<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>imperialismus &amp;mdash; Janus Newstrujew</title>
    <link>https://paper.wf/newstrujew/tag:imperialismus</link>
    <description>Gedanken, die nicht in einen Mastodon-Tröt passen&lt;a href=&#34;https://autistics.life/@Newstrujew/&#34; rel=&#34;me&#34;&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:28:50 +0000</pubDate>
    <item>
      <title>Wie Antisemitismus in der russischen Literatur gerechtfertigt wird</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/wie-antisemitismus-in-der-russischen-literatur-gerechtfertigt-wird</link>
      <description>&lt;![CDATA[#antisemitismus #russland #imperialismus&#xA;&#xA;Da ich bereits über Antisemitismus beim großen ukrainischen Dichter Taras Schewtschenko gestolpert bin, wollte ich noch schauen, wie es um den gefeierten russischen Dichter Alexander Puschkin steht. Und bin unmittelbar auf einen russischsprachigen Artikel zum Thema gestoßen.&#xA;&#xA;Der Artikel nimmt für sich den Anspruch heraus, tiefer zu blicken als oberflächliche Betrachtungen von Puschkins Werken. Und kommt zu dem Schluss, dass Puschkin trotz zahlreicher mehr als problematischer Aussagen kein Antisemit war.&#xA;&#xA;Für mich ist dieser Artikel eine gute Illustration, wie man mit Spitzfindigkeiten und Definitionsverschiebungen alles und jeden entschuldigen kann. Und dass solche Entschuldigungen selbst dann mit Vorsicht zu genießen sind, wenn der Autor selber betroffen ist. Der Autor ist Jude und schreibt für eine jüdische Publikation.!--more--&#xA;&#xA;Was ist überhaupt Antisemitismus?&#xA;&#xA;Es fängt an mit der Definition des Antisemitismus, für die ein Leonid Natkowitsch zitiert wird. Wer ist Leonid Natkowitsch? Keine Ahnung. Von ihm finden sich kaum Erwähnungen außerhalb dieses Artikels.&#xA;&#xA;Die Definition geht jedenfalls so:&#xA;&#xA;  Antisemitismus ist der Hass auf Juden, der durch die Angst wegen der überhöhten Vorstellung von ihren Möglichkeiten entstanden ist.&#xA;&#xA;Das ist eine eigenartig spezifische Definition, die schon einmal sehr viele Erscheinungsformen des Antisemitismus ausschließt. Und so philosophiert der Autor über Hass, der ja ein mächtiges Gefühl und schwer zu verstecken sei.&#xA;&#xA;Dadurch erschöpft sich die Verteidigung Puschkins hier in der Feststellung, dass Puschkin kein Interesse an der &#34;Lösung der jüdischen Frage&#34; zeigte. Danke aber auch. Folgt man dieser (auch hierzulande häufigen) Logik, ist niemand ein Antisemit, der nicht wenigstens die Juden aktiv ermorden will.&#xA;&#xA;Dass Puschkin in einem zitierten Text die Ermordung der Juden durch russische Soldaten völlig neutral erwähnt, als ein übliches Vorgehen, das keiner Wertung unterliegt, das zählt nach der Logik des Autors nicht als Antisemitismus.&#xA;&#xA;Tatsächlich ist es ziemlich witzlos zu diskutieren, ob ein vor 185 Jahren verstorbener Autor vor Hass auf Juden brannte. Das ist heute unwichtig und lenkt lediglich ab. Viel wichtiger ist es, ob sein Werk antisemitisch ist und antisemitische Vorurteile befeuert. Und, falls ja, ob und in welcher Form dieses noch auf den Lehrplan gehört.&#xA;&#xA;Der zeitliche Rahmen&#xA;&#xA;Tatsächlich stellt der Autor eine Verachtung Puschkins gegenüber Juden fest, die sich auch auf sein literarisches Werk übertragen hat. Ein Problem sieht er darin nicht. Das begründet er, wie so oft, mit dem zeitlichen Rahmen.&#xA;&#xA;Wenn Puschkin also die Juden mit Schimpfwörtern belegt, dann laut Autor nur deswegen, weil es zu seiner Zeit als &#34;normal&#34; galt. Und ohnehin wäre ihm nie im Leben eingefallen, dass ein Jude je seine Bücher lesen und beleidigt sein könnte.&#xA;&#xA;Sollte diese Argumentation jemandem bekannt vorkommen: genau so wird auch der Rassismus alter Bücher entschuldigt. Weil, wer hätte sich denn damals vorstellen können, dass Schwarze bzw. Ureinwohner Amerikas bzw. Juden intellektuell in der Lage wären, Bücher zu lesen?&#xA;&#xA;Ob gesellschaftlich üblich oder nicht, sollte das tatsächlich Puschkins Bild der Juden gewesen sein, dann war es ganz klar antisemitisch. Hinzu kommt, dass verletzte Gefühle hier das geringste Problem sind. Unabhängig von der Leserschaft sind literarische Werke, die ein antisemitisches Bild vermitteln, natürlich problematisch.&#xA;&#xA;Von &#34;guten&#34; und von &#34;schlechten&#34; Juden&#xA;&#xA;Dabei soll es Puschkin irgendwie entschuldigen, dass er kaum &#34;gute&#34; Juden gekannt hat. Juden, die etwas erreicht haben, gab es in Russland damals nicht.&#xA;&#xA;Gesehen hat er also laut Artikel: Kneipenbesitzer, Kleinhändler, Handwerker, Pächter. Somit stamme seine Verachtung vom sozialen Status dieser Menschen.&#xA;&#xA;Nun wissen wir, wie es sich nennt, wenn jemand von schlechten Charaktereigenschaften einzelner auf das gesamte jüdische Volk schließt. Genau, das nennt sich Antisemitismus.&#xA;&#xA;Nicht nur das. Ich will nicht behaupten, mich allzu gut mit Puschkins Werk auszukennen. Dennoch scheint es mir, dass ihm eine allgemeine Verachtung für das &#34;gemeine Volk&#34; fremd war. Aber Juden waren da anscheinend eine Ausnahme?&#xA;&#xA;Wobei, Puschkin hat nicht alle Juden verachtet. Der Artikel nennt zwei Ausnahmen.  Der Frauenheld Puschkin hatte wohl durchaus &#34;Respekt&#34; für jüdische Frauen. Und die Juden aus den biblischen Erzählungen waren auch in Ordnung. Ich lasse das einfach so stehen...&#xA;&#xA;Schlussfolgerungen&#xA;&#xA;Ich will wirklich nicht den gesamten Artikel auseinander nehmen. Dass die Verteidigung Puschkins derartige rhetorische Kniffe erfordert, zeigt sehr deutlich: es geht hier sehr wohl um Antisemitismus.&#xA;&#xA;Das ist nicht das einzige Problem mit Puschkin. Seine Werke sind durchsetzt mit Abwertung nicht-russischer Völker. Sie rechtfertigen russische Eroberungen und sind damit Teil einer imperialistischer Ideologie.&#xA;&#xA;Eigentlich Grund genug, um diesen Texten kritisch gegenüberzustehen. Und sich vielleicht zu fragen, ob es noch zeitgemäß ist, dass diese so viel Platz auf russischen Lehrplänen einnehmen.&#xA;&#xA;Tatsächlich sieht man aber in Russland eine Glorifizierung Puschkins, die höchstens noch zunimmt. Seine Werke werden als Rechtfertigung der russischen Politik bemüht, Kritik an ihm ist unerwünscht.&#xA;]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:antisemitismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">antisemitismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a></p>

<p>Da ich bereits über Antisemitismus beim großen ukrainischen Dichter Taras Schewtschenko gestolpert bin, wollte ich noch schauen, wie es um den gefeierten russischen Dichter Alexander Puschkin steht. Und bin unmittelbar auf <a href="https://berkovich-zametki.com/2012/Zametki/Nomer6/Havchin1.php" rel="nofollow">einen russischsprachigen Artikel zum Thema</a> gestoßen.</p>

<p>Der Artikel nimmt für sich den Anspruch heraus, tiefer zu blicken als oberflächliche Betrachtungen von Puschkins Werken. Und kommt zu dem Schluss, dass Puschkin trotz zahlreicher mehr als problematischer Aussagen kein Antisemit war.</p>

<p>Für mich ist dieser Artikel eine gute Illustration, wie man mit Spitzfindigkeiten und Definitionsverschiebungen alles und jeden entschuldigen kann. Und dass solche Entschuldigungen selbst dann mit Vorsicht zu genießen sind, wenn der Autor selber betroffen ist. Der Autor ist Jude und schreibt für eine jüdische Publikation.</p>

<h2 id="was-ist-überhaupt-antisemitismus" id="was-ist-überhaupt-antisemitismus">Was ist überhaupt Antisemitismus?</h2>

<p>Es fängt an mit der Definition des Antisemitismus, für die ein Leonid Natkowitsch zitiert wird. Wer ist Leonid Natkowitsch? Keine Ahnung. Von ihm finden sich kaum Erwähnungen außerhalb dieses Artikels.</p>

<p>Die Definition geht jedenfalls so:</p>

<blockquote><p>Antisemitismus ist der Hass auf Juden, der durch die Angst wegen der überhöhten Vorstellung von ihren Möglichkeiten entstanden ist.</p></blockquote>

<p>Das ist eine eigenartig spezifische Definition, die schon einmal sehr viele Erscheinungsformen des Antisemitismus ausschließt. Und so philosophiert der Autor über Hass, der ja ein mächtiges Gefühl und schwer zu verstecken sei.</p>

<p>Dadurch erschöpft sich die Verteidigung Puschkins hier in der Feststellung, dass Puschkin kein Interesse an der “Lösung der jüdischen Frage” zeigte. Danke aber auch. Folgt man dieser (auch hierzulande häufigen) Logik, ist niemand ein Antisemit, der nicht wenigstens die Juden aktiv ermorden will.</p>

<p>Dass Puschkin in einem zitierten Text die Ermordung der Juden durch russische Soldaten völlig neutral erwähnt, als ein übliches Vorgehen, das keiner Wertung unterliegt, das zählt nach der Logik des Autors nicht als Antisemitismus.</p>

<p>Tatsächlich ist es ziemlich witzlos zu diskutieren, ob ein vor 185 Jahren verstorbener Autor vor Hass auf Juden brannte. Das ist heute unwichtig und lenkt lediglich ab. Viel wichtiger ist es, ob sein Werk antisemitisch ist und antisemitische Vorurteile befeuert. Und, falls ja, ob und in welcher Form dieses noch auf den Lehrplan gehört.</p>

<h2 id="der-zeitliche-rahmen" id="der-zeitliche-rahmen">Der zeitliche Rahmen</h2>

<p>Tatsächlich stellt der Autor eine Verachtung Puschkins gegenüber Juden fest, die sich auch auf sein literarisches Werk übertragen hat. Ein Problem sieht er darin nicht. Das begründet er, wie so oft, mit dem zeitlichen Rahmen.</p>

<p>Wenn Puschkin also die Juden mit Schimpfwörtern belegt, dann laut Autor nur deswegen, weil es zu seiner Zeit als “normal” galt. Und ohnehin wäre ihm nie im Leben eingefallen, dass ein Jude je seine Bücher lesen und beleidigt sein könnte.</p>

<p>Sollte diese Argumentation jemandem bekannt vorkommen: genau so wird auch der Rassismus alter Bücher entschuldigt. Weil, wer hätte sich denn damals vorstellen können, dass Schwarze bzw. Ureinwohner Amerikas bzw. Juden intellektuell in der Lage wären, Bücher zu lesen?</p>

<p>Ob gesellschaftlich üblich oder nicht, sollte das tatsächlich Puschkins Bild der Juden gewesen sein, dann war es ganz klar antisemitisch. Hinzu kommt, dass verletzte Gefühle hier das geringste Problem sind. Unabhängig von der Leserschaft sind literarische Werke, die ein antisemitisches Bild vermitteln, natürlich problematisch.</p>

<h2 id="von-guten-und-von-schlechten-juden" id="von-guten-und-von-schlechten-juden">Von “guten” und von “schlechten” Juden</h2>

<p>Dabei soll es Puschkin irgendwie entschuldigen, dass er kaum “gute” Juden gekannt hat. Juden, die etwas erreicht haben, gab es in Russland damals nicht.</p>

<p>Gesehen hat er also laut Artikel: Kneipenbesitzer, Kleinhändler, Handwerker, Pächter. Somit stamme seine Verachtung vom sozialen Status dieser Menschen.</p>

<p>Nun wissen wir, wie es sich nennt, wenn jemand von schlechten Charaktereigenschaften einzelner auf das gesamte jüdische Volk schließt. Genau, das nennt sich Antisemitismus.</p>

<p>Nicht nur das. Ich will nicht behaupten, mich allzu gut mit Puschkins Werk auszukennen. Dennoch scheint es mir, dass ihm eine allgemeine Verachtung für das “gemeine Volk” fremd war. Aber Juden waren da anscheinend eine Ausnahme?</p>

<p>Wobei, Puschkin hat nicht alle Juden verachtet. Der Artikel nennt zwei Ausnahmen.  Der Frauenheld Puschkin hatte wohl durchaus “Respekt” für jüdische Frauen. Und die Juden aus den biblischen Erzählungen waren auch in Ordnung. Ich lasse das einfach so stehen...</p>

<h2 id="schlussfolgerungen" id="schlussfolgerungen">Schlussfolgerungen</h2>

<p>Ich will wirklich nicht den gesamten Artikel auseinander nehmen. Dass die Verteidigung Puschkins derartige rhetorische Kniffe erfordert, zeigt sehr deutlich: es geht hier sehr wohl um Antisemitismus.</p>

<p>Das ist nicht das einzige Problem mit Puschkin. Seine Werke sind durchsetzt mit Abwertung nicht-russischer Völker. Sie rechtfertigen russische Eroberungen und sind damit Teil einer imperialistischer Ideologie.</p>

<p>Eigentlich Grund genug, um diesen Texten kritisch gegenüberzustehen. Und sich vielleicht zu fragen, ob es noch zeitgemäß ist, dass diese so viel Platz auf russischen Lehrplänen einnehmen.</p>

<p>Tatsächlich sieht man aber in Russland eine Glorifizierung Puschkins, die höchstens noch zunimmt. Seine Werke werden als Rechtfertigung der russischen Politik bemüht, Kritik an ihm ist unerwünscht.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/wie-antisemitismus-in-der-russischen-literatur-gerechtfertigt-wird</guid>
      <pubDate>Tue, 15 Nov 2022 16:12:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Kann Russland sich von innen reformieren?</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/kann-russland-sich-von-innen-reformieren</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #imperialismus #rassismus #krieg #macht&#xA;&#xA;Um die Frage in der Überschrift gleich zu beantworten: leider sehe ich schwarz dafür. Die drakonischen Strafen für jegliche Kriegsopposition machen eine Auflehnung des Volkes (wenn denn jemand eine erwartet hat) sehr unwahrscheinlich.&#xA;&#xA;Aber es ist nicht nur das, da ist mehr.&#xA;&#xA;!--more--Ja, viele in Russland sind gegen diesen Krieg, auch wenn sie nicht offen protestieren. Aber ein großer Teil der Bevölkerung ist dafür, und das wird sich so bald nicht ändern. Der russische Imperialismus hat tiefe Wurzeln geschlagen.&#xA;&#xA;Und dann ist da noch das politische System, in dem alles auf den Präsidenten ausgerichtet ist. Deutschland hat bereits die Erfahrung gemacht, wohin das führen kann, weswegen man die Macht des Staatsoberhaupts beschränkt hat. Das hat Russland nicht getan.&#xA;&#xA;Schon unter Jelzin war die Machtfülle des Präsidenten problematisch. Diese wurde unter Putin jedoch noch deutlich ausgebaut. Diese Entwicklung wieder zurückzudrehen wird ohne eine radikale gesellschaftliche Veränderung kaum noch möglich sein.&#xA;&#xA;Es dürfte aber schon daran scheitern, jemanden zu finden, der es auch tun will. Navalny, der Hoffnungsträger des Westens, wird es ganz bestimmt nicht tun.&#xA;&#xA;Vor vielen Jahren, noch bevor sich Navalny für den Westen aufgehübscht hat, folgte ich seinem Blog. Und ich kann mit Gewissheit sagen: Navalny und Putin sind in den meisten Punkten einer Meinung. Da, wo sie es nicht sind, zieht man womöglich Putin sogar noch vor.&#xA;&#xA;Falls ihr gehört habt, dass Navalny ein russischer Nationalist sei: es stimmt. Auf Anhieb habe ich beispielsweise diesen Post (weiterhin online) gefunden, wo er die nebenan arbeitenden Tadschiken mit dem Äquivalent des N-Wortes belegt. Dabei &#34;scherzt&#34; er hier noch, die dem Angriff der Skinheads zugeschriebenen Leichen könnten womöglich Arbeitsunfälle gewesen sein.&#xA;&#xA;Das ist wirklich nur eines der harmloseren Beispiele. Wenn es um Tschetschenen geht, dann setzt Navalny in seinem Blog voll auf das Narrativ der wilden unzivilisierten Moslems. Die Cringe-Points dieses Posts kann ich gar nicht alle aufzählen.&#xA;&#xA;Wohlgemerkt kann man durchaus die tschetschenische Korruption kritisieren, ohne die dort lebenden Menschen abzuwerten. Aber bei Navalnys Korruptionskampf scheint immer wieder durch, dass für ihn nur Russen zählen.&#xA;&#xA;An keiner Stelle stellt sich Navalny gegen den russischen Imperialismus, er steht vielmehr voll dahinter. Er kritisiert auch nicht die Ausrichtung der gesamten Gesellschaft auf den Präsidenten. Vielmehr macht es den Anschein, dass er lieber selber dieser Präsident wäre.&#xA;&#xA;Das alles heißt nicht, dass ich das Unrecht, das Navalny angetan wurde, gut finde. Es heißt lediglich, dass ich keine Verbesserung erwarte, sollte er Putins Platz einnehmen. Ganz im Gegenteil.&#xA;&#xA;Und ich habe leider der Eindruck, bei dem Großteil der Moskauer Elite (also bei den Leuten, die realistisch in Machtpositionen kommen könnten) sieht es ähnlich aus. Auch ein Machtwechsel würde also nicht viel verändern.&#xA;&#xA;Dementsprechend sehe ich die einzige Chance dafür, dass uns in Zukunft von Russland angestiftete Kriege erspart bleiben, tatsächlich darin, dass sich russische Regionen von Moskau lossagen. Diese haben im Moment nichts zu sagen, sie haben dabei also viel zu gewinnen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:rassismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">rassismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a> <a href="/newstrujew/tag:macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">macht</span></a></p>

<p>Um die Frage in der Überschrift gleich zu beantworten: leider sehe ich schwarz dafür. Die drakonischen Strafen für jegliche Kriegsopposition machen eine Auflehnung des Volkes (wenn denn jemand eine erwartet hat) sehr unwahrscheinlich.</p>

<p>Aber es ist nicht nur das, da ist mehr.</p>

<p>Ja, viele in Russland sind gegen diesen Krieg, auch wenn sie nicht offen protestieren. Aber ein großer Teil der Bevölkerung ist dafür, und das wird sich so bald nicht ändern. Der russische Imperialismus hat <a href="https://paper.wf/newstrujew/sowjetische-geschichtsnarrative-und-russisches-selbstverstandnis" rel="nofollow">tiefe Wurzeln geschlagen</a>.</p>

<p>Und dann ist da noch das politische System, in dem alles auf den Präsidenten ausgerichtet ist. Deutschland hat bereits die Erfahrung gemacht, wohin das führen kann, weswegen man die Macht des Staatsoberhaupts beschränkt hat. Das hat Russland nicht getan.</p>

<p>Schon unter Jelzin war die Machtfülle des Präsidenten problematisch. Diese wurde unter Putin jedoch noch deutlich ausgebaut. Diese Entwicklung wieder zurückzudrehen wird ohne eine radikale gesellschaftliche Veränderung kaum noch möglich sein.</p>

<p>Es dürfte aber schon daran scheitern, jemanden zu finden, der es auch tun will. Navalny, der Hoffnungsträger des Westens, wird es ganz bestimmt nicht tun.</p>

<p>Vor vielen Jahren, noch bevor sich Navalny für den Westen aufgehübscht hat, folgte ich seinem Blog. Und ich kann mit Gewissheit sagen: Navalny und Putin sind in den meisten Punkten einer Meinung. Da, wo sie es nicht sind, zieht man womöglich Putin sogar noch vor.</p>

<p>Falls ihr gehört habt, dass Navalny ein russischer Nationalist sei: es stimmt. Auf Anhieb habe ich beispielsweise <a href="https://archive.ph/MR9fA" rel="nofollow">diesen Post</a> (weiterhin online) gefunden, wo er die nebenan arbeitenden Tadschiken mit dem Äquivalent des N-Wortes belegt. Dabei “scherzt” er hier noch, die dem Angriff der Skinheads zugeschriebenen Leichen könnten womöglich Arbeitsunfälle gewesen sein.</p>

<p>Das ist wirklich nur eines der harmloseren Beispiele. Wenn es um Tschetschenen geht, dann setzt Navalny in seinem Blog voll auf das Narrativ der wilden unzivilisierten Moslems. Die Cringe-Points <a href="https://archive.ph/RL5CD" rel="nofollow">dieses Posts</a> kann ich gar nicht alle aufzählen.</p>

<p>Wohlgemerkt kann man durchaus die tschetschenische Korruption kritisieren, ohne die dort lebenden Menschen abzuwerten. Aber bei Navalnys Korruptionskampf scheint immer wieder durch, dass für ihn nur Russen zählen.</p>

<p>An keiner Stelle stellt sich Navalny gegen den russischen Imperialismus, er steht vielmehr voll dahinter. Er kritisiert auch nicht die Ausrichtung der gesamten Gesellschaft auf den Präsidenten. Vielmehr macht es den Anschein, dass er lieber selber dieser Präsident wäre.</p>

<p>Das alles heißt nicht, dass ich das Unrecht, das Navalny angetan wurde, gut finde. Es heißt lediglich, dass ich keine Verbesserung erwarte, sollte er Putins Platz einnehmen. Ganz im Gegenteil.</p>

<p>Und ich habe leider der Eindruck, bei dem Großteil der Moskauer Elite (also bei den Leuten, die realistisch in Machtpositionen kommen könnten) sieht es ähnlich aus. Auch ein Machtwechsel würde also nicht viel verändern.</p>

<p>Dementsprechend sehe ich die einzige Chance dafür, dass uns in Zukunft von Russland angestiftete Kriege erspart bleiben, tatsächlich darin, dass sich russische Regionen von Moskau lossagen. Diese haben im Moment nichts zu sagen, sie haben dabei also viel zu gewinnen.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/kann-russland-sich-von-innen-reformieren</guid>
      <pubDate>Fri, 08 Jul 2022 18:07:22 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Sowjetische Geschichtsnarrative und russisches Selbstverständnis</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/sowjetische-geschichtsnarrative-und-russisches-selbstverstandnis</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #sowjetunion #geschichte #imperialismus #krieg&#xA;&#xA;Irgendwie muss ich gerade an meinen sowjetischen Geschichtsunterricht zurückdenken. Es scheint dort einige Erklärungen des aktuellen russischen Angriffskriegs zu geben. Ein Text über Geschichtsnarrative, Imperialismus und russisches Selbstverständnis.&#xA;&#xA;Hinweis: Ich habe zwar ein sehr gutes Gedächtnis, aber nach über 30 Jahren kann ich mich natürlich nicht mehr an jedes Detail erinnern. Und während ich vermute, dass meine Erfahrung repräsentativ für die Sowjetunion und heutiges Russland ist, ist sie anekdotische Evidenz.&#xA;&#xA;!--more--Zunächst einmal: die sowjetische Geschichtsschreibung war massiv ideologisch eingefärbt. Die Zaren waren immer schlecht, egal was sie taten. Wenn sie dennoch etwas Gutes taten, war ihre Motivation schlecht. Oder die Idee kam eigentlich von einem Mann des Volkes (=gut).&#xA;&#xA;Ähnlich hätte man eine scharfe Verurteilung aller Ausprägungen des Imperialismus erwartet. Die auch kam, beim westlichen Imperialismus. Der russische Imperialismus wurde dagegen weder benannt, noch angesprochen. Imperialisten waren immer nur die anderen.&#xA;&#xA;Angesichts zahlreicher Kriege, die Russland für die Ausweitung seines Territoriums geführt hat, ist dieser mentale Spagat ganz schön beachtlich. Ich vermute, dass man bei dessen Begründung an die Geschichtsnarrativen des verhassten Zarenrusslands angeknüpft hat.&#xA;&#xA;Eine zentrale Rolle spielen dabei Panslawismus und Panrussismus. Ja, in der &#34;internationalistischen&#34; Sowjetunion. Die Slawen und insbesondere Russen wurden als besonders tugendhaft dargestellt. Andere Völker schauten zu ihnen auf, das Schlechte kam stets von außen.&#xA;&#xA;Da ist es nur &#34;natürlich&#34;, dass Russen die anderen Völker auch regieren sollten. Es war, so dieses Narrativ, gar im Interesse dieser Völker. Die sich freiwillig Russland anschlossen. Oder weil Russland sich gegen sie verteidigen musste.&#xA;&#xA;Ja, das ist wortwörtlich das Narrativ, das so manche russische Politiker kürzlich benutzt haben. Dabei ist es egal, ob es absurd ist. Zahlreiche Generationen sind mit diesem Narrativ aufgewachsen. Es ist Teil des russischen Selbstverständnisses.&#xA;&#xA;2002 war ich in einem Museum in St. Petersburg. Es hat mich schockiert, wie wenig Russland die eigene Geschichte aufgearbeitet hat. Daran hat sich nichts geändert. Die vermutlich aus dem Zarenrussland stammenden imperialistischen Narrative setzen sich ungehindert fort.&#xA;&#xA;Und das ist der Boden, aus dem der aktuelle Angriffskrieg erwächst. Das sind die Narrative, mit denen er oftmals begründet wird. Und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung nimmt es für bare Münze. Denn es ist das, was sie schon immer gehört haben.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a></p>

<p>Irgendwie muss ich gerade an meinen sowjetischen Geschichtsunterricht zurückdenken. Es scheint dort einige Erklärungen des aktuellen russischen Angriffskriegs zu geben. Ein Text über Geschichtsnarrative, Imperialismus und russisches Selbstverständnis.</p>

<p><em>Hinweis</em>: Ich habe zwar ein sehr gutes Gedächtnis, aber nach über 30 Jahren kann ich mich natürlich nicht mehr an jedes Detail erinnern. Und während ich vermute, dass meine Erfahrung repräsentativ für die Sowjetunion und heutiges Russland ist, ist sie anekdotische Evidenz.</p>

<p>Zunächst einmal: die sowjetische Geschichtsschreibung war massiv ideologisch eingefärbt. Die Zaren waren immer schlecht, egal was sie taten. Wenn sie dennoch etwas Gutes taten, war ihre Motivation schlecht. Oder die Idee kam eigentlich von einem Mann des Volkes (=gut).</p>

<p>Ähnlich hätte man eine scharfe Verurteilung aller Ausprägungen des Imperialismus erwartet. Die auch kam, beim westlichen Imperialismus. Der russische Imperialismus wurde dagegen weder benannt, noch angesprochen. Imperialisten waren immer nur die anderen.</p>

<p>Angesichts zahlreicher Kriege, die Russland für die Ausweitung seines Territoriums geführt hat, ist dieser mentale Spagat ganz schön beachtlich. Ich vermute, dass man bei dessen Begründung an die Geschichtsnarrativen des verhassten Zarenrusslands angeknüpft hat.</p>

<p>Eine zentrale Rolle spielen dabei Panslawismus und Panrussismus. Ja, in der “internationalistischen” Sowjetunion. Die Slawen und insbesondere Russen wurden als besonders tugendhaft dargestellt. Andere Völker schauten zu ihnen auf, das Schlechte kam stets von außen.</p>

<p>Da ist es nur “natürlich”, dass Russen die anderen Völker auch regieren sollten. Es war, so dieses Narrativ, gar im Interesse dieser Völker. Die sich freiwillig Russland anschlossen. Oder weil Russland sich gegen sie verteidigen musste.</p>

<p>Ja, das ist wortwörtlich das Narrativ, das so manche russische Politiker kürzlich benutzt haben. Dabei ist es egal, ob es absurd ist. Zahlreiche Generationen sind mit diesem Narrativ aufgewachsen. Es ist Teil des russischen Selbstverständnisses.</p>

<p>2002 war ich in einem Museum in St. Petersburg. Es hat mich schockiert, wie wenig Russland die eigene Geschichte aufgearbeitet hat. Daran hat sich nichts geändert. Die vermutlich aus dem Zarenrussland stammenden imperialistischen Narrative setzen sich ungehindert fort.</p>

<p>Und das ist der Boden, aus dem der aktuelle Angriffskrieg erwächst. Das sind die Narrative, mit denen er oftmals begründet wird. Und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung nimmt es für bare Münze. Denn es ist das, was sie schon immer gehört haben.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/sowjetische-geschichtsnarrative-und-russisches-selbstverstandnis</guid>
      <pubDate>Thu, 07 Jul 2022 13:09:06 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Warum man nicht &#34;nett&#34; zu Russland sein sollte</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/warum-man-nicht-nett-zu-russland-sein-sollte</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #krieg #imperialismus #desinformation #politik&#xA;&#xA;Da ich sehe, dass die &#34;lasst uns doch einfach nett zu Russland sein&#34; Fraktion wieder aus ihrer Höhle hervorkriecht: dass wir jetzt in dieser Situation sind, hat auch damit zu tun, dass Deutschland über Jahrzehnte nett zu Russland war und nicht so genau hingeschaut hat. Damit haben wir Putin in der Meinung bestärkt, dass Deutschland ihm alles durchgehen lässt. Dabei gab es mehr als genug Gelegenheiten, um frühzeitig hellhörig zu werden.&#xA;&#xA;Welche Gelegenheiten? Auch die Kriege natürlich, die Russland völkerrechtswidrig unter Vorwänden geführt oder unterstützt hat. Allein die Annexion Krims 2014 sollte eigentlich jeden wachrütteln.&#xA;&#xA;!--more--Aber nicht nur das. Russland hat über Jahrzehnte auf eine Destabilisierung des Westens hingearbeitet, das ist wahrlich kein Geheimnis. Offizielle Desinformationskanäle wurden von inoffiziellen ergänzt, Russland hat bei jeder Verschwörungstheorie seine Finger drin.&#xA;&#xA;Ich weiß nicht, wie groß der russische Beitrag bei Trump, bei den hiesigen Coronaleugnern oder der Nazi-Partei tatsächlich ist. Aber Tatsache ist: Russland unterstützt jede gesellschaftszersetzende Kraft. Weil wir so nett waren und ihnen nie auf die Finger geklopft haben.&#xA;&#xA;Auch ein großer Teil der Internet-Kriminalität kommt aus Russland. Dort braucht man sich nämlich nicht vor Verfolgung zu fürchten, wenn man nur dem Westen schadet.&#xA;&#xA;Und warum genau haben wir das zugelassen? Ach ja, weil wir im Gegenzug billigen Gas bekamen. Und dann haben wir Russland mal wieder verurteilt, ein paar symbolische Sanktionen verhängt und freuten uns weiter über die niedrigen Preise.&#xA;&#xA;Bis wir eben nicht mehr ignorieren konnten, was Russland anrichtet. Und selbst jetzt gibt es viele, die gerne dazu übergehen würden, es als ein Problem anderer Leute zu sehen. Denn an EU-Grenzen machen Russlands Ambitionen sicherlich halt. Ganz bestimmt.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:desinformation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">desinformation</span></a> <a href="/newstrujew/tag:politik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a></p>

<p>Da ich sehe, dass die “lasst uns doch einfach nett zu Russland sein” Fraktion wieder aus ihrer Höhle hervorkriecht: dass wir jetzt in dieser Situation sind, hat auch damit zu tun, dass Deutschland über Jahrzehnte nett zu Russland war und nicht so genau hingeschaut hat. Damit haben wir Putin in der Meinung bestärkt, dass Deutschland ihm alles durchgehen lässt. Dabei gab es mehr als genug Gelegenheiten, um frühzeitig hellhörig zu werden.</p>

<p>Welche Gelegenheiten? Auch die Kriege natürlich, die Russland völkerrechtswidrig unter Vorwänden geführt oder unterstützt hat. Allein die Annexion Krims 2014 sollte eigentlich jeden wachrütteln.</p>

<p>Aber nicht nur das. Russland hat über Jahrzehnte auf eine Destabilisierung des Westens hingearbeitet, das ist wahrlich kein Geheimnis. Offizielle Desinformationskanäle wurden von inoffiziellen ergänzt, Russland hat bei jeder Verschwörungstheorie seine Finger drin.</p>

<p>Ich weiß nicht, wie groß der russische Beitrag bei Trump, bei den hiesigen Coronaleugnern oder der Nazi-Partei tatsächlich ist. Aber Tatsache ist: Russland unterstützt jede gesellschaftszersetzende Kraft. Weil wir so nett waren und ihnen nie auf die Finger geklopft haben.</p>

<p>Auch ein großer Teil der Internet-Kriminalität kommt aus Russland. Dort braucht man sich nämlich nicht vor Verfolgung zu fürchten, wenn man nur dem Westen schadet.</p>

<p>Und warum genau haben wir das zugelassen? Ach ja, weil wir im Gegenzug billigen Gas bekamen. Und dann haben wir Russland mal wieder verurteilt, ein paar symbolische Sanktionen verhängt und freuten uns weiter über die niedrigen Preise.</p>

<p>Bis wir eben nicht mehr ignorieren konnten, was Russland anrichtet. Und selbst jetzt gibt es viele, die gerne dazu übergehen würden, es als ein Problem anderer Leute zu sehen. Denn an EU-Grenzen machen Russlands Ambitionen sicherlich halt. Ganz bestimmt.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/warum-man-nicht-nett-zu-russland-sein-sollte</guid>
      <pubDate>Mon, 02 May 2022 07:23:40 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Nein, Russland geht es nicht um die Interessen von Russen</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/nein-russland-geht-es-nicht-um-die-interessen-von-russen</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #ukraine #krieg #imperialismus&#xA;&#xA;Wir waren vor den Ferien kurz in der Vorbereitungsklasse zu Besuch. Außer den Kindern unserer Gastfamilie waren noch vier ukrainische Kinder dort. Die Lehrerin war natürlich hocherfreut, Übersetzer dabei zu haben, und hat die Möglichkeit auch genutzt.&#xA;&#xA;Auf die Frage, in welche Sprache wir übersetzen sollen, Russisch oder Ukrainisch, haben alle Kinder gesagt: ist uns völlig egal, wir können beides.&#xA;&#xA;!--more--Das ist also eure Erinnerung: bei der russischen Invasion in die Ukraine geht es und ging es nie um Sprachen. Es ging nie um Völker.&#xA;&#xA;Russisch ist in der Ukraine weder unterdrückt, noch assoziieren sich russischsprachige Menschen automatisch mit Russland. Mit allen fünf Flüchtlingsfamilien, denen wir hier helfen, reden wir Russisch, obwohl diese aus dem &#34;erzukrainischen&#34; Lwiw kommen.&#xA;&#xA;Es geht in diesem Krieg einzig und alleinig um territoriale Ansprüche. Russland will sich die Ukraine einverleiben. Ohne Rücksicht auf die Russen und andere russischsprachige Menschen, die dort leben.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:ukraine" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ukraine</span></a> <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a></p>

<p>Wir waren vor den Ferien kurz in der Vorbereitungsklasse zu Besuch. Außer den Kindern unserer Gastfamilie waren noch vier ukrainische Kinder dort. Die Lehrerin war natürlich hocherfreut, Übersetzer dabei zu haben, und hat die Möglichkeit auch genutzt.</p>

<p>Auf die Frage, in welche Sprache wir übersetzen sollen, Russisch oder Ukrainisch, haben <em>alle</em> Kinder gesagt: ist uns völlig egal, wir können beides.</p>

<p>Das ist also eure Erinnerung: bei der russischen Invasion in die Ukraine geht es und ging es nie um Sprachen. Es ging nie um Völker.</p>

<p>Russisch ist in der Ukraine weder unterdrückt, noch assoziieren sich russischsprachige Menschen automatisch mit Russland. Mit allen fünf Flüchtlingsfamilien, denen wir hier helfen, reden wir Russisch, obwohl diese aus dem “erzukrainischen” Lwiw kommen.</p>

<p>Es geht in diesem Krieg einzig und alleinig um territoriale Ansprüche. Russland will sich die Ukraine einverleiben. Ohne Rücksicht auf die Russen und andere russischsprachige Menschen, die dort leben.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/nein-russland-geht-es-nicht-um-die-interessen-von-russen</guid>
      <pubDate>Fri, 29 Apr 2022 07:15:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der russische Imperialismus als Nachwirkung der Sowjetunion</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/der-russische-imperialismus-als-nachwirkung-der-sowjetunion</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #ukraine #sowjetunion #geschichte #imperialismus&#xA;&#xA;Wenn ihr euch beim Lesen der Nachrichten fragt, was Russland mit der Ukraine will, wenn es schon die eigenen Territorien kaum versorgen kann: es hat auch damit zu tun, dass das kollektive Trauma Russlands, der Zerfall der Sowjetunion, nie verarbeitet wurde.&#xA;&#xA;Die Propaganda der Sowjetunion war plump. Man wusste, dass ihr nicht zu trauen war. Und doch ist bei vielen Menschen etwas hängengeblieben: wir sind stark, wir werden gefürchtet und beneidet, ohne uns geht keine Rechnung auf.&#xA;&#xA;!--more--Und plötzlich fanden sich die Menschen im postsowjetischen Russland wieder. Immer noch ein großes Land, aber viel kleiner. Immer noch bedeutend, aber keine Weltmacht mehr. Und mit einem Präsidenten, der sich gerne national wie international zum Clown machte.&#xA;&#xA;In dieser Situation kam Putin als &#34;der starke Mann&#34; an die Macht. Und damit war die kurze Phase der kritischen Auseinandersetzung mit dem Erbe der Sowjetunion schon wieder vorbei. Putin versprach ein Wiedererstarken Russlands und knüpfte nahtlos an sowjetische Propaganda an.&#xA;&#xA;Die Heldengeschichten wurden wieder populär. Insbesondere der Sieg über den deutschen Faschismus wurde wieder glorifiziert. Dass an der enormen Zahl sowjetischer Opfer die Entscheidungen der sowjetischen Führung mitverantwortlich waren: wieder ausgeblendet.&#xA;&#xA;Erst kürzlich wurde die russische Menschenrechtsorganisation Memorial zwangsaufgelöst, die den Opfern der Sowjetunion bedachte. Vor Gericht wird Klartext gesprochen: &#34;Warum wird uns vorgeschlagen, statt stolz auf unser Land zu sein, das die Welt vor dem Faschismus befreit hat, sich stattdessen für unsere, wie sich herausstellt, finstere Vergangenheit schämen? Weil jemand dafür bezahlt.&#34;&#xA;&#xA;Während man sich für die Auflösung juristischer Vorwände bedient, gibt man den wahren Grund offen zu: Memorial würde ein falsches Bild der Sowjetunion zeichnen. Sprich: nichts soll dem Geschichtsrevisionismus offizieller Stellen entgegenstehen. Kritik ist unerwünscht.&#xA;&#xA;Was hat das mit der Ukraine zu tun? Während in der Sowjetunion theoretisch alle Völker gleichgestellt waren, stellte die sowjetische Propaganda die Führung durch etnische Russen als naturgegeben dar. Der Panslawismus des Russischen Reiches wurde in Wirklichkeit nie aufgegeben.&#xA;&#xA;Entsprechend wenig Verständnis hatte man für die Unabhängigkeitsbestreben Ukraines, die in der Sowjetunion mit extremer Gewalt und Zwangsrussifizierung bekämpft wurden. Gleichzeitig wurde die gemeinsame Geschichte betont: beide Länder beanspruchen Kiew als ihren Ursprung.&#xA;&#xA;Seit dem 2. Weltkrieg kommt hinzu: die Ukrainer sollten Russland dankbar sein, dass sie befreit wurden. Dass für die Ukraine eine Besatzung durch eine andere ersetzt wurde, ist in der russischen Wahrnehmung nicht präsent.&#xA;&#xA;Und so gibt es auch im heutigen Russland sehr viele Menschen, die die Ukraine als rechtmäßig russisches Territorium ansehen. Auch dieser Tendenz hat Putin nie entgegengewirkt, sondern sie sogar noch gezielt verstärkt.&#xA;&#xA;Will Putin also von Problemen im eigenen Land ablenken, kann er immer die Ukraine in die Mangel nehmen. Die Zustimmung im eigenen Land ist ihm gewiss. Als Russland 2014 die Krim eroberte, war der Jubel groß. Und es hat ihn nichts gekostet, Konsequenzen sind ausgeblieben.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:ukraine" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ukraine</span></a> <a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a></p>

<p>Wenn ihr euch beim Lesen der Nachrichten fragt, was Russland mit der Ukraine will, wenn es schon die eigenen Territorien kaum versorgen kann: es hat auch damit zu tun, dass das kollektive Trauma Russlands, der Zerfall der Sowjetunion, nie verarbeitet wurde.</p>

<p>Die Propaganda der Sowjetunion war plump. Man wusste, dass ihr nicht zu trauen war. Und doch ist bei vielen Menschen etwas hängengeblieben: wir sind stark, wir werden gefürchtet und beneidet, ohne uns geht keine Rechnung auf.</p>

<p>Und plötzlich fanden sich die Menschen im postsowjetischen Russland wieder. Immer noch ein großes Land, aber viel kleiner. Immer noch bedeutend, aber keine Weltmacht mehr. Und mit einem Präsidenten, der sich gerne national wie international zum Clown machte.</p>

<p>In dieser Situation kam Putin als “der starke Mann” an die Macht. Und damit war die kurze Phase der kritischen Auseinandersetzung mit dem Erbe der Sowjetunion schon wieder vorbei. Putin versprach ein Wiedererstarken Russlands und knüpfte nahtlos an sowjetische Propaganda an.</p>

<p>Die Heldengeschichten wurden wieder populär. Insbesondere der Sieg über den deutschen Faschismus wurde wieder glorifiziert. Dass an der enormen Zahl sowjetischer Opfer die Entscheidungen der sowjetischen Führung mitverantwortlich waren: wieder ausgeblendet.</p>

<p>Erst kürzlich wurde die russische Menschenrechtsorganisation Memorial zwangsaufgelöst, die den Opfern der Sowjetunion bedachte. Vor Gericht <a href="https://www.bbc.com/russian/features-59817247" rel="nofollow">wird Klartext gesprochen</a>: “Warum wird uns vorgeschlagen, statt stolz auf unser Land zu sein, das die Welt vor dem Faschismus befreit hat, sich stattdessen für unsere, wie sich herausstellt, finstere Vergangenheit schämen? Weil jemand dafür bezahlt.”</p>

<p>Während man sich für die Auflösung juristischer Vorwände bedient, gibt man den wahren Grund offen zu: Memorial würde ein falsches Bild der Sowjetunion zeichnen. Sprich: nichts soll dem Geschichtsrevisionismus offizieller Stellen entgegenstehen. Kritik ist unerwünscht.</p>

<p>Was hat das mit der Ukraine zu tun? Während in der Sowjetunion theoretisch alle Völker gleichgestellt waren, stellte die sowjetische Propaganda die Führung durch etnische Russen als naturgegeben dar. Der Panslawismus des Russischen Reiches wurde in Wirklichkeit nie aufgegeben.</p>

<p>Entsprechend wenig Verständnis hatte man für die Unabhängigkeitsbestreben Ukraines, die in der Sowjetunion mit extremer Gewalt und Zwangsrussifizierung bekämpft wurden. Gleichzeitig wurde die gemeinsame Geschichte betont: beide Länder beanspruchen Kiew als ihren Ursprung.</p>

<p>Seit dem 2. Weltkrieg kommt hinzu: die Ukrainer sollten Russland dankbar sein, dass sie befreit wurden. Dass für die Ukraine eine Besatzung durch eine andere ersetzt wurde, ist in der russischen Wahrnehmung nicht präsent.</p>

<p>Und so gibt es auch im heutigen Russland sehr viele Menschen, die die Ukraine als rechtmäßig russisches Territorium ansehen. Auch dieser Tendenz hat Putin nie entgegengewirkt, sondern sie sogar noch gezielt verstärkt.</p>

<p>Will Putin also von Problemen im eigenen Land ablenken, kann er immer die Ukraine in die Mangel nehmen. Die Zustimmung im eigenen Land ist ihm gewiss. Als Russland 2014 die Krim eroberte, war der Jubel groß. Und es hat ihn nichts gekostet, Konsequenzen sind ausgeblieben.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/der-russische-imperialismus-als-nachwirkung-der-sowjetunion</guid>
      <pubDate>Tue, 15 Feb 2022 08:52:04 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Ukraine-Konflikt und Parallelen zum Münchener Abkommen</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/ukraine-konflikt-und-parallelen-zum-munchener-abkommen</link>
      <description>&lt;![CDATA[#russland #ukraine #imperialismus #geschichte #politik&#xA;&#xA;Ich weiß nicht, inwiefern ihr die Nachrichten um Russland und Ukraine verfolgt, aber es gibt hier klare historische Parallelen.&#xA;&#xA;1938 standen Großbritannien und Frankreich vor einer Entscheidung: Tschechoslowakei beistehen oder Forderungen des Nazi-Deutschlands erfüllen.&#xA;&#xA;Ähnlich, wie Russland sich immer wieder zum Retter der russischsprachigen Bevölkerung der Ukraine aufschwingt, hat Hitler die Situation der Sudetendeutschen als Vorwand benutzt, um einen internationalen Konflikt zu inszenieren. Und das wurde für ihn ein voller Erfolg.&#xA;&#xA;!--more--Großbritannien und Frankreich haben beschlossen, um jeden Preis einen Krieg vermeiden zu wollen. Also haben sie alle deutschen Forderungen akzeptiert. Das Münchener Abkommen erlaubte Deutschland, das Sudetenland zu annektieren. Tschechoslowakei wurde nicht gefragt.&#xA;&#xA;Aus heutiger Sicht ist klar, dass Großbritannien und Frankreich naiv waren, als sie hofften, dass Hitler sich damit zufrieden geben würde. Anfang 1939 wurde die &#34;Rest-Tschechei&#34; besetzt. Als immer noch kein Widerstand folgte, griff Deutschland Polen an.&#xA;&#xA;Es ist schwer zu sagen, ob diese Entwicklung damals ebenfalls absehbar war. Mit diesem historischen Beispiel vor Augen ist sie es heute aber definitiv: jede erfüllte russische &#34;Forderung&#34; im aktuellen Konflikt wird nur noch weitere Begehren provozieren.&#xA;&#xA;Dass wir heute diese Situation überhaupt haben, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die internationale Gemeinschaft bei der Besetzung Krims nur zugesehen hat, genau wie als Russland ihre Marionettenregierungen in Donezk und Lugansk etabliert hat.&#xA;&#xA;Ich weiß nicht, ob Russland wirklich eine Invasion der Ukraine plant. Ich hoffe sehr, dass es nur Drohgebärde sind. Dieser Konflikt kann aber nur gelöst werden, wenn die Staatengemeinschaft aktiv der Ukraine beisteht. Nicht nur mit Worten, sonder mit Taten.&#xA;&#xA;Nachträgliche Klarstellung: Putin ist kein Hitler, an dieser Stelle enden die Parallelen. Ein Krieg mit Hitler war unvermeidbar. Bei Putin gehe ich davon aus, dass ein offener Konflikt nicht in seinem Sinne ist. Er will nur das, was billig zu bekommen ist.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <a href="/newstrujew/tag:ukraine" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ukraine</span></a> <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a> <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a> <a href="/newstrujew/tag:politik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a></p>

<p>Ich weiß nicht, inwiefern ihr die Nachrichten um Russland und Ukraine verfolgt, aber es gibt hier klare historische Parallelen.</p>

<p>1938 standen Großbritannien und Frankreich vor einer Entscheidung: Tschechoslowakei beistehen oder Forderungen des Nazi-Deutschlands erfüllen.</p>

<p>Ähnlich, wie Russland sich immer wieder zum Retter der russischsprachigen Bevölkerung der Ukraine aufschwingt, hat Hitler die Situation der Sudetendeutschen als Vorwand benutzt, um einen internationalen Konflikt zu inszenieren. Und das wurde für ihn ein voller Erfolg.</p>

<p>Großbritannien und Frankreich haben beschlossen, um jeden Preis einen Krieg vermeiden zu wollen. Also haben sie alle deutschen Forderungen akzeptiert. Das Münchener Abkommen erlaubte Deutschland, das Sudetenland zu annektieren. Tschechoslowakei wurde nicht gefragt.</p>

<p>Aus heutiger Sicht ist klar, dass Großbritannien und Frankreich naiv waren, als sie hofften, dass Hitler sich damit zufrieden geben würde. Anfang 1939 wurde die “Rest-Tschechei” besetzt. Als immer noch kein Widerstand folgte, griff Deutschland Polen an.</p>

<p>Es ist schwer zu sagen, ob diese Entwicklung damals ebenfalls absehbar war. Mit diesem historischen Beispiel vor Augen ist sie es heute aber definitiv: jede erfüllte russische “Forderung” im aktuellen Konflikt wird nur noch weitere Begehren provozieren.</p>

<p>Dass wir heute diese Situation überhaupt haben, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die internationale Gemeinschaft bei der Besetzung Krims nur zugesehen hat, genau wie als Russland ihre Marionettenregierungen in Donezk und Lugansk etabliert hat.</p>

<p>Ich weiß nicht, ob Russland wirklich eine Invasion der Ukraine plant. Ich hoffe sehr, dass es nur Drohgebärde sind. Dieser Konflikt kann aber nur gelöst werden, wenn die Staatengemeinschaft aktiv der Ukraine beisteht. Nicht nur mit Worten, sonder mit Taten.</p>

<p>Nachträgliche Klarstellung: Putin ist kein Hitler, an dieser Stelle enden die Parallelen. Ein Krieg mit Hitler war unvermeidbar. Bei Putin gehe ich davon aus, dass ein offener Konflikt nicht in seinem Sinne ist. Er will nur das, was billig zu bekommen ist.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/ukraine-konflikt-und-parallelen-zum-munchener-abkommen</guid>
      <pubDate>Mon, 17 Jan 2022 20:55:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Tags</title>
      <link>https://paper.wf/newstrujew/tags</link>
      <description>&lt;![CDATA[#abtreibung small(2)/small · #angst small(1)/small · #antisemitismus small(4)/small · #armut small(6)/small · #autismus small(10)/small · #bildung small(6)/small · #chancengleichheit small(2)/small · #covid small(8)/small · #desinformation small(7)/small · #diagnostik small(8)/small · #diskriminierung small(7)/small · #eu small(2)/small · #fahrräder small(5)/small · #feminismus small(13)/small · #flucht small(3)/small · #geschichte small(11)/small · #gewalt small(2)/small · #gruppendynamik small(6)/small · #identität small(5)/small · #imperialismus small(7)/small · #klimaschutz small(4)/small · #krieg small(9)/small · #macht small(10)/small · #medien small(5)/small · #mythen small(6)/small · #pandemie small(8)/small · #politik small(13)/small · #rassismus small(8)/small · #religion small(2)/small · #russland small(14)/small · #selfdx small(4)/small · #sowjetunion small(10)/small · #stalking small(1)/small · #tonepolicing small(1)/small · #transfeindlichkeit small(7)/small · #ukraine small(10)/small · #vergewaltigung small(3)/small · #wissenschaft small(7)/small · #zitat small(2)/small · #übergewicht small(1)/small]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/newstrujew/tag:abtreibung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">abtreibung</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:angst" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">angst</span></a> <small>(1)</small> · <a href="/newstrujew/tag:antisemitismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">antisemitismus</span></a> <small>(4)</small> · <a href="/newstrujew/tag:armut" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">armut</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:autismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">autismus</span></a> <small>(10)</small> · <a href="/newstrujew/tag:bildung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">bildung</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:chancengleichheit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">chancengleichheit</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:covid" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">covid</span></a> <small>(8)</small> · <a href="/newstrujew/tag:desinformation" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">desinformation</span></a> <small>(7)</small> · <a href="/newstrujew/tag:diagnostik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">diagnostik</span></a> <small>(8)</small> · <a href="/newstrujew/tag:diskriminierung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">diskriminierung</span></a> <small>(7)</small> · <a href="/newstrujew/tag:eu" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">eu</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:fahrr%C3%A4der" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">fahrräder</span></a> <small>(5)</small> · <a href="/newstrujew/tag:feminismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">feminismus</span></a> <small>(13)</small> · <a href="/newstrujew/tag:flucht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">flucht</span></a> <small>(3)</small> · <a href="/newstrujew/tag:geschichte" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">geschichte</span></a> <small>(11)</small> · <a href="/newstrujew/tag:gewalt" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">gewalt</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:gruppendynamik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">gruppendynamik</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:identit%C3%A4t" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">identität</span></a> <small>(5)</small> · <a href="/newstrujew/tag:imperialismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">imperialismus</span></a> <small>(7)</small> · <a href="/newstrujew/tag:klimaschutz" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">klimaschutz</span></a> <small>(4)</small> · <a href="/newstrujew/tag:krieg" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">krieg</span></a> <small>(9)</small> · <a href="/newstrujew/tag:macht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">macht</span></a> <small>(10)</small> · <a href="/newstrujew/tag:medien" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">medien</span></a> <small>(5)</small> · <a href="/newstrujew/tag:mythen" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">mythen</span></a> <small>(6)</small> · <a href="/newstrujew/tag:pandemie" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">pandemie</span></a> <small>(8)</small> · <a href="/newstrujew/tag:politik" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a> <small>(13)</small> · <a href="/newstrujew/tag:rassismus" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">rassismus</span></a> <small>(8)</small> · <a href="/newstrujew/tag:religion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">religion</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:russland" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">russland</span></a> <small>(14)</small> · <a href="/newstrujew/tag:selfdx" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">selfdx</span></a> <small>(4)</small> · <a href="/newstrujew/tag:sowjetunion" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">sowjetunion</span></a> <small>(10)</small> · <a href="/newstrujew/tag:stalking" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">stalking</span></a> <small>(1)</small> · <a href="/newstrujew/tag:tonepolicing" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">tonepolicing</span></a> <small>(1)</small> · <a href="/newstrujew/tag:transfeindlichkeit" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">transfeindlichkeit</span></a> <small>(7)</small> · <a href="/newstrujew/tag:ukraine" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">ukraine</span></a> <small>(10)</small> · <a href="/newstrujew/tag:vergewaltigung" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">vergewaltigung</span></a> <small>(3)</small> · <a href="/newstrujew/tag:wissenschaft" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">wissenschaft</span></a> <small>(7)</small> · <a href="/newstrujew/tag:zitat" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">zitat</span></a> <small>(2)</small> · <a href="/newstrujew/tag:%C3%BCbergewicht" class="hashtag" rel="nofollow"><span>#</span><span class="p-category">übergewicht</span></a> <small>(1)</small></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://paper.wf/newstrujew/tags</guid>
      <pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>