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    <title>medien &amp;mdash; Janus Newstrujew</title>
    <link>https://paper.wf/newstrujew/tag:medien</link>
    <description>Gedanken, die nicht in einen Mastodon-Tröt passen&lt;a href=&#34;https://autistics.life/@Newstrujew/&#34; rel=&#34;me&#34;&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:27:52 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Moderne Mythenbildung oder &#34;haben Autisten deformierte Ohren?&#34;</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/moderne-mythenbildung-oder-haben-autisten-deformierte-ohren</link>
      <description>&lt;![CDATA[#autismus #mythen #wissenschaft #medien #desinformation&#xA;&#xA;Wenn euch demnächst jemand sagt, ersie sei autistisch, starrt bitte nicht auf die Ohren der Person. Denn die ganze Geschichte ist Quatsch. Aber wie kommt sie zustande?&#xA;&#xA;In den 1950ern kam das Schlafmittel Thalidomid/Contergan auf den Markt. In der Folge gab es zahlreiche Fehlbildungen Neugeborener. Das Problem wurde lange verneint, erst 1961 wurde das Medikament vom Markt genommen. Siehe Contergan-Skandal.&#xA;&#xA;!--more--In den 1990ern untersuchte dann die Forschungsgruppe um Kerstin Strömland Menschen, die durch Thalidomid geschädigt wurden. Davon gab es zu diesem Zeitpunk in Schweden gerade mal hundert. Vier von ihnen haben die Forscherinnen dann Autismus bescheinigt.&#xA;&#xA;Dass ihre Diagnostikmethoden mehr als fraglich waren, zeigt sich schon daran, dass sie nur Menschen mit niedrigem IQ untersuchten und das als Voraussetzung für eine Autismusdiagnose betrachteten. Drei von vier hatten einen IQ unter 50, einer zwischen 50 und 70.&#xA;&#xA;Heute geht man davon aus, dass IQ nichts mit Autismus zu tun hat. Tatsächlich ist niedriger (oder hoher) IQ unter Autist*innen nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung.&#xA;&#xA;Alle vier hatten außerdem (teils deutliche) Hörprobleme. Thalidomid halt.&#xA;&#xA;Welche Schlussfolgerungen zieht mal aus dieser schwachen Datenbasis?&#xA;&#xA;Ich zitiere: &#34;it appears that there is at least a 50-fold higher rate of autism in those with thalidomide embryopathy than in the general population.&#34;&#xA;&#xA;Wow, diese Gehirnakrobatik bedarf einer Erklärung.&#xA;&#xA;Die Studie geht davon aus, dass nur 0,08% der Allgemeinbevölkerung autistisch sei. Diese Zahl ergibt nur Sinn, wenn niedriger IQ als Voraussetzung für Autismus gesehen wird. Tatsächlich gehen heute sogar konservative Schätzungen von 2% aus.&#xA;&#xA;Also haben wir eine Studie, die mit kaum existenter Datenlage auf Basis schon damals überholter Annahmen unsinnige Aussagen trifft. Und dadurch spekuliert, Hirnschäden und Autismus wären irgendwie ein und dasselbe.&#xA;&#xA;Warum befassen wir uns heute noch mit dem Quatsch? Tja, weil journalistische Publikationen diese Studie aufgegriffen haben natürlich, ohne sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. Konkret auf Spektrum der Wissenschaft gibt es einen unsäglichen Artikel mit sogar noch weiteren Verallgemeinerungen.&#xA;&#xA;Der Artikel, der autistischen Menschen Hirnschäden und deformierte Ohren zuschreibt, stammt zwar aus dem Jahr 2000. Aber im Netz ist es unwichtig, wie alt etwas ist. Relevant ist nur, wie hoch in den Google-Ergebnissen es erscheint. Also geistert die Geschichte weiter herum.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:autismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">autismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:mythen" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">mythen</span></a> <a href="/newstrujew/tag:wissenschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">wissenschaft</span></a> <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a> <a href="/newstrujew/tag:desinformation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">desinformation</span></a></p>

<p>Wenn euch demnächst jemand sagt, er*sie sei autistisch, starrt bitte nicht auf die Ohren der Person. Denn die ganze Geschichte ist Quatsch. Aber wie kommt sie zustande?</p>

<p>In den 1950ern kam das Schlafmittel Thalidomid/Contergan auf den Markt. In der Folge gab es zahlreiche Fehlbildungen Neugeborener. Das Problem wurde lange verneint, erst 1961 wurde das Medikament vom Markt genommen. Siehe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thalidomid#Contergan-Skandal" rel="nofollow">Contergan-Skandal</a>.</p>

<p>In den 1990ern <a href="https://www.princeton.edu/~sswang/ASD/stromland_gillberg94_autism-thalidomide.pdf" rel="nofollow">untersuchte dann die Forschungsgruppe um Kerstin Strömland Menschen, die durch Thalidomid geschädigt wurden</a>. Davon gab es zu diesem Zeitpunk in Schweden gerade mal hundert. Vier von ihnen haben die Forscher*innen dann Autismus bescheinigt.</p>

<p>Dass ihre Diagnostikmethoden mehr als fraglich waren, zeigt sich schon daran, dass sie nur Menschen mit niedrigem IQ untersuchten und das als Voraussetzung für eine Autismusdiagnose betrachteten. Drei von vier hatten einen IQ unter 50, einer zwischen 50 und 70.</p>

<p>Heute geht man davon aus, dass IQ nichts mit Autismus zu tun hat. Tatsächlich ist niedriger (oder hoher) IQ unter Autist*innen nicht häufiger als in der Allgemeinbevölkerung.</p>

<p>Alle vier hatten außerdem (teils deutliche) Hörprobleme. Thalidomid halt.</p>

<p>Welche Schlussfolgerungen zieht mal aus dieser schwachen Datenbasis?</p>

<p>Ich zitiere: “it appears that there is at least a 50-fold higher rate of autism in those with thalidomide embryopathy than in the general population.”</p>

<p>Wow, diese Gehirnakrobatik bedarf einer Erklärung.</p>

<p>Die Studie geht davon aus, dass nur 0,08% der Allgemeinbevölkerung autistisch sei. Diese Zahl ergibt nur Sinn, wenn niedriger IQ als Voraussetzung für Autismus gesehen wird. Tatsächlich gehen heute sogar konservative Schätzungen von 2% aus.</p>

<p>Also haben wir eine Studie, die mit kaum existenter Datenlage auf Basis schon damals überholter Annahmen unsinnige Aussagen trifft. Und dadurch spekuliert, Hirnschäden und Autismus wären irgendwie ein und dasselbe.</p>

<p>Warum befassen wir uns heute noch mit dem Quatsch? Tja, weil journalistische Publikationen diese Studie aufgegriffen haben natürlich, ohne sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. Konkret auf Spektrum der Wissenschaft gibt es einen unsäglichen Artikel mit sogar noch weiteren Verallgemeinerungen.</p>

<p>Der Artikel, der autistischen Menschen Hirnschäden und deformierte Ohren zuschreibt, stammt zwar aus dem Jahr 2000. Aber im Netz ist es unwichtig, wie alt etwas ist. Relevant ist nur, wie hoch in den Google-Ergebnissen es erscheint. Also geistert die Geschichte weiter herum.</p>
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      <guid>https://paper.wf/newstrujew/moderne-mythenbildung-oder-haben-autisten-deformierte-ohren</guid>
      <pubDate>Wed, 17 Aug 2022 09:13:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Repressionen im russischen Inland als Kriegsvorbereitung</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/repressionen-im-russischen-inland-als-kriegsvorbereitung</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #ukraine #medien #krieg #desinformation&#xA;&#xA;Endlich wird klar, warum Russland seit ca. April 2021 einen maximal repressiven Kurs gegen die freie Presse und die Zivilgesellschaft fährt.&#xA;&#xA;Da wurde beispielsweise die Navalny-Organisation wegen angebliches Extremismus verurteilt und liquidiert.&#xA;&#xA;Sämtliche unabhängige Pressepublikationen wurden zu &#34;ausländischen Agenten&#34; erklärt. Das erschwerte ihre Arbeit enorm, viele mussten anschließend den Betrieb komplett einstellen. Zahlreiche Journalist*innen hatten keine andere Wahl, als Russland zu verlassen.&#xA;&#xA;!--more--Dann wurde die Gesellschaft Memorial wegen angeblicher Verstoße gegen das Gesetz über &#34;ausländische Agenten&#34; verurteilt und liquidiert. An die schwarzen Seiten in der Geschichte der Sowjetunion und Russlands will man nicht erinnert werden.&#xA;&#xA;Und schließlich hat man einen Skandal inszeniert, um diesen als Vorwand zu benutzen und Deutsche Welle aus dem Land zu verbannen.&#xA;&#xA;Es gab die Vermutung, dass es dabei um Wahlen ging. Die Wahlen sind längst vorbei, die Repressionen wurden aber fortgesetzt.&#xA;&#xA;Heute nun die Nachricht, die alles erklärt: RosKomNadzor (die Behörde, die in Russland für Internetsperren verantwortlich ist) mahnt, sich bei der Kriegsberichterstattung nur auf offizielle russische Quellen zu beziehen. Sonst werde die Seite in Russland gesperrt.&#xA;&#xA;Und darum ging es wohl von Anfang an: jegliche Widerrede im Inland im Keim zu ersticken, wenn dieser Krieg anfängt. Nur die &#34;offizielle&#34; Version der Fakten soll gehört werden. Niemand soll Widerstand gegen den Regierungskurs organisieren können.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:ukraine" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ukraine</span></a> <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a> <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a> <a href="/newstrujew/tag:desinformation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">desinformation</span></a></p>

<p>Endlich wird klar, warum Russland seit ca. April 2021 einen maximal repressiven Kurs gegen die freie Presse und die Zivilgesellschaft fährt.</p>

<p>Da wurde beispielsweise die Navalny-Organisation wegen angebliches Extremismus verurteilt und liquidiert.</p>

<p>Sämtliche unabhängige Pressepublikationen wurden zu “ausländischen Agenten” erklärt. Das erschwerte ihre Arbeit enorm, viele mussten anschließend den Betrieb komplett einstellen. Zahlreiche Journalist*innen hatten keine andere Wahl, als Russland zu verlassen.</p>

<p>Dann wurde die Gesellschaft Memorial wegen angeblicher Verstoße gegen das Gesetz über “ausländische Agenten” verurteilt und liquidiert. An die schwarzen Seiten in der Geschichte der Sowjetunion und Russlands will man nicht erinnert werden.</p>

<p>Und schließlich hat man einen Skandal inszeniert, um diesen als Vorwand zu benutzen und Deutsche Welle aus dem Land zu verbannen.</p>

<p>Es gab die Vermutung, dass es dabei um Wahlen ging. Die Wahlen sind längst vorbei, die Repressionen wurden aber fortgesetzt.</p>

<p>Heute nun die Nachricht, die alles erklärt: RosKomNadzor (die Behörde, die in Russland für Internetsperren verantwortlich ist) mahnt, sich bei der Kriegsberichterstattung nur auf offizielle russische Quellen zu beziehen. Sonst werde die Seite in Russland gesperrt.</p>

<p>Und darum ging es wohl von Anfang an: jegliche Widerrede im Inland im Keim zu ersticken, wenn dieser Krieg anfängt. Nur die “offizielle” Version der Fakten soll gehört werden. Niemand soll Widerstand gegen den Regierungskurs organisieren können.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/repressionen-im-russischen-inland-als-kriegsvorbereitung</guid>
      <pubDate>Thu, 24 Feb 2022 21:10:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Problematik der sowjetischen Kinderliteratur</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/die-problematik-der-sowjetischen-kinderliteratur</link>
      <description>&lt;![CDATA[#sowjetunion #geschichte #medien&#xA;&#xA;Wir haben hier sehr viele russischsprachige Kinderbücher, aber kaum welche aus den sowjetischen Zeiten. Und wenn welche da sind, werden viele nie gelesen.&#xA;&#xA;Ich denke, ich kann das Problem mit diesen Büchern endlich richtig artikulieren.&#xA;&#xA;!--more--Sowjetische Kindergeschichten folgen sehr oft einem einfachen Muster:&#xA;&#xA;Ein Kind tut etwas Verwerfliches. Meist ist das Fehlverhalten trivial: Essensverweigerung, Lügen, Faulenzen.&#xA;&#xA;Jemand anders (Peers, Autoritätspersonen) zeigt das Fehlverhalten auf und übt Druck aus. Typischerweise werden Gruppenzwang und/oder Shaming als Druckmittel benutzt, gerne auch andere als Vorbild aufzeigen.&#xA;&#xA;Am Ende bereut das Kind das eigene Verhalten und ändert es. Alle sind glücklich, der gesellschaftliche Frieden ist gerettet.&#xA;&#xA;Solche Geschichten gibt es natürlich auch anderswo, aber in sowjetischer Literatur sind sie wirklich prävalent. Sie begünstigen ein Schwarz-Weiß-Denken: auf einen Seite die Sünder, die es zu bekehren gilt, auf der anderen die moralisch erhabenen Guten.&#xA;&#xA;Es wird hier Mobbing seitens der Guten normalisiert. Letztlich sind solche Geschichten auch bloß ein Abbild einer Gesellschaft, in der solches Mobbing tatsächlich üblich und akzeptiert war.&#xA;&#xA;Ebenfalls typisch für diese Gesellschaft: individuelle Gründe werden gar nicht erst in Erwägung gezogen, Abweichungen von der Norm werden ohne Rücksicht auf Folgen für das Individuum bekämpft. Es wird echte Reue erwartet, obwohl mit diesen Mitteln eigentlich nicht erreichbar.&#xA;&#xA;Zum Glück gibt es heute genug Kinderbücher, die Akzeptanz und Toleranz vorleben, und in denen Andersartigkeit nicht als etwas Schlechtes dargestellt wird. Das passt sehr viel besser zu der Gesellschaft, die ich mir für meine Kinder wünsche.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a> <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a></p>

<p>Wir haben hier sehr viele russischsprachige Kinderbücher, aber kaum welche aus den sowjetischen Zeiten. Und wenn welche da sind, werden viele nie gelesen.</p>

<p>Ich denke, ich kann das Problem mit diesen Büchern endlich richtig artikulieren.</p>

<p>Sowjetische Kindergeschichten folgen sehr oft einem einfachen Muster:</p>

<p>Ein Kind tut etwas Verwerfliches. Meist ist das Fehlverhalten trivial: Essensverweigerung, Lügen, Faulenzen.</p>

<p>Jemand anders (Peers, Autoritätspersonen) zeigt das Fehlverhalten auf und übt Druck aus. Typischerweise werden Gruppenzwang und/oder Shaming als Druckmittel benutzt, gerne auch andere als Vorbild aufzeigen.</p>

<p>Am Ende bereut das Kind das eigene Verhalten und ändert es. Alle sind glücklich, der gesellschaftliche Frieden ist gerettet.</p>

<p>Solche Geschichten gibt es natürlich auch anderswo, aber in sowjetischer Literatur sind sie wirklich prävalent. Sie begünstigen ein Schwarz-Weiß-Denken: auf einen Seite die Sünder, die es zu bekehren gilt, auf der anderen die moralisch erhabenen Guten.</p>

<p>Es wird hier Mobbing seitens der Guten normalisiert. Letztlich sind solche Geschichten auch bloß ein Abbild einer Gesellschaft, in der solches Mobbing tatsächlich üblich und akzeptiert war.</p>

<p>Ebenfalls typisch für diese Gesellschaft: individuelle Gründe werden gar nicht erst in Erwägung gezogen, Abweichungen von der Norm werden ohne Rücksicht auf Folgen für das Individuum bekämpft. Es wird echte Reue erwartet, obwohl mit diesen Mitteln eigentlich nicht erreichbar.</p>

<p>Zum Glück gibt es heute genug Kinderbücher, die Akzeptanz und Toleranz vorleben, und in denen Andersartigkeit nicht als etwas Schlechtes dargestellt wird. Das passt sehr viel besser zu der Gesellschaft, die ich mir für meine Kinder wünsche.</p>
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      <guid>https://paper.wf/newstrujew/die-problematik-der-sowjetischen-kinderliteratur</guid>
      <pubDate>Sat, 12 Feb 2022 07:58:52 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Handyverbot in Klausuren? Oder lieber doch nicht?</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/handyverbot-in-klausuren</link>
      <description>&lt;![CDATA[#bildung #medien&#xA;&#xA;Es ist interessant, dass im 21. Jahrhundert Lehrer*innen diskutieren, wie man den Einsatz technischer Hilfsmittel in Klausuren eindämmen könnte. Während man ja eigentlich davon ausgehen kann, dass diese technischen Hilfsmittel nach der Schule nicht plötzlich verschwinden.&#xA;&#xA;Das ist natürlich nicht mein Fachbereich, und ich beziehe mich nur auf einen Blogbeitrag, dieser scheint aber einleuchtend. Wenn eine Klausurfrage durch eine Google-Suche besser als durch eigene Leistung beantwortet werden kann, welchen Sinn hat diese Frage dann noch?&#xA;&#xA;!--more--Schließlich ist das Lernen in der Schule kein Selbstzweck, es soll auf das spätere Leben vorbereiten. Und aus unserem Leben sind technische Hilfsmittel nicht mehr wegzudenken. Sollte da ein Handy in der Klausur wirklich verboten sein? Oder zählt saubere Quellenarbeit etwas?&#xA;&#xA;Meine Eigenleistung könnte das Formulieren meiner Meinung zu einer Frage sein. Oder die Auseinandersetzung mit mehreren Meinungen aus dem Internet, das Abwägen der Argumentationen gegeneinander und meine Schlussfolgerungen daraus.&#xA;&#xA;Wenn die Schule das Letztere mehr in den Vordergrund rückt, vielleicht haben wir dann am Ende weniger Leute, die sehr lautstark ihre Meinung kundtun, aber völlig unfähig sind, abweichende Fakten und Argumente in ihr Weltbild aufzunehmen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:bildung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">bildung</span></a> <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a></p>

<p>Es ist interessant, dass im 21. Jahrhundert Lehrer*innen diskutieren, wie man den Einsatz technischer Hilfsmittel in Klausuren eindämmen könnte. Während man ja eigentlich davon ausgehen kann, dass diese technischen Hilfsmittel nach der Schule nicht plötzlich verschwinden.</p>

<p>Das ist natürlich nicht mein Fachbereich, und ich beziehe mich nur auf einen Blogbeitrag, dieser scheint aber einleuchtend. Wenn eine Klausurfrage durch eine Google-Suche besser als durch eigene Leistung beantwortet werden kann, welchen Sinn hat diese Frage dann noch?</p>

<p>Schließlich ist das Lernen in der Schule kein Selbstzweck, es soll auf das spätere Leben vorbereiten. Und aus unserem Leben sind technische Hilfsmittel nicht mehr wegzudenken. Sollte da ein Handy in der Klausur wirklich verboten sein? Oder zählt saubere Quellenarbeit etwas?</p>

<p>Meine Eigenleistung könnte das Formulieren meiner Meinung zu einer Frage sein. Oder die Auseinandersetzung mit mehreren Meinungen aus dem Internet, das Abwägen der Argumentationen gegeneinander und meine Schlussfolgerungen daraus.</p>

<p>Wenn die Schule das Letztere mehr in den Vordergrund rückt, vielleicht haben wir dann am Ende weniger Leute, die sehr lautstark ihre Meinung kundtun, aber völlig unfähig sind, abweichende Fakten und Argumente in ihr Weltbild aufzunehmen.</p>
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      <guid>https://paper.wf/newstrujew/handyverbot-in-klausuren</guid>
      <pubDate>Fri, 14 Jan 2022 14:24:41 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Fixierung der Debatten auf geflüchtete Männer</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/die-fixierung-der-debatten-auf-gefluchtete-manner</link>
      <description>&lt;![CDATA[#flucht #rassismus #medien #vergewaltigung&#xA;&#xA;Immer wieder kommt dieses rassistische &#34;Aber warum werden nur Männer evakuiert?&#34; Erinnert ihr euch noch, wie 2015 dieselbe Frage gestellt wurde? Den Fragenden ist es egal, dass diese Unterstellung gar nicht stimmt.&#xA;&#xA;Und natürlich geht es ihnen auch nicht um das Wohlergehen afghanischer Frauen. Bei dieser Frage schwingt lediglich sexuelle Konkurrenz mit: &#34;Jetzt kommen diese Männer und nehmen uns unsere Frauen weg!&#34;&#xA;&#xA;!--more--Natürlich sind diese Narrative nur vollständig mit der Unterstellung, dass keine deutsche Frau es &#34;mit denen&#34; freiwillig tun wird. Also werden Geflüchtete immer wieder als Vergewaltiger dargestellt.&#xA;&#xA;Daran ist nichts neu. Dieselben Narrative werden schon seit Ewigkeiten gegen schwarze Menschen verwendet. Auch italienische Gastarbeiter hatten das zweifelhafte Vergnügen.&#xA;&#xA;Rassismus lässt sich mit rationalen Argumenten nicht bekämpfen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:flucht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">flucht</span></a> <a href="/newstrujew/tag:rassismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">rassismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a> <a href="/newstrujew/tag:vergewaltigung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">vergewaltigung</span></a></p>

<p>Immer wieder kommt dieses rassistische “Aber warum werden nur Männer evakuiert?” Erinnert ihr euch noch, wie 2015 dieselbe Frage gestellt wurde? Den Fragenden ist es egal, dass diese Unterstellung gar nicht stimmt.</p>

<p>Und natürlich geht es ihnen auch nicht um das Wohlergehen afghanischer Frauen. Bei dieser Frage schwingt lediglich sexuelle Konkurrenz mit: “Jetzt kommen diese Männer und nehmen uns unsere Frauen weg!”</p>

<p>Natürlich sind diese Narrative nur vollständig mit der Unterstellung, dass keine deutsche Frau es “mit denen” freiwillig tun wird. Also werden Geflüchtete immer wieder als Vergewaltiger dargestellt.</p>

<p>Daran ist nichts neu. Dieselben Narrative werden schon seit Ewigkeiten gegen schwarze Menschen verwendet. Auch italienische Gastarbeiter hatten das zweifelhafte Vergnügen.</p>

<p>Rassismus lässt sich mit rationalen Argumenten nicht bekämpfen.</p>
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      <guid>https://paper.wf/newstrujew/die-fixierung-der-debatten-auf-gefluchtete-manner</guid>
      <pubDate>Thu, 19 Aug 2021 10:59:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tags</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/tags</link>
      <description>&lt;![CDATA[#abtreibung small(2)/small · #angst small(1)/small · #antisemitismus small(4)/small · #armut small(6)/small · #autismus small(10)/small · #bildung small(6)/small · #chancengleichheit small(2)/small · #covid small(8)/small · #desinformation small(7)/small · #diagnostik small(8)/small · #diskriminierung small(7)/small · #eu small(2)/small · #fahrräder small(5)/small · #feminismus small(13)/small · #flucht small(3)/small · #geschichte small(11)/small · #gewalt small(2)/small · #gruppendynamik small(6)/small · #identität small(5)/small · #imperialismus small(7)/small · #klimaschutz small(4)/small · #krieg small(9)/small · #macht small(10)/small · #medien small(5)/small · #mythen small(6)/small · #pandemie small(8)/small · #politik small(13)/small · #rassismus small(8)/small · #religion small(2)/small · #russland small(14)/small · #selfdx small(4)/small · #sowjetunion small(10)/small · #stalking small(1)/small · #tonepolicing small(1)/small · #transfeindlichkeit small(7)/small · #ukraine small(10)/small · #vergewaltigung small(3)/small · #wissenschaft small(7)/small · #zitat small(2)/small · #übergewicht small(1)/small]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:abtreibung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">abtreibung</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:angst" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">angst</span></a> <small>(1)</small> · <a href="/newstrujew/tag:antisemitismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">antisemitismus</span></a> <small>(4)</small> · <a href="/newstrujew/tag:armut" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">armut</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:autismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">autismus</span></a> <small>(10)</small> · <a href="/newstrujew/tag:bildung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">bildung</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:chancengleichheit" class="hashtag" 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      <pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
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