptung ist eigentlich eine Beleidigung an die Intelligenz aller Männer. Wird aber gerne von denen angenommen, die die Täter von ihren Taten entschuldigen wollen.&#xA;&#xA;Vielmehr ist das Problem, dass Männer in unserer Gesellschaft privilegiert sind und dadurch vor den Konsequenzen ihrer Gewalt geschützt werden. Marginalisierte Gruppen (BlPoC, trans Frauen etc.) sind entsprechend seltener Täterinnen, werden aber viel öfter dafür belangt.&#xA;&#xA;Das sollte eigentlich allen Feministinnen klar sein. Weder Männer noch irgendwelche Geschlechtsorgane sind das Problem, es sind die Privilegien, die die meisten Männer in unserer Gesellschaft genießen. Gegen diese Machtstrukturen muss vorgegangen werden.&#xA;&#xA;Infantilisierung der Männer, Täterschutz, Victim Blaming, das muss aufhören. Marginalisierte Gruppen muss man unterstützen. Ja, alle marginalisierte Gruppen haben mit demselben Problem zu kämpfen, und nicht bloß Frauen oder Lesben. Feminismus geht nur mit Intersektionalität.&#xA;&#xA;Passend zum Thema, eine Aussage von @ZZiggsMusic auf Twitter:&#xA;&#xA;  Warum spricht man eigentlich davon, dass Männer bei Gewalttaten &#34;die Kontrolle verloren&#34; hätten? Die wissen ganz genau was sie tun!&#xA;    Ich hab noch nie nen Mann gesehen, der &#34;die Kontrolle&#34; bei seinem Chef oder irgendeinem Mann &#34;verloren&#34; hat, der über ihm stand. Verrückt oder?]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:vergewaltigung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">vergewaltigung</span></a> <a href="/newstrujew/tag:gewalt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">gewalt</span></a> <a href="/newstrujew/tag:macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">macht</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Mag sein, dass diese These nicht unmittelbar einleuchtet, aber bei der Vergewaltigung geht es primär um Macht.</p>

<p>Nein, Vergewaltigungen werden in den seltensten Fällen von Menschen mit mangelnder Impulskontrolle begangen. In den meisten Fällen wissen die Täter genau, was sie da tun. Und sie tun es, weil die Gesellschaft sie lässt.</p>

<p>Selbst wenn anschließend eine Anzeige erfolgt (selten). Selbst wenn es zu einem Verfahren kommt (noch seltener). Die Täter haben kaum Konsequenzen zu befürchten. Weil sie von allen Teilen der Gesellschaft geschützt werden. Ihre Kumpel, Polizei, Justiz, alle.</p>

<p>Und das wissen sie natürlich. Unsere Gesellschaft zieht Jungen in dem Wissen auf, dass sie nicht für ihre Taten verantwortlich sind. Weil “Jungs sind nun mal wild” und “sie können da nichts dafür”. Das ist ihnen aber nicht angeboren. Das haben wir ihnen anerzogen.</p>

<p>Und das tun wir auch weiter. Immer, wenn das Narrativ eines Triebtäters verbreitet wird. Immer, wenn die Opfer gefragt werden, was sie anhatten. Immer, wenn Leute sich hinter einen Täter stellen, weil der eigentlich ein ganz guter sei.</p>

<p>Männer sind nicht gewalttätiger, weil es ihre Natur sei. Eine solche Behauptung ist eigentlich eine Beleidigung an die Intelligenz aller Männer. Wird aber gerne von denen angenommen, die die Täter von ihren Taten entschuldigen wollen.</p>

<p>Vielmehr ist das Problem, dass Männer in unserer Gesellschaft privilegiert sind und dadurch vor den Konsequenzen ihrer Gewalt geschützt werden. Marginalisierte Gruppen (BlPoC, trans Frauen etc.) sind entsprechend seltener Täter*innen, werden aber viel öfter dafür belangt.</p>

<p>Das sollte eigentlich allen Feminist*innen klar sein. Weder Männer noch irgendwelche Geschlechtsorgane sind das Problem, es sind die Privilegien, die die meisten Männer in unserer Gesellschaft genießen. Gegen diese Machtstrukturen muss vorgegangen werden.</p>

<p>Infantilisierung der Männer, Täterschutz, Victim Blaming, das muss aufhören. Marginalisierte Gruppen muss man unterstützen. Ja, alle marginalisierte Gruppen haben mit demselben Problem zu kämpfen, und nicht bloß Frauen oder Lesben. Feminismus geht nur mit Intersektionalität.</p>

<p>Passend zum Thema, eine <a href="https://twitter.com/ZZiggsMusic/status/1558749956810457089" rel="nofollow">Aussage von @ZZiggsMusic auf Twitter</a>:</p>

<blockquote><p>Warum spricht man eigentlich davon, dass Männer bei Gewalttaten “die Kontrolle verloren” hätten? Die wissen ganz genau was sie tun!</p>

<p>Ich hab noch nie nen Mann gesehen, der “die Kontrolle” bei seinem Chef oder irgendeinem Mann “verloren” hat, der über ihm stand. Verrückt oder?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/vergewaltigung-ist-machtausubung</guid>
      <pubDate>Tue, 14 Jun 2022 09:01:25 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Problematik der Männlichkeitsvorstellung unserer Gesellschaft</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/die-problematik-der-mannlichkeitsvorstellung-unserer-gesellschaft</link>
      <description>&lt;![CDATA[feminismus&#xA;&#xA;Männer haben es auch nicht leicht in dieser Gesellschaft, und das meine ich völlig unironisch. Von klein auf bekommen Jungen eingetrichtert:&#xA;&#xA;&#34;Echte Männer weinen nicht.&#34;&#xA;&#34;Du darfst keine Angst haben, das ist unmännlich.&#34;&#xA;&#34;Sei stark, zeig keine Schwäche.&#34;&#xA;&#xA;Nicht immer wird das so direkt gesagt. Oft schwingt die Erwartung einfach in den Aussagen mit. Und männliche Vorbilder (echte und fiktive) leben es vor.&#xA;&#xA;!--more--So wundert es nicht, dass viele Männer sich lieber besaufen oder gleich tot umfallen, als sich Hilfe zu holen.&#xA;&#xA;Und nicht nur das. Wie viele Beziehungen sind kaputt gegangen, noch eher sie anfangen konnten, weil man(n) nie gelernt hat, über Gefühle zu sprechen? Oder schlimmer noch: die Zuwendung nur über Gewalt (an Zöpfen ziehen, hänseln etc.) kommunizieren kann?&#xA;&#xA;Kein Wunder, dass viele Männer so empfänglich für die Incel-Botschaft sind. Denn hier wird vermittelt: &#34;Es ist nichts falsch mit dir, du machst alles richtig und musst dich nicht ändern. Es sind einfach die Frauen, die keine netten Typen wie dich mögen.&#34;&#xA;&#xA;Dieser Themenkomplex ist das, was gemeinhin als &#34;toxische Männlichkeit&#34; bezeichnet wird. Es ist keine Abwertung der Männer als solche, sondern lediglich unseres gesellschaftlichen Konstrukts der Männlichkeit, der für Männer wie Frauen hochgradig schädlich ist.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Männer haben es auch nicht leicht in dieser Gesellschaft, und das meine ich völlig unironisch. Von klein auf bekommen Jungen eingetrichtert:</p>

<p>“Echte Männer weinen nicht.”
“Du darfst keine Angst haben, das ist unmännlich.”
“Sei stark, zeig keine Schwäche.”</p>

<p>Nicht immer wird das so direkt gesagt. Oft schwingt die Erwartung einfach in den Aussagen mit. Und männliche Vorbilder (echte und fiktive) leben es vor.</p>

<p>So wundert es nicht, dass viele Männer sich lieber besaufen oder gleich tot umfallen, als sich Hilfe zu holen.</p>

<p>Und nicht nur das. Wie viele Beziehungen sind kaputt gegangen, noch eher sie anfangen konnten, weil man(n) nie gelernt hat, über Gefühle zu sprechen? Oder schlimmer noch: die Zuwendung nur über Gewalt (an Zöpfen ziehen, hänseln etc.) kommunizieren kann?</p>

<p>Kein Wunder, dass viele Männer so empfänglich für die Incel-Botschaft sind. Denn hier wird vermittelt: “Es ist nichts falsch mit dir, du machst alles richtig und musst dich nicht ändern. Es sind einfach die Frauen, die keine netten Typen wie dich mögen.”</p>

<p>Dieser Themenkomplex ist das, was gemeinhin als “toxische Männlichkeit” bezeichnet wird. Es ist keine Abwertung der Männer als solche, sondern lediglich unseres gesellschaftlichen Konstrukts der Männlichkeit, der für Männer wie Frauen hochgradig schädlich ist.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/die-problematik-der-mannlichkeitsvorstellung-unserer-gesellschaft</guid>
      <pubDate>Sun, 20 Feb 2022 13:52:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Was haben Leute eigentlich gegen Lastenräder?</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/was-haben-leute-eigentlich-gegen-lastenrader</link>
      <description>&lt;![CDATA[#fahrräder #feminismus&#xA;&#xA;Ach ja, toxische Männlichkeit... Schon Kleinwagen werden größtenteils von Frauen gefahren, obwohl sie in der Stadt in jeder Hinsicht die bessere Wahl sind, solange keine Kinder dabei sind. Weil viele Männer fürchten, ihnen würde etwas abfallen, wenn sie keinen dicken Schlitten fahren.&#xA;&#xA;Der Begriff der Männlichkeit ist in unserer Gesellschaft auch an das Auto geknüpft. Kein Auto zu haben ist &#34;unmännlich&#34;. Da wundert es nicht, dass weite Teile der Gesellschaft schon beim Erwähnen der Möglichkeit, manchmal auch Fahrrad zu fahren, gleich Sturm laufen.&#xA;&#xA;Es hängt alles zusammen. Klimaschutz, Feminismus, Antirassismus und noch mehr. Es sind Themen, die alle angegangen werden müssen, wenn wir die großen Probleme unserer Gesellschaft lösen wollen.&#xA;&#xA;So, das waren jetzt meine 2 Cent zu Porsche vs. Lastenrad.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:fahrr%C3%A4der" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">fahrräder</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Ach ja, toxische Männlichkeit... Schon Kleinwagen werden größtenteils von Frauen gefahren, obwohl sie in der Stadt in jeder Hinsicht die bessere Wahl sind, solange keine Kinder dabei sind. Weil viele Männer fürchten, ihnen würde etwas abfallen, wenn sie keinen dicken Schlitten fahren.</p>

<p>Der Begriff der Männlichkeit ist in unserer Gesellschaft auch an das Auto geknüpft. Kein Auto zu haben ist “unmännlich”. Da wundert es nicht, dass weite Teile der Gesellschaft schon beim Erwähnen der Möglichkeit, manchmal auch Fahrrad zu fahren, gleich Sturm laufen.</p>

<p>Es hängt alles zusammen. Klimaschutz, Feminismus, Antirassismus und noch mehr. Es sind Themen, die alle angegangen werden müssen, wenn wir die großen Probleme unserer Gesellschaft lösen wollen.</p>

<p>So, das waren jetzt meine 2 Cent zu Porsche vs. Lastenrad.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/was-haben-leute-eigentlich-gegen-lastenrader</guid>
      <pubDate>Wed, 16 Feb 2022 11:51:54 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Warum uns Transrechte die Frauenquote nicht wegnehmen werden</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/warum-uns-transrechte-die-frauenquote-nicht-wegnehmen-werden</link>
      <description>&lt;![CDATA[#feminismus #transfeindlichkeit #diskriminierung&#xA;&#xA;Irgendwie setzt beim Thema Transrechte bei einigen Leuten sämtliche feministische Erfahrung aus.&#xA;&#xA;Zur Erinnerung: wir leben immer noch im Patriarchat. Es gibt keine Privilegien für Frauen. Frauenquoten sind nur ein notdürftiger Nachteilsausgleich.&#xA;&#xA;!--more--Ein Mann, der sich Suzanne nennt, muss enorme Nachteile hinnehmen, insbesondere in einer exponierten Position wie einem politischen Amt. Niemand macht das freiwillig, nur um in den Genuss der Frauenquote zu kommen. Wir wissen doch noch, wie toxische Männlichkeit funktioniert? &#xA;&#xA;Ich habe vielleicht eine halbe Erklärung dafür, warum einige Feministinnen für solche kruden Thesen empfänglich sind. Es ist möglicherweise die Gewohnheit, &#34;das Patriarchat&#34; als eine gesichtslose Unterdrückungsmaschine zu sehen.&#xA;&#xA;Nun stehen hinter der Abstraktion &#34;das Patriarchat&#34; aber Menschen, alle Menschen. Sie tragen es mit, meist unbewusst. Jedes Individuum meint dabei, &#34;richtig&#34; zu handeln, was auch immer &#34;richtig&#34; im individuellen Kontext bedeutet. Nichts passiert aus &#34;purer Boshaftigkeit&#34;.&#xA;&#xA;Jedenfalls denke ich, dass dieses Ignorieren individueller Motivationen eine halbe Erklärung ist. Die andere Hälfte ist aber immer noch Transfeindlichkeit. Anders ist nicht zu erklären, dass ausgerechnet diese eine Gruppe zur Bedrohung schlechthin stilisiert wird.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a> <a href="/newstrujew/tag:diskriminierung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">diskriminierung</span></a></p>

<p>Irgendwie setzt beim Thema Transrechte bei einigen Leuten sämtliche feministische Erfahrung aus.</p>

<p>Zur Erinnerung: wir leben immer noch im Patriarchat. Es gibt keine Privilegien für Frauen. Frauenquoten sind nur ein notdürftiger Nachteilsausgleich.</p>

<p>Ein Mann, der sich Suzanne nennt, muss enorme Nachteile hinnehmen, insbesondere in einer exponierten Position wie einem politischen Amt. Niemand macht das freiwillig, nur um in den Genuss der Frauenquote zu kommen. Wir wissen doch noch, wie toxische Männlichkeit funktioniert?</p>

<p>Ich habe vielleicht eine halbe Erklärung dafür, warum einige Feministinnen für solche kruden Thesen empfänglich sind. Es ist möglicherweise die Gewohnheit, “das Patriarchat” als eine gesichtslose Unterdrückungsmaschine zu sehen.</p>

<p>Nun stehen hinter der Abstraktion “das Patriarchat” aber Menschen, alle Menschen. Sie tragen es mit, meist unbewusst. Jedes Individuum meint dabei, “richtig” zu handeln, was auch immer “richtig” im individuellen Kontext bedeutet. Nichts passiert aus “purer Boshaftigkeit”.</p>

<p>Jedenfalls denke ich, dass dieses Ignorieren individueller Motivationen eine halbe Erklärung ist. Die andere Hälfte ist aber immer noch Transfeindlichkeit. Anders ist nicht zu erklären, dass ausgerechnet diese eine Gruppe zur Bedrohung schlechthin stilisiert wird.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/warum-uns-transrechte-die-frauenquote-nicht-wegnehmen-werden</guid>
      <pubDate>Wed, 09 Feb 2022 08:55:22 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Zusammenhang zwischen Penis und Vergewaltigung: ein Trugschluss</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/zusammenhang-zwischen-penis-und-vergewaltigung-ein-trugschluss</link>
      <description>&lt;![CDATA[#vergewaltigung #macht #transfeindlichkeit #feminismus&#xA;&#xA;TERFs nehmen gern &#34;die meisten Vergewaltigungen werden von Penisträgern begangen&#34; und konstruieren daraus einen kausalen Zusammenhang. Scheint einleuchtend, ist aber ein Trugschluss. In Wirklichkeit liegt es an den Machtverhältnissen.&#xA;&#xA;Cis Männer vergewaltigen nicht, weil sie einen Penis haben: es geht auch ohne. Sie tun es, weil ihnen unsere Gesellschaft alles durchgehen lässt. Weil sie es dürfen und von ihrer Umgebung darin sogar noch bestätigt werden.&#xA;&#xA;!--more--Das bedeutet im Umkehrschluss, dass trans Frauen extrem unwahrscheinliche Vergewaltigerinnen sind, Penis hin oder her. Denn ihr gesellschaftlicher Rückhalt ist nicht existent. Schon ihre reine Existenz verstehen viele als Affront.&#xA;&#xA;Nun könnten sogenannte Feministinnen das erkennen und gegen Machtstrukturen kämpfen, die Vergewaltiger bestärken. Oder sie führen weiter einen Kampf gegen Penisse auf Kosten einer ohnehin extrem diskriminierten Gruppe.&#xA;&#xA;Choose your side.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:vergewaltigung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">vergewaltigung</span></a> <a href="/newstrujew/tag:macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">macht</span></a> <a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>TERFs nehmen gern “die meisten Vergewaltigungen werden von Penisträgern begangen” und konstruieren daraus einen kausalen Zusammenhang. Scheint einleuchtend, ist aber ein Trugschluss. In Wirklichkeit liegt es an den Machtverhältnissen.</p>

<p>Cis Männer vergewaltigen nicht, weil sie einen Penis haben: es geht auch ohne. Sie tun es, weil ihnen unsere Gesellschaft alles durchgehen lässt. Weil sie es dürfen und von ihrer Umgebung darin sogar noch bestätigt werden.</p>

<p>Das bedeutet im Umkehrschluss, dass trans Frauen extrem unwahrscheinliche Vergewaltigerinnen sind, Penis hin oder her. Denn ihr gesellschaftlicher Rückhalt ist nicht existent. Schon ihre reine Existenz verstehen viele als Affront.</p>

<p>Nun könnten sogenannte Feministinnen das erkennen und gegen Machtstrukturen kämpfen, die Vergewaltiger bestärken. Oder sie führen weiter einen Kampf gegen Penisse auf Kosten einer ohnehin extrem diskriminierten Gruppe.</p>

<p>Choose your side.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/zusammenhang-zwischen-penis-und-vergewaltigung-ein-trugschluss</guid>
      <pubDate>Wed, 22 Dec 2021 09:18:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wie TERFs sich zu Opfern stilisieren</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/wie-terfs-sich-zu-opfern-stilisieren</link>
      <description>&lt;![CDATA[#transfeindlichkeit #feminismus #identität&#xA;&#xA;Vor etwa einem Jahr hatte ich eine Interaktion mit einem Twitter-Großaccount. Am Rande wurde erwähnt, dass die Person eine TERF sei, was ich einfach zur Kenntnis nahm. Ich konnte es nicht bestätigen, aber es war für das Thema auch irrelevant.&#xA;&#xA;Und dann kam sie in meine Direktnachrichten, um mich auf ihre Seite zu bringen. Ohne auf irgendetwas inhaltlich einzugehen, wollte sie ein Opfer sein. Sie erwähnte auch Drohungen, die sie angeblich erhielt. Nicht im Zusammenhang mit dem Thema, sondern einfach so.&#xA;&#xA;!--more--Heute habe ich mir den Account noch einmal angesehen, und da ist das volle TERF-Programm. Dort wird erzählt, dass Feminismus nur für Frauen sei. Dass die Berücksichtigung der trans Menschen die Frauenrechte aushöhle. Auch der Unsinn mit den Toiletten fehlt natürlich nicht. &#xA;&#xA;Ihre Art der Argumentation scheint typisch für TERFs zu sein, habe es auch anderswo gesehen. Sich immer und überall als Opfer zu inszenieren, um sich so Solidarität zu sichern. Es ist feministisch, Opfern auch ohne Beweise Glauben zu schenken, und sie nutzen es voll aus.&#xA;&#xA;Opfer von wem? Von der bösen &#34;trans Lobby&#34; natürlich. Die unglaublich aggressiv auf &#34;aufrechte Feministinnen&#34; reagiert.&#xA;&#xA;Hinweis: Menschen reagieren mitunter ziemlich ungehalten, wenn ihnen jemand grundlegende Rechte abspricht. Ob es wirklich Morddrohungen sind, ist fraglich.&#xA;&#xA;TERFs erweisen dem Feminismus einen Bärendienst. Die Mär von der Frau mit ihren falschen Anschuldigungen hält sich hartnäckig, auch ohne ihre Uminterpretation von Kritik in Gewalt gegen sie.&#xA;&#xA;Ganz zu schweigen davon, dass ihr &#34;Feminismus&#34; scheinbar daraus besteht, auf noch vulnerablere Gruppen einzuschlagen, um sich auf diese Weise das Wohlwollen des Patriarchats zu erkaufen.&#xA;&#xA;Ich weiß nicht, was die Schlussfolgerung hieraus ist. Fallt bitte nicht auf ihren Spin herein? Akzeptiert ihre Argumentation nicht? Verleiht ihnen keine Legitimation, indem ihr ihre harmloseren Aussagen verbreitet? Wahrscheinlich alles davon. Das sind keine Feministinnen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:identit%C3%A4t" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">identität</span></a></p>

<p>Vor etwa einem Jahr hatte ich eine Interaktion mit einem Twitter-Großaccount. Am Rande wurde erwähnt, dass die Person eine TERF sei, was ich einfach zur Kenntnis nahm. Ich konnte es nicht bestätigen, aber es war für das Thema auch irrelevant.</p>

<p>Und dann kam sie in meine Direktnachrichten, um mich auf ihre Seite zu bringen. Ohne auf irgendetwas inhaltlich einzugehen, wollte sie ein Opfer sein. Sie erwähnte auch Drohungen, die sie angeblich erhielt. Nicht im Zusammenhang mit dem Thema, sondern einfach so.</p>

<p>Heute habe ich mir den Account noch einmal angesehen, und da ist das volle TERF-Programm. Dort wird erzählt, dass Feminismus nur für Frauen sei. Dass die Berücksichtigung der trans Menschen die Frauenrechte aushöhle. Auch der Unsinn mit den Toiletten fehlt natürlich nicht.</p>

<p>Ihre Art der Argumentation scheint typisch für TERFs zu sein, habe es auch anderswo gesehen. Sich immer und überall als Opfer zu inszenieren, um sich so Solidarität zu sichern. Es ist feministisch, Opfern auch ohne Beweise Glauben zu schenken, und sie nutzen es voll aus.</p>

<p>Opfer von wem? Von der bösen “trans Lobby” natürlich. Die unglaublich aggressiv auf “aufrechte Feministinnen” reagiert.</p>

<p>Hinweis: Menschen reagieren mitunter ziemlich ungehalten, wenn ihnen jemand grundlegende Rechte abspricht. Ob es wirklich Morddrohungen sind, ist fraglich.</p>

<p>TERFs erweisen dem Feminismus einen Bärendienst. Die Mär von der Frau mit ihren falschen Anschuldigungen hält sich hartnäckig, auch ohne ihre Uminterpretation von Kritik in Gewalt gegen sie.</p>

<p>Ganz zu schweigen davon, dass ihr “Feminismus” scheinbar daraus besteht, auf noch vulnerablere Gruppen einzuschlagen, um sich auf diese Weise das Wohlwollen des Patriarchats zu erkaufen.</p>

<p>Ich weiß nicht, was die Schlussfolgerung hieraus ist. Fallt bitte nicht auf ihren Spin herein? Akzeptiert ihre Argumentation nicht? Verleiht ihnen keine Legitimation, indem ihr ihre harmloseren Aussagen verbreitet? Wahrscheinlich alles davon. Das sind keine Feministinnen.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/wie-terfs-sich-zu-opfern-stilisieren</guid>
      <pubDate>Mon, 01 Nov 2021 07:08:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Stellung der Frauen in der Sowjetunion</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/stellung-der-frauen-in-der-sowjetunion</link>
      <description>&lt;![CDATA[#feminismus #sowjetunion #geschichte&#xA;&#xA;  Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.&#xA;small(George Santayana)/small&#xA;&#xA;Dieser Satz gilt auch für Linke, die sozialistische Staaten zu Vorreitern bei den Frauenrechten glorifizieren. Denn das waren sie mitnichten.&#xA;&#xA;Bemerkung vorab: meine Erfahrungswerte beziehen sich allesamt auf die Sowjetunion. In anderen sozialistischen Ländern wie der DDR könnte es deutlich anders ausgesehen haben.&#xA;&#xA;!--more--Zunächst einmal ist es richtig, dass Frauen und Männer (ja, binär) im Arbeitsleben der Sowjetunion formell gleichgestellt waren. Ob das wirtschaftliche oder ideologische Gründe hatte, will ich hier gar nicht diskutieren. Schauen wir uns lieber das Drumherum an.&#xA;&#xA;Acht Stunden Lohnarbeit am Tag, zuzüglich verpflichtende Werks- und Parteiversammlungen, zuzüglich Arbeitswege, das hatten also beide Seiten. Und dann?&#xA;&#xA;Dann musste beispielsweise gekocht werden, Fertiggerichte existierten ja nicht. Das übernahmen fast ausnahmslos Frauen.&#xA;&#xA;Dann war da noch die Wäsche. Wer in den 80er Jahren in der Sowjetunion eine Waschmaschine (nicht unbedingt eine automatische) besaß, konnte sich glücklich schätzen. Meine Mutter verbrachte die Hälfte von jedem Samstag mit der Wäsche. Ja, auch hier waren Frauen dran.&#xA;&#xA;Zwei Frauen waschen Wäsche. Vor ihnen stehen große Bottiche mit Wasser, in denen Kleidung eingeweicht wird. Eine der Frauen hält ein Waschbrett, an dem sie ein Kleidungsstück reibt.&#xA;&#xA;Dieses Bild stammt aus einem Film von 1979 (Москва слезам не верит, Quelle). So in etwa kenne ich das auch noch.&#xA;&#xA;Und dann waren da natürlich noch Kinder. Werktags haben die Eltern ihre Kinder kaum gesehen. Wenn sie nicht in der Kita waren, spielten sie draußen. An Wochenenden aber waren auch vor allem die Mütter für die Kinder zuständig. Von den Vätern wurde vor allem erwartet, die Kinder zu bestrafen.&#xA;&#xA;Die Literatur und die Spielfilme der Sowjetunion sind von entsprechenden Stereotypen durchzogen. Mütter kochen, Töchter lernen kochen. Mütter waschen, Töchter helfen. Diese Konstanten wurden meines Wissens nach nirgendwo infrage gestellt.&#xA;&#xA;Nur als Beispiel zwei Standbilder aus einem sowjetischen Zeichentrickzyklus (Обезьянки, 1983-1987) über eine Affenmama, die kocht, wäscht und nebenbei auf ihre fünf Kinder aufpasst. Sehr überzogen dargestellt natürlich, aber trotzdem als normaler Mütteralltag gezeigt.&#xA;&#xA;Eine Affenmama legt irgendwelche Blätter in eine Schüssel, auf dem Herd steht ein Topf.&#xA;Eine Affenmama wäscht Wäsche mit einem Waschbrett und schaut gleichzeitig, was ihre Kinder tun. Im Hintergrund ist eine Wäscheleine mit Kindersachen.&#xA;&#xA;Wenn Männer mehr Freizeit als Frauen hatten, was machten sie damit? Sie gingen beispielsweise in den Hof oder in den Park und spielten: Domino, Schach, Dame, Hockey.&#xA;&#xA;Vier Männer sitzen am Tisch draußen und spielen Domino&#xA;Auf einer Eisfläche spielen Männer Hockey. Viele Menschen schauen zu, meist Männer und Kinder, nur ein paar Frauen.&#xA;&#xA;Sowjetische Fotos zeigen immer ausschließlich Männer beim Spielen (Quelle).&#xA;&#xA;Die weniger gesellschaftlich akzeptierte Freizeitbeschäftigung der Männer war das Trinken. Auch hier bezeichnend: Alkoholismus war größtenteils ein Männerproblem. Frauen hatten dafür schlicht keine Zeit.&#xA;&#xA;Auch bei der Abschaffung der Stereotype beispielsweise um Kleidung und Frisuren spielte die Sowjetunion mitnichten eine Vorreiterrolle, sondern akzeptierte irgendwann widerwillig aus dem Westen kommende Trends. Ich kenne mich hier schlecht aus, aber zwei Fotos will ich zeigen.&#xA;&#xA;Schuluniform der Jungen bestehend aus blauer Hose mit blauer Jacke. Schuluniform der Mädchen bestehend aus braunem Kleid mit weißer Schürze.&#xA;Schwarz-Weiß-Foto, Farben nicht erkennbar. Schuluniform der Jungen ist sehr militärisch anmutend, Hose mit Mantel. Der letztere vollständig zugeknöpft und mit einem breiten Gürtel. Schuluniform der Mädchen bestehend aus Kleid mit Schürze.&#xA;&#xA;Oben sind Schuluniformen, wie sie an sowjetischen Schulen in den 80er Jahren getragen wurden. Unten dagegen die Uniformen eines russischen Gymnasiums vor der Oktoberrevolution 1917. Vielleicht sieht man hier, dass die Uniform der Jungen mit der Zeit angepasst und bequemer wurde. Die der Mädchen hat sich kaum verändert.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a></p>

<blockquote><p>Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.
<small>(George Santayana)</small></p></blockquote>

<p>Dieser Satz gilt auch für Linke, die sozialistische Staaten zu Vorreitern bei den Frauenrechten glorifizieren. Denn das waren sie mitnichten.</p>

<p>Bemerkung vorab: meine Erfahrungswerte beziehen sich allesamt auf die Sowjetunion. In anderen sozialistischen Ländern wie der DDR könnte es deutlich anders ausgesehen haben.</p>

<p>Zunächst einmal ist es richtig, dass Frauen und Männer (ja, binär) im Arbeitsleben der Sowjetunion formell gleichgestellt waren. Ob das wirtschaftliche oder ideologische Gründe hatte, will ich hier gar nicht diskutieren. Schauen wir uns lieber das Drumherum an.</p>

<p>Acht Stunden Lohnarbeit am Tag, zuzüglich verpflichtende Werks- und Parteiversammlungen, zuzüglich Arbeitswege, das hatten also beide Seiten. Und dann?</p>

<p>Dann musste beispielsweise gekocht werden, Fertiggerichte existierten ja nicht. Das übernahmen fast ausnahmslos Frauen.</p>

<p>Dann war da noch die Wäsche. Wer in den 80er Jahren in der Sowjetunion eine Waschmaschine (nicht unbedingt eine automatische) besaß, konnte sich glücklich schätzen. Meine Mutter verbrachte die Hälfte von jedem Samstag mit der Wäsche. Ja, auch hier waren Frauen dran.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/tPujDgAScMyo/W5AcD7Flh34R1Zjfd4qFu6Ztxu28VZlpRyPe1b1k.jpg" alt="Zwei Frauen waschen Wäsche. Vor ihnen stehen große Bottiche mit Wasser, in denen Kleidung eingeweicht wird. Eine der Frauen hält ein Waschbrett, an dem sie ein Kleidungsstück reibt."></p>

<p>Dieses Bild stammt aus einem Film von 1979 (Москва слезам не верит, <a href="https://ru.rbth.com/read/1538-soviet-washing-laundry" rel="nofollow">Quelle</a>). So in etwa kenne ich das auch noch.</p>

<p>Und dann waren da natürlich noch Kinder. Werktags haben die Eltern ihre Kinder kaum gesehen. Wenn sie nicht in der Kita waren, spielten sie draußen. An Wochenenden aber waren auch vor allem die Mütter für die Kinder zuständig. Von den Vätern wurde vor allem erwartet, die Kinder zu bestrafen.</p>

<p>Die Literatur und die Spielfilme der Sowjetunion sind von entsprechenden Stereotypen durchzogen. Mütter kochen, Töchter lernen kochen. Mütter waschen, Töchter helfen. Diese Konstanten wurden meines Wissens nach nirgendwo infrage gestellt.</p>

<p>Nur als Beispiel zwei Standbilder aus einem sowjetischen Zeichentrickzyklus (Обезьянки, 1983-1987) über eine Affenmama, die kocht, wäscht und nebenbei auf ihre fünf Kinder aufpasst. Sehr überzogen dargestellt natürlich, aber trotzdem als normaler Mütteralltag gezeigt.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/rgLe7BBoXeqM/bNPiPTbHXrn4kxj7Bz7Ei9FFuIygwMDD3FALlX04.jpg" alt="Eine Affenmama legt irgendwelche Blätter in eine Schüssel, auf dem Herd steht ein Topf.">
<img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/TFECVLBcAQJh/xRGFG7qTRo29oFNrUdhfF9B7B7p1hMjH4fVfHRJR.jpg" alt="Eine Affenmama wäscht Wäsche mit einem Waschbrett und schaut gleichzeitig, was ihre Kinder tun. Im Hintergrund ist eine Wäscheleine mit Kindersachen."></p>

<p>Wenn Männer mehr Freizeit als Frauen hatten, was machten sie damit? Sie gingen beispielsweise in den Hof oder in den Park und spielten: Domino, Schach, Dame, Hockey.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/QrX8zfCC9vQF/iCZXBtRyAxDCpUZYu3J3KMHD3L8W2iDE1VNFlH3x.jpg" alt="Vier Männer sitzen am Tisch draußen und spielen Domino">
<img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/Qu3uDGAQhEBu/oSPKxINopDgRzHtgI3qe8cZeNqCWNe2d7WKpFmfI.jpg" alt="Auf einer Eisfläche spielen Männer Hockey. Viele Menschen schauen zu, meist Männer und Kinder, nur ein paar Frauen."></p>

<p>Sowjetische Fotos zeigen immer ausschließlich Männer beim Spielen (<a href="https://back-in-ussr.com/2017/07/dosug-sovetskih-lyudey.html" rel="nofollow">Quelle</a>).</p>

<p>Die weniger gesellschaftlich akzeptierte Freizeitbeschäftigung der Männer war das Trinken. Auch hier bezeichnend: Alkoholismus war größtenteils ein Männerproblem. Frauen hatten dafür schlicht keine Zeit.</p>

<p>Auch bei der Abschaffung der Stereotype beispielsweise um Kleidung und Frisuren spielte die Sowjetunion mitnichten eine Vorreiterrolle, sondern akzeptierte irgendwann widerwillig aus dem Westen kommende Trends. Ich kenne mich hier schlecht aus, aber zwei Fotos will ich zeigen.</p>

<p><img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/MZA1bSZ8L96l/JhibQWISfSWtOigxJXVcLMK1T4L0FxMYPKRtccpJ.jpg" alt="Schuluniform der Jungen bestehend aus blauer Hose mit blauer Jacke. Schuluniform der Mädchen bestehend aus braunem Kleid mit weißer Schürze.">
<img src="https://pixelfed.de/storage/m/_v2/495313347312455455/a48ad3dc0-89cf68/kTb4vC1TD9vl/Ct2JdD6AVdX673rc60Fo7oAFDj9WKdtE8yvDZ4AL.jpg" alt="Schwarz-Weiß-Foto, Farben nicht erkennbar. Schuluniform der Jungen ist sehr militärisch anmutend, Hose mit Mantel. Der letztere vollständig zugeknöpft und mit einem breiten Gürtel. Schuluniform der Mädchen bestehend aus Kleid mit Schürze."></p>

<p>Oben sind Schuluniformen, wie sie an sowjetischen Schulen in den 80er Jahren getragen wurden. Unten dagegen die Uniformen eines russischen Gymnasiums vor der Oktoberrevolution 1917. Vielleicht sieht man hier, dass die Uniform der Jungen mit der Zeit angepasst und bequemer wurde. Die der Mädchen hat sich kaum verändert.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/stellung-der-frauen-in-der-sowjetunion</guid>
      <pubDate>Wed, 06 Oct 2021 12:20:43 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Nein, dem Freund der Tochter zu drohen ist nicht lustig</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/nein-dem-freund-der-tochter-zu-drohen-ist-nicht-lustig</link>
      <description>&lt;![CDATA[feminismus&#xA;&#xA;Aus aktuellem Anlass: wieso ist der beliebte &#34;Witz&#34;, bei dem ein Vater dem (Ex-)Freund seiner Tochter etwas androht, eigentlich so problematisch? Es ist übrigens auch irrelevant, ob diese Drohung tatsächlich ausgesprochen wurde.&#xA;&#xA;Man könnte hier beispielsweise eine andere Perspektive annehmen: wie würde ich es finden, wenn es mein Sohn wäre, der da bedroht wird? Vermutlich wäre das eher nicht witzig und tendenziell ein Fall für die Polizei.&#xA;&#xA;!--more--Andere Sichtweise: Wieso mischt sich ein Vater überhaupt in die Beziehung seiner Tochter ein? Wieso kommt das bei Söhnen nie auf? Was hier immer mitschwingt, ist das patriarchale Besitzdenken. Die Tochter als Eigentum des Vaters, das jemand beschädigen könnte.&#xA;&#xA;Und schließlich: Wieso wird Gewalt hier als eine akzeptable Lösung präsentiert? Doch eigentlich nur, weil in unserer Gesellschaft Gewalttätigkeit bei Männern als &#34;normal&#34; gilt. Solche Erzählungen unterstützen das Narrativ, dass das Problem an der Gewalt lediglich die Bestrafung sei.&#xA;&#xA;Eigentlich wäre die vernünftige Reaktion auf den &#34;Witz&#34;: so ein Vater gehört eingesperrt, er ist eine Gefahr für seine Tochter und die Gesellschaft. Aber stattdessen gibt es nur Bestätigung: &#34;Tolle Aktion, ich helfe!&#34;&#xA;&#xA;Hier wird Gewalt normalisiert. Hier wird das Bestimmen über das Leben von Frauen normalisiert. Das setzt sich fest.&#xA;&#xA;Natürlich wird dadurch nicht jeder Mann gleich zum Mörder. Aber die Zahl der Femizide in Deutschland ist erschreckend hoch.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Aus aktuellem Anlass: wieso ist der beliebte “Witz”, bei dem ein Vater dem (Ex-)Freund seiner Tochter etwas androht, eigentlich so problematisch? Es ist übrigens auch irrelevant, ob diese Drohung tatsächlich ausgesprochen wurde.</p>

<p>Man könnte hier beispielsweise eine andere Perspektive annehmen: wie würde ich es finden, wenn es mein Sohn wäre, der da bedroht wird? Vermutlich wäre das eher nicht witzig und tendenziell ein Fall für die Polizei.</p>

<p>Andere Sichtweise: Wieso mischt sich ein Vater überhaupt in die Beziehung seiner Tochter ein? Wieso kommt das bei Söhnen nie auf? Was hier immer mitschwingt, ist das patriarchale Besitzdenken. Die Tochter als Eigentum des Vaters, das jemand beschädigen könnte.</p>

<p>Und schließlich: Wieso wird Gewalt hier als eine akzeptable Lösung präsentiert? Doch eigentlich nur, weil in unserer Gesellschaft Gewalttätigkeit bei Männern als “normal” gilt. Solche Erzählungen unterstützen das Narrativ, dass das Problem an der Gewalt lediglich die Bestrafung sei.</p>

<p>Eigentlich wäre die vernünftige Reaktion auf den “Witz”: so ein Vater gehört eingesperrt, er ist eine Gefahr für seine Tochter und die Gesellschaft. Aber stattdessen gibt es nur Bestätigung: “Tolle Aktion, ich helfe!”</p>

<p>Hier wird Gewalt normalisiert. Hier wird das Bestimmen über das Leben von Frauen normalisiert. Das setzt sich fest.</p>

<p>Natürlich wird dadurch nicht jeder Mann gleich zum Mörder. Aber die Zahl der Femizide in Deutschland ist erschreckend hoch.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/nein-dem-freund-der-tochter-zu-drohen-ist-nicht-lustig</guid>
      <pubDate>Thu, 02 Sep 2021 14:27:47 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>