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    <title>abtreibung &amp;mdash; Janus Newstrujew</title>
    <link>https://paper.wf/newstrujew/tag:abtreibung</link>
    <description>Gedanken, die nicht in einen Mastodon-Tröt passen&lt;a href=&#34;https://autistics.life/@Newstrujew/&#34; rel=&#34;me&#34;&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:29:46 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Wie Abtreibungen Leben retten</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/wie-abtreibungen-leben-retten</link>
      <description>&lt;![CDATA[#abtreibung #sowjetunion #armut&#xA;&#xA;Die Freunde erzwungener Schwangerschaften erzählen gerne über Leute, deren Mütter eigentlich abtreiben wollten. Was naturgemäß zu kurz kommt, sind Geschichten der Leute, der wegen erzwungener Schwangerschaften gestorben sind.&#xA;&#xA;Ich habe Glück, hier zu sein.&#xA;&#xA;!--more--Als meine Eltern beschlossen haben, dass sie ein zweites Kind wollen, hat es lange nicht geklappt. Danach hatte meine Mutter eine Fehlgeburt. Auch ohne medizinischen Hintergrund kann ich ihre Symptome heute einordnen: Sepsis, Lebensgefahr. Sie blieb damit zu Hause.&#xA;&#xA;Sie hat für sich beschlossen, ein Krankenhaus nur aufzusuchen, wenn sie nicht mehr kann. Ich weiß, was für ein Glück es ist, dass sie das überhaupt überlebt und nicht einmal bleibende Schäden davon getragen hat. Sonst wäre ich heute nicht hier.&#xA;&#xA;Warum nicht ins Krankenhaus? Weil zuvor eine ihrer Freundinnen schon eine Fehlgeburt hatte. Im Krankenhaus wollte man ihr nicht helfen, solange sie nicht verrät, wer ihr die &#34;Abtreibung&#34; gemacht hat. Erst, als sie vor Schmerzen das Bewusstsein verlor, wurde etwas getan.&#xA;&#xA;Und das ist die Welt, die die selbsternannten &#34;Lebensschützer&#34; wieder für uns wollen. Eine Welt, in der jede Frau unter Generalverdacht steht, abgetrieben zu haben. Und dadurch auch gerne Lebensgefahr für sie hingenommen wird.&#xA;&#xA;Die Geschichte meiner Mutter hat sich übrigens in der Sowjetunion zugetragen. Dieselbe Sowjetunion, die die Freunde erzwungener Schwangerschaften gerne als Negativbeispiel anführen. Weil Abtreibungen dort gesetzlich erlaubt waren und angeblich deshalb so oft vorkamen.&#xA;&#xA;Die Wahrheit ist natürlich eine andere. Gesetzlich erlaubt, hatten Abtreibungen dennoch Konsequenzen. Die Arbeitsstelle wurde benachrichtigt. Eine Frau konnte dadurch schlimmstenfalls ihre Arbeit verlieren. Deswegen gab es illegale Abtreibungen weiterhin.&#xA;&#xA;Eine ungewollt schwangere Frau war in der Zwickmühle. Die meisten Menschen in der Sowjetunion lebten nach unseren hiesigen Verhältnissen ohnehin unterhalb der Armutsgrenze. Ein Kind war wirtschaftlich nicht tragbar, oft schon wegen dem Wohnraum. Meine Eltern beispielsweise hatten 12 Quadratmeter für drei Menschen. Zweites Kind war für sie erst möglich, als sie ein größeres Zimmer bekamen.&#xA;&#xA;Dazu kam, dass Geld fürs Essen meist ohnehin knapp war. Schwangerschaft austragen bedeutete oft verhungern müssen.&#xA;&#xA;Und offiziell abtreiben? Ohne Arbeit kein oder nur noch wenig Geld. Auch hier war die Perspektive oftmals: verhungern.&#xA;&#xA;Also blieb oft nur noch eine illegale Abtreibung. Und diese wurden verfolgt. Mit den oben beschriebenen Konsequenzen.&#xA;&#xA;Wenn Abtreibungen aber Konsequenzen hatten, warum war die Zahl der Abtreibungen in der Sowjetunion so hoch? Tja, weil Verhütungsmittel so gut wie nicht existierten. Selbst Kondome waren nicht zu bekommen, von anderen Verhütungsmitteln ganz zu schweigen.&#xA;&#xA;Eigentlich ist die Lehre hier ganz klar: wer wirklich Abtreibungen vermeiden will, muss Verhütungsmittel und Aufklärung fördern. Und die wirtschaftlichen Verhältnisse werdender Mütter verbessern.&#xA;&#xA;Aber darum geht es den Freunden erzwungener Schwangerschaften nicht.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:abtreibung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">abtreibung</span></a> <a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <a href="/newstrujew/tag:armut" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">armut</span></a></p>

<p>Die Freunde erzwungener Schwangerschaften erzählen gerne über Leute, deren Mütter eigentlich abtreiben wollten. Was naturgemäß zu kurz kommt, sind Geschichten der Leute, der wegen erzwungener Schwangerschaften gestorben sind.</p>

<p>Ich habe Glück, hier zu sein.</p>

<p>Als meine Eltern beschlossen haben, dass sie ein zweites Kind wollen, hat es lange nicht geklappt. Danach hatte meine Mutter eine Fehlgeburt. Auch ohne medizinischen Hintergrund kann ich ihre Symptome heute einordnen: Sepsis, Lebensgefahr. Sie blieb damit zu Hause.</p>

<p>Sie hat für sich beschlossen, ein Krankenhaus nur aufzusuchen, wenn sie nicht mehr kann. Ich weiß, was für ein Glück es ist, dass sie das überhaupt überlebt und nicht einmal bleibende Schäden davon getragen hat. Sonst wäre ich heute nicht hier.</p>

<p>Warum nicht ins Krankenhaus? Weil zuvor eine ihrer Freundinnen schon eine Fehlgeburt hatte. Im Krankenhaus wollte man ihr nicht helfen, solange sie nicht verrät, wer ihr die “Abtreibung” gemacht hat. Erst, als sie vor Schmerzen das Bewusstsein verlor, wurde etwas getan.</p>

<p>Und das ist die Welt, die die selbsternannten “Lebensschützer” wieder für uns wollen. Eine Welt, in der jede Frau unter Generalverdacht steht, abgetrieben zu haben. Und dadurch auch gerne Lebensgefahr für sie hingenommen wird.</p>

<p>Die Geschichte meiner Mutter hat sich übrigens in der Sowjetunion zugetragen. Dieselbe Sowjetunion, die die Freunde erzwungener Schwangerschaften gerne als Negativbeispiel anführen. Weil Abtreibungen dort gesetzlich erlaubt waren und angeblich deshalb so oft vorkamen.</p>

<p>Die Wahrheit ist natürlich eine andere. Gesetzlich erlaubt, hatten Abtreibungen dennoch Konsequenzen. Die Arbeitsstelle wurde benachrichtigt. Eine Frau konnte dadurch schlimmstenfalls ihre Arbeit verlieren. Deswegen gab es illegale Abtreibungen weiterhin.</p>

<p>Eine ungewollt schwangere Frau war in der Zwickmühle. Die meisten Menschen in der Sowjetunion lebten nach unseren hiesigen Verhältnissen ohnehin unterhalb der Armutsgrenze. Ein Kind war wirtschaftlich nicht tragbar, oft schon wegen dem Wohnraum. Meine Eltern beispielsweise hatten 12 Quadratmeter für drei Menschen. Zweites Kind war für sie erst möglich, als sie ein größeres Zimmer bekamen.</p>

<p>Dazu kam, dass Geld fürs Essen meist ohnehin knapp war. Schwangerschaft austragen bedeutete oft verhungern müssen.</p>

<p>Und offiziell abtreiben? Ohne Arbeit kein oder nur noch wenig Geld. Auch hier war die Perspektive oftmals: verhungern.</p>

<p>Also blieb oft nur noch eine illegale Abtreibung. Und diese wurden verfolgt. Mit den oben beschriebenen Konsequenzen.</p>

<p>Wenn Abtreibungen aber Konsequenzen hatten, warum war die Zahl der Abtreibungen in der Sowjetunion so hoch? Tja, weil Verhütungsmittel so gut wie nicht existierten. Selbst Kondome waren nicht zu bekommen, von anderen Verhütungsmitteln ganz zu schweigen.</p>

<p>Eigentlich ist die Lehre hier ganz klar: wer wirklich Abtreibungen vermeiden will, muss Verhütungsmittel und Aufklärung fördern. Und die wirtschaftlichen Verhältnisse werdender Mütter verbessern.</p>

<p>Aber darum geht es den Freunden erzwungener Schwangerschaften nicht.</p>
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      <guid>https://paper.wf/newstrujew/wie-abtreibungen-leben-retten</guid>
      <pubDate>Sun, 26 Jun 2022 07:01:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Trugschlüsse in der Argumentation der Abtreibungsgegner</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/die-trugschlusse-in-der-argumentation-der-abtreibungsgegner</link>
      <description>&lt;![CDATA[#abtreibung #feminismus&#xA;&#xA;Ich habe mich auf eine Diskussion mit einem philosophisch gewandten Abtreibungsgegner eingelassen (ok, ich habe ihn absichtlich provoziert). Und was soll ich sagen... Die Argumentation kann gut zusammengefasst werden mit:&#xA;&#xA;&#34;Nehmen wir an, die Kuh ist eine Kugel im Vakuum&#34;&#xA;&#xA;!--more--Warum tue ich mir so etwas an? Ich wollte unter anderem verstehen, wie solche Menschen ticken. Denn niemand sagt sich: &#34;Was bin ich doch nur für ein toller Hecht! Ich habe eine Frau zu einem Leben in Armut verdammt, mit Depressionen und einem Kind, das sie nie wollte.&#34;&#xA;&#xA;Das umgeht man(n), indem man sich von real existierenden Frauen abstrahiert und sich hinter &#34;Objektivität&#34; versteckt. &#34;Also objektiv betrachtet fängt ein Menschenleben mit der Befruchtung an, also ist eine befruchtete Eizelle ein Mensch. Und ein Mensch hat Menschenrechte.&#34;&#xA;&#xA;Diese holprige Logik erlaubt es, die mit der Eizelle verbundene Lebenssituation der Frau als ein völlig unabhängiges Problem zu betrachten. Die erkennt man natürlich an, aber dieses Problem kann jemand anders lösen. Eine &#34;objektive&#34; Wahrheit gibt es hier ja nicht.&#xA;&#xA;Und dann braucht auch niemand zu argumentieren, dass ein Abtreibungsverbot kaum die Zahl der Abtreibungen reduziert. Klar werden Abtreibungen dadurch lediglich in die Illegalität gedrängt, denn die Beweggründe bleiben. Aber &#34;objektiv&#34; betrachtet ist ein Verbot richtig.&#xA;&#xA;Durch ein Vorgeben von Objektivität wird hier vermieden, Empathie für betroffene Frauen zeigen zu müssen. Es wird nur über ihre Verantwortung geredet, über &#34;fehlendes&#34; Unrechtsbewusstsein. Natürlich aus der bequemen Position, als Mann nie in dieser Lage sein zu müssen.&#xA;&#xA;Ich habe eine absurde Situation konstruiert, in der eine harmlose Tätigkeit unter der obigen Logik zur fahrlässiger Tötung wurde. Aber selbst das wurde eher akzeptiert, als minimal Empathie zu zeigen und anzuerkennen, dass niemand mit einer solchen Last leben könnte.&#xA;&#xA;Tatsächlich schlüssig ist deren Logik dadurch dennoch nicht. Es ist zwar schon rein intuitiv unsinnig, einem empfindungsunfähigen Wesen Menschenrechte zuzusprechen und damit die Einschränkung der zweifellos vorhandenen Menschenrechte einer Frau zu begründen.&#xA;&#xA;Aber Abtreibungsgegner verweisen immer wieder auf diese Logik. Sie fragen auch gerne nach alternativen Zeitpunkten, ab denen die Menschenrechte gelten sollen, nur um die Antwort dann nicht zu akzeptieren. Dahinter steckt ein verzweifelter Versuch, Unschärfe zu vermeiden.&#xA;&#xA;Es ist unbestritten, dass ein Mensch zwischen der Befruchtung und der Geburt entsteht. Es handelt sich dabei um einen hochkomplexen Prozess, womit die Frage &#34;aber wann denn nun genau?&#34; unsinnig ist. Es ist die Suche nach Objektivität, wo es keine Objektivität geben kann.&#xA;&#xA;Dazu kommt oft eine rückwirkende Betrachtung. &#34;Aber dann würde ICH nicht existieren!&#34; Das stimmt natürlich. ICH konnte nur aus einer ganz bestimmten Eizelle entstehen. Wäre dieser Eizelle etwas zugestoßen, ob vor der Befruchtung oder danach, hätte es MICH nicht gegeben.&#xA;&#xA;Andererseits ist diese Eizelle nur besonders, weil ich heute existiere. Wäre sie abgestoßen worden, wäre stattdessen eine andere Eizelle befruchtet worden, und meine Mutter hätte ein anderes Kind bekommen. Diesem Kind habe ich durch meine Geburt die Existenz genommen.&#xA;&#xA;Womit eigentlich klar sein sollte: objektive Antworten auf die Frage, ob eine Abtreibung moralisch richtig ist und welche Grenzen gelten sollten, gibt es nicht. Jede Festlegung hier ist notwendigerweise subjektiv, die eine Wahrheit kann es nicht geben.&#xA;&#xA;Mit diesen Argumenten kommt man bei Abtreibungsgegnern aber natürlich nicht durch. Sie wollen nur ihre eigene, &#34;objektive&#34; Antwort akzeptieren. Denn es fehlt Abtreibungsgegnern nicht an Wissen. Wenn jemand noch dachte, dass Argumente hier etwas ausrichten: das ist natürlich nicht der Fall. Was ihnen fehlt, ist Empathie und das Gefühl persönlicher Betroffenheit. Nur so können sie sich im Recht wähnen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:abtreibung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">abtreibung</span></a> <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a></p>

<p>Ich habe mich auf eine Diskussion mit einem philosophisch gewandten Abtreibungsgegner eingelassen (ok, ich habe ihn absichtlich provoziert). Und was soll ich sagen... Die Argumentation kann gut zusammengefasst werden mit:</p>

<p>“Nehmen wir an, die Kuh ist eine Kugel im Vakuum”</p>

<p>Warum tue ich mir so etwas an? Ich wollte unter anderem verstehen, wie solche Menschen ticken. Denn niemand sagt sich: “Was bin ich doch nur für ein toller Hecht! Ich habe eine Frau zu einem Leben in Armut verdammt, mit Depressionen und einem Kind, das sie nie wollte.”</p>

<p>Das umgeht man(n), indem man sich von real existierenden Frauen abstrahiert und sich hinter “Objektivität” versteckt. “Also objektiv betrachtet fängt ein Menschenleben mit der Befruchtung an, also ist eine befruchtete Eizelle ein Mensch. Und ein Mensch hat Menschenrechte.”</p>

<p>Diese holprige Logik erlaubt es, die mit der Eizelle verbundene Lebenssituation der Frau als ein völlig unabhängiges Problem zu betrachten. Die erkennt man natürlich an, aber dieses Problem kann jemand anders lösen. Eine “objektive” Wahrheit gibt es hier ja nicht.</p>

<p>Und dann braucht auch niemand zu argumentieren, dass ein Abtreibungsverbot kaum die Zahl der Abtreibungen reduziert. Klar werden Abtreibungen dadurch lediglich in die Illegalität gedrängt, denn die Beweggründe bleiben. Aber “objektiv” betrachtet ist ein Verbot richtig.</p>

<p>Durch ein Vorgeben von Objektivität wird hier vermieden, Empathie für betroffene Frauen zeigen zu müssen. Es wird nur über ihre Verantwortung geredet, über “fehlendes” Unrechtsbewusstsein. Natürlich aus der bequemen Position, als Mann nie in dieser Lage sein zu müssen.</p>

<p>Ich habe eine absurde Situation konstruiert, in der eine harmlose Tätigkeit unter der obigen Logik zur fahrlässiger Tötung wurde. Aber selbst das wurde eher akzeptiert, als minimal Empathie zu zeigen und anzuerkennen, dass niemand mit einer solchen Last leben könnte.</p>

<p>Tatsächlich schlüssig ist deren Logik dadurch dennoch nicht. Es ist zwar schon rein intuitiv unsinnig, einem empfindungsunfähigen Wesen Menschenrechte zuzusprechen und damit die Einschränkung der zweifellos vorhandenen Menschenrechte einer Frau zu begründen.</p>

<p>Aber Abtreibungsgegner verweisen immer wieder auf diese Logik. Sie fragen auch gerne nach alternativen Zeitpunkten, ab denen die Menschenrechte gelten sollen, nur um die Antwort dann nicht zu akzeptieren. Dahinter steckt ein verzweifelter Versuch, Unschärfe zu vermeiden.</p>

<p>Es ist unbestritten, dass ein Mensch zwischen der Befruchtung und der Geburt entsteht. Es handelt sich dabei um einen hochkomplexen Prozess, womit die Frage “aber wann denn nun genau?” unsinnig ist. Es ist die Suche nach Objektivität, wo es keine Objektivität geben kann.</p>

<p>Dazu kommt oft eine rückwirkende Betrachtung. “Aber dann würde ICH nicht existieren!” Das stimmt natürlich. ICH konnte nur aus einer ganz bestimmten Eizelle entstehen. Wäre dieser Eizelle etwas zugestoßen, ob vor der Befruchtung oder danach, hätte es MICH nicht gegeben.</p>

<p>Andererseits ist diese Eizelle nur besonders, weil ich heute existiere. Wäre sie abgestoßen worden, wäre stattdessen eine andere Eizelle befruchtet worden, und meine Mutter hätte ein anderes Kind bekommen. Diesem Kind habe ich durch meine Geburt die Existenz genommen.</p>

<p>Womit eigentlich klar sein sollte: objektive Antworten auf die Frage, ob eine Abtreibung moralisch richtig ist und welche Grenzen gelten sollten, gibt es nicht. Jede Festlegung hier ist notwendigerweise subjektiv, die eine Wahrheit kann es nicht geben.</p>

<p>Mit diesen Argumenten kommt man bei Abtreibungsgegnern aber natürlich nicht durch. Sie wollen nur ihre eigene, “objektive” Antwort akzeptieren. Denn es fehlt Abtreibungsgegnern nicht an Wissen. Wenn jemand noch dachte, dass Argumente hier etwas ausrichten: das ist natürlich nicht der Fall. Was ihnen fehlt, ist Empathie und das Gefühl persönlicher Betroffenheit. Nur so können sie sich im Recht wähnen.</p>
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      <pubDate>Thu, 21 Jan 2021 07:31:49 +0000</pubDate>
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      <title>Tags</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/tags</link>
      <description>&lt;![CDATA[#abtreibung small(2)/small · #angst small(1)/small · #antisemitismus small(4)/small · #armut small(6)/small · #autismus small(10)/small · #bildung small(6)/small · #chancengleichheit small(2)/small · #covid small(8)/small · #desinformation small(7)/small · #diagnostik small(8)/small · #diskriminierung small(7)/small · #eu small(2)/small · #fahrräder small(5)/small · #feminismus small(13)/small · #flucht small(3)/small · #geschichte small(11)/small · #gewalt small(2)/small · #gruppendynamik small(6)/small · #identität small(5)/small · #imperialismus small(7)/small · #klimaschutz small(4)/small · #krieg small(9)/small · #macht small(10)/small · #medien small(5)/small · #mythen small(6)/small · #pandemie small(8)/small · #politik small(13)/small · #rassismus small(8)/small · #religion small(2)/small · #russland small(14)/small · #selfdx small(4)/small · #sowjetunion small(10)/small · #stalking small(1)/small · #tonepolicing small(1)/small · #transfeindlichkeit small(7)/small · #ukraine small(10)/small · #vergewaltigung small(3)/small · #wissenschaft small(7)/small · #zitat small(2)/small · #übergewicht small(1)/small]]&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
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